Aktualisiert: 22.05.2021 - 10:44

Tipps zu Anzucht und Pflege Erfolg bei der Zucchini-Ernte: Diese Fehler sollten Sie vermeiden!

Von Franziska Wohlfarth

Damit Sie sich dieses Jahr über eine erfolgreiche Zucchini-Ernte freuen können, sollten Sie ein paar Dinge beachten.

Foto: Getty Images/Westend61

Damit Sie sich dieses Jahr über eine erfolgreiche Zucchini-Ernte freuen können, sollten Sie ein paar Dinge beachten.

Zucchini dürfen in keinem Gemüsebeet fehlen! Sie wachsen schnell, schmecken lecker und sind auch für Gartenanfänger:innen geeignet. Damit Sie sich dieses Jahr über eine erfolgreiche Ernte freuen können, sollten Sie ein paar Dinge beachten.

Ob zu Nudeln, Reis oder in der Pfanne – Zucchini gehen einfach immer! Noch besser schmeckt das beliebte Gemüse, wenn es aus dem eigenen Garten kommt. Wir verraten Ihnen, worauf Sie beim Anbau von Zucchini achten sollten und welche klassischen Fehler es zu vermeiden gilt!

Zucchini selbst anbauen: 8 typische Fehler

1. Zucchini ist nicht gleich Zucchini

Zucchini gibt es in allen möglichen Formen, Farben und Größen. Neben der klassisch grünen Variante gibt es das abwechslungsreiche Gemüse auch noch in gelb, weiß oder orange. Die Sorten "Serafina", "Zuboda" oder "Striato d’Italia"bringen sogar grün-marmorierte oder gestreifte Zucchini hervor. Selbst runde Früchte wie die der Sorten "Tondo chiaro die Nizza" oder "One Ball F1" sind im heimischen Gemüsegarten keine Seltenheit.

Doch genauso vielfältig wie ihr Aussehen ist auch ihre Pflege: Informieren Sie sich vor der Aussaat über die Ansprüche ihrer Zucchini-Sorte und passen Sie Pflanzenabstand, Standort und Licht an die individuellen Bedürfnisse an.

2. Zu frühe Aussaat

Zucchini können ab April im Mini-Gewächshaus vorgezogen werden. Setzen Sie die Samen dafür etwa drei Zentimeter tief in die Erde und stellen Sie den Behälter an einen warmen, hellen Ort. Ab Mitte Mai, sobald keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, können die Pflänzchen dann ins Freie gesetzt werden.

Ab diesem Zeitpunkt kann das Saatgut auch direkt im Freiland ausgesät werden. Frost vertragen die zarten Pflanzen überhaupt nicht, weshalb mit der Aussaat unbedingt bis zu den Eisheiligen gewartet werden sollte.

3. Falscher Standort

Genauso wie ihre nahen Verwandten, die Kürbisse, brauchen Zucchini so einiges an Platz – rechnen Sie pro Pflanze mit etwa 1,5 bis 2 Quadratmetern. Das scheint zu Beginn etwas großzügig, doch Sie werden überrascht sein, wie viel Raum die ausgewachsenen Pflanzen im Gemüsebeet einnehmen.

Zucchini brauchen außerdem viel Licht und Wärme: Am besten eignet sich ein windgeschützer, sonniger bis halbschattiger Standort.

4. Nährstoffmangel

Zucchini-Pflanzen gehören zu den Starkzehrern – das heißt, sie entziehen dem Boden viele Nährstoffe und brauchