Aktualisiert: 24.05.2021 - 14:19

Sonnenschein wäre den meisten lieber... Bauernregel "Mairegen bringt Segen": Was ist dran?

Von Franziska Wohlfarth

Bauernregeln dienten früher dazu, das Wetter und die daraus resultierenden Folgen für die Landwirtschaft besser abschätzen zu können.

Foto: Getty Images/ArtistGNDphotography

Bauernregeln dienten früher dazu, das Wetter und die daraus resultierenden Folgen für die Landwirtschaft besser abschätzen zu können.

Während sich die einen über Sonnentage im Mai freuen, erhoffen sich die anderen kräftigen Dauerregen. Denn laut einer beliebten Bauernregel bringt nasses Wetter eine reiche Ernte. Doch stimmt das wirklich?

Für den Monat Mai gibt es viele Bauernregeln. Die meisten von ihnen besagen, dass es im Mai viel regnen muss, damit man sich später im Jahr über eine reiche Ernte freuen kann. Doch was ist an den Sprichwörtern wirklich dran?

Bauernregel: Sorgt viel Regen im Mai für eine üppige Ernte?

Der Erfolg der Ernte wird maßgeblich vom Wetter beeinflusst.Insbesondere im Mittelalter waren Missernten Auslöser für Hungersnöte, Aufstände oder sogar Kriege. Deswegen war es überlebenswichtig, dass Bauern und Bäuerinnen das Wetter verlässlich voraussagen konnten.

Prägnante Regeln sollten dabei helfen, die Zeichen der Natur richtig lesen und verlässliche Wetterprognosen aufstellen zu können. Die kurzen Sätze sind meist in Reimform, damit man sie sich besser merken kann. Und das hilft: Denn die Bauernweisheiten haben sich über Generationen gehalten und sind auch heute noch in aller Munde.

"Mairegen bringt Segen" – was ist dran?

Obwohl die meisten Bauernregeln bereits vor Hunderten von Jahren aufgestellt worden sind, haben manche von ihnen auch heute noch einen wahren Kern. So auch jene, die besagen, dass viel Regen im Mai eine reiche Ernte hervorbringt:

  • "Gewitter im Mai bringen Früchte herbei"
  • "Regen im Mai bringt fürs ganze Jahr Brot und Heu"
  • "Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun‘ und Fass"
  • "Trockener Mai – Wehgeschrei! Feuchter Mai bringt Glück herbei"

Im Mai läuft das Wachstum der Gartenpflanzen auf Hochtouren: Ausreichend Wasser und Nährstoffe sind in diesem Zeitraum ganz besonders wichtig. Bis Mitte Juni dürfen die Dauerregenfälle anhalten – ab Juli sollte es dann wieder etwas trockener sein, damit die Pflanzen nicht ertrinken.

"Vor Nachtfrost du nicht sicher bist, bevor Sophie vorüber ist"

Für eine reiche Ernte sollte es im Mai außerdem kühl sein. Frost darf es wiederrum nicht geben – zumindest nicht in der zweiten Hälfte des Monats. Ansonsten können nämlich Pflanzen in Bodennähe oder die Obsternte gravierende Schäden davontragen.

Anfang Mai breitet sich häufig Polarluft in Deutschland aus, welche sich vor allem nachts durch Frost bemerkbar macht. Empfindliche Keimlinge sollten deshalb erst nach dem Zeitraum zwischen dem 11. und 15. Mai nach draußen gesetzt werden.

Benannt wurden diese Lotstage nach den kirchlichen Figuren Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia – den sogenannten Eisheiligen. Sophia ist die letzte Eisheilige, die das Ende des Nachtfrostes garantieren soll.

Quellen: myhomebook.de, garteln.com, mein-schoenes-land.de, wetteronline.de

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