Aktualisiert: 19.05.2021 - 19:43

Beschädigungen drohen Markise reinigen: Diese 5 Fehler sollten Sie vermeiden. So geht es richtig!

Superpraktisch als Sonnenschutz, aber weniger praktisch zu reinigen. Diese Tipps erleichtern die Arbeit!

Foto: Getty Images / U.J.Alexander

Superpraktisch als Sonnenschutz, aber weniger praktisch zu reinigen. Diese Tipps erleichtern die Arbeit!

Ein schöner Kaffeeklatsch auf der Terrasse oder ein Grillabend mit Freunden: Die Markise kommt im Frühling wieder zu Ehren. Schön sauber muss sie jetzt sein: Das sollten Sie bei der Reinigung tun und das unbedingt vermeiden.

Markisen sind der perfekte Sonnenschutz für größere Flächen. Sie lassen sich einfach herausfahren und spenden angenehmen Schatten. Die Gartensaison startet und mit ihr der Frühjahrsputz von Terrasse und Balkon. Vor diesen Fehlern bei der Reinigung der Markise sollten Sie sich in Acht nehmen, denn die können richtig teuer werden.

Markise reinigen: Diese 5 Fehler sollten Sie vermeiden

Die kalte Jahreszeit ist vorüber und beim Ausfahren der Markise merkt man plötzlich, dass Wind und Wetter dem guten Stück ganz schön zugesetzt haben.

Markisen hängen hoch und sind groß und schwer. Das macht die Reinigung nicht einfach. Teleskopstangen können hier das Mittel der Wahl sein.

Markise reinigen: Die Vorbereitung

Sichere Sache: Da der Sonnenschutz hoch hängt und Sie eine Leiter zum Saubermachen benötigen, achten Sie unbedingt auf die entsprechende Sicherung. Lassen Sie die Leiter von jemandem festhalten, während Sie darauf zugange sind. Auch, wenn Sie die Markise von einem darüberliegenden Fenster aus säubern wollen, müssen Sie gesichert werden!

Die Reinigungsrichtung: Der Sonnenschutz muss vor der Reinigung komplett ausgefahren werden. Beginnen Sie nun mit dem Stück, das am nächstem an Haus oder Dach liegt. Der Hintergrund: Es ist weniger verschmutzt als der vordere Bereich. Somit reinigen Sie in Richtung des schmutzigeren Stoffteils, um den stärkeren Dreck nicht auf die saubereren Bahnen zu schieben.

Erst Analyse, dann Methode auswählen: Überlegen Sie sich vor der Reinigung, welche Methode Sie einsetzen wollen und überprüfen Sie dazu im Vorfeld, um welche Art Verschmutzungen es sich handelt. Besser als die folgenden Fehler, sind diese Tipps.

Fehler 1: Reinigung mit Hochdruckstrahl

Ein Hochdruckreiniger mag praktisch erscheinen, um die unhandliche Markise zu reinigen, hinterlässt aber schwere Beschädigungen an Nähten und Material, wenn der Stoff dem Strahl nicht standhält. Das ist vor allem bei älteren und poröser gewordenen Stoffen der Fall. Lassen Sie es lieber nicht auf einen Versuch ankommen!

Fehler 2: Flecken trocken ausbürsten

Vermeiden Sie es, Flecken mit einem Schrubber oder Besen in trockenem Zustand zu Leibe zu rücken. Der Grund: Sie reiben so den Schmutz noch tiefer in den Markisenstoff, also in die Fasern und die Faserzwischenräume sowie die Nähte.

Fehler 3: Harte Schwämme und Bürsten verwenden

Ein absolutes No-Go für die Markisenreinigung ist der Einsatz von starren Bürsten oder harten Schwämmen. Auch wenn die Versuchung bei heftigeren Verschmutzungen groß ist, diesen mit hartem Gerät zu Leibe zu rücken, nehmen Sie davon lieber Abstand. Das Tuch des Sonnenschutzes sowie die Nähte könnten aufrauen oder einreißen.

Fehler 4: Markise feucht einfahren

Es ist total logisch, dennoch achten manche Menschen nicht darauf. Eine Markise darf weder nass noch feucht eingefahren oder -gerollt werden. Außerdem ist es manchmal nicht einfach, den Trockenheitsgrad der Markise zu beurteilen. Was trocken aussieht, kann noch feucht sein. Machen Sie also auf jeden Fall den Berührungstest.

