Aktualisiert: 21.05.2021 - 21:57

Spezielle Gießtechnik Bromelie: So pflegen Sie die exotische Zimmerpflanze

Von Franziska Wohlfarth

Hübsch, so eine Bromelie: Ihre außergewöhnlichen Blüten machen diese Zimmerpflanze zu einem echten Hingucker!

Foto: Getty Images/huettenhoelscher

Hübsch, so eine Bromelie: Ihre außergewöhnlichen Blüten machen diese Zimmerpflanze zu einem echten Hingucker!

Bromelien stammen ursprünglich aus den Tropen und Subtropen – heute schmücken die farbenfrohen Gewächse auch unsere Wohnzimmer.

Bromelien sorgen für echte Sommerlaune! Mit ihren außergewöhnlichen Blattrosetten und ihrer kunterbunten Farbenpracht erhellen die Exoten jedes Wohnzimmer. Das erste Bromeliengewächs, die Ananas, ist durch Christoph Kolumbus nach Europa gekommen. Als Zimmerpflanze finden jedoch vor allem die Sorten "Guzmania", "Vriesea" und "Aechmea" Anklang. Wir verraten Ihnen, was es bei der Pflege von Bromelien zu beachten gibt.

Bromelien richtig pflegen: Tipps und Tricks

Bromelien gehören zu den Aufsitzerpflanzen. In ihrer Heimat wachsen die tropischen Gewächse, genauso wie Orchideen, auf Bäumen oder Felsen. Die meisten Arten kommen ohne Wurzeln aus und werden als Zimmerpflanze nur aufgrund der Stabilität im Topf gehalten.

Charakteristisch für das Tropengewächs sind die breiten, spitz zulaufenden, aufrechten Blätter und seine farbenfrohe Blüten, die von prächtigen Brakteen umgeben sind.

Der richtige Standort

Damit sich das exotische Gewächs in unseren Wohnzimmern wohl fühlt, müssen möglichst tropische Bedingungen geschaffen werden. Wählen Sie deshalb einen hellen, warmen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Die Temperatur sollte ganzjährig mindestens 20 Grad betragen und nie unter 18 Grad fallen.

Es ist außerdem wichtig, dass die Luftfeuchtigkeit stets hoch gehalten wird. Für das optimale Raumklima lohnt sich die Investition in einen Luftbefeuchter. Wahlweise eignet sich auch ein helles Plätzchen im Badezimmer. Hier finden Sie noch mehr Pflanzen fürs Badezimmer: Diese 10 Gewächse mögen es feucht!

Wenn es die Temperaturen zulassen, darf die Bromelie auch nach draußen gesetzt werden. Fällt die Temperatur nachts unter 15 Grad, sollten Sie die Pflanze jedoch wieder hereinholen.

Spezielle Gießtechnik

Da die meisten Bromelien-Arten keine Wurzeln besitzen, nehmen sie das Wasser über ihre trichterförmigen Blätter auf. Verwenden Sie kalkfreies, lauwarmes Gießwasser und sprühen Sie es großflächig auf die Saugschuppen der Blätter. Wiederholen Sie diesen Vorgang am besten täglich – im Winter genügt es, die Pflanze zwei- bis drei mal die Woche einzunebeln.

Viele Pflanzen vertragen kein Leitungswasser! Wieso das so ist und welche einfachen Alternativen es gibt, erfahren Sie hier.

Haben Sie sich für eine terrestrische Bromelien-Art entschieden, also eine Pflanze mit Wurzeln, gestaltet sich das Gießen ein wenig anders: Halten Sie das Substrat – eine Mischung aus Orchideen- und Blumenerde – feucht und geben Sie zusätzlich Wasser in den Rosettentrichter. Im Sommer sollte dieser stets gefüllt sein, im Winter kann das Wasserangebot dann etwas zurückgeschraubt werden.

Während der Wachstumsphase im Sommer kann dem Gießwasser etwas Flüssigdünger beigefügt werden. Gedüngt wird allerdings auf das Substrat und nicht in den Trichter.

Vertrocknete Blüten – was tun?

Die Ausbildung der Blüten ist für das Bromeliengewächs ein ganz schön kräftezehrendes Verfahren. Deswegen ist es vollkommen normal, dass das Gewächs nach der Blütezeit abstirbt. Doch das bedeutet noch lange nicht das Ende für die schöne Zimmerpflanze!

Wenn Sie die Bromelie wie gewohnt weiterpflegen, bildet sich an der Pflanzenbasis ein sogenanntes Kindel. Sobald die Tochterpflanze etwa zehn Zentimeter groß ist, können Sie sie abschneiden, in lockeres Substrat setzen und mit Folie abdecken. Innerhalb von zwei bis drei Jahren wird Ihr Kindel erneut erblühen.

Quellen: mein-schoener-garten.de, ndr.de, gartenjournal.net

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Zu feucht darf es allerdings auch nicht sein, da es sonst zu Schimmelbefall kommen kann.

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