Wer sein Markisentuch feucht aufrollt, riskiert Verfärbungen durch Wasserflecken oder Stockflecken mit Pilzbefall, da die Feuchtigkeit nicht austrocknen konnte.

Fehler 5: Markisenhalterung ölen

Die Markise quietscht, rasselt oder gibt sonstwelche ungewohnten Geräusche von sich beim Herausfahren? Anstatt gutmeinend einfach etwas Öl auf Halterungen oder Gewinde zu geben, sollten Sie lieber gleich den Fachmann kontaktieren. Das Problem: Der Stoff verschmutzt durch die Ölung, und dieses Öl ist schwer bis gar nicht aus einem nicht in der Waschmaschine waschbaren Stoff zu entfernen. Außerdem kann das Öl den Stoff auf Dauer angreifen.

Markise richtig reinigen: So geht's!

Sie haben Glück und finden nur kleinere, partielle Flecken auf der Markise vor? Dann kann schon ein weicher "Radier"-Schwamm helfen oder ein klassischer (wichtig: farbloser!) Radiergummi, mit dem Sie aber nur sehr vorsichtig über das Gewebe reiben dürfen, um die Fasern des Stoffes nicht zu beschädigen.

Die Verschmutzungen sind großflächiger, aber noch leicht? Stellen Sie zur Reinigung eine Mischung aus etwas Feinwaschmittel und lauwarmem Wasser her. Und arbeiten Sie diese Lösung auf die Flecken der Markise mit einem weichen Tuch oder Schwamm ein. Nach einer kurzen Einwirkzeit können Sie das Ganze mit einem Gartenschlauch vorsichtig abspritzen.

Tipp: Besonders schonend, und ökologisch sinnvoller als die Tenside aus Waschmitteln, ist das Hausmittel Kernseife: Raspeln Sie hierzu einfach ein paar Flocken in lauwarmes Wasser und behandeln Sie den Markisenstoff wie oben beschrieben damit.

Der Sonnenschutz weist stark verkrustete Verschmutzungen auf? Dann lösen Sie diese mit klarem Wasser aus dem Gartenschlauch zunächst vorsichtig an, lassen das Wasser auf den trockenen Stellen etwas einwirken und spritzen die Markise dann in Gänze ab. Wichtig: Der Strahl darf nicht zu stark sein, um das Gewebe nicht zu beschädigen!

Stockflecken entfernen mit Hausmitteln: Wenn die Wasserreinigung nicht ausreicht, können Sie anstatt mit teurem speziellen Reinigungsschaum für Markisen, auch mit einfachen Hausmitteln arbeiten. Die sind vor allem bei hartnäckigen Stockflecken hilfreich.

Backpulver, Zitronensäure- oder Essigreiniger sind nur bei hellen Stoffen empfehlenswert, da sie bleichende Eigenschaften besitzen. Anwendung: Tragen Sie eine Paste aus Backpulver und Wasser oder eine Lösung aus Essig- bzw. Zitronensäurereiniger und Wasser auf den Stockfleck auf. Nach einer kurzen Einwirkzeit spülen Sie alles mit ausreichend klarem Wasser ab.

Sonderfall Vogelkot und stark eingetrockneter Schmutz

Vogelkot ist bekanntermaßen besonders aggressiv zu Materialien. Die Imprägnierung aber auch die Fasern des Markisenstoffes werden angegriffen. Wichtig ist somit, Vogelkot umgehend, also am besten noch frisch, zu entfernen.

Wer den Vogelkot erst später entdeckt hat, sollte den Verkrustungen mit einem in Essig, Feinwaschmittel, Salz und warmem Wasser getränkten Lappen entfernen. Nach einer Einwirkzeit von ca. 10 Minuten sollte der Fleck zu entfernen sein, ansonsten können Sie die Prozedur wiederholen.

Auch dieser Trick ist nur bei hellen Markisen zu empfehlen. Bei Zweifeln können Sie den Stoff an diskreter Stelle auf seine Farbechtheit prüfen. In jedem Fall ist der Herstellerhinweis zu beachten!

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Sie wünschen weitere Tipps und Tricks? Dann lesen Sie gern weiter auf unserer Themenseite Garten und Balkon und Haushaltstipps.

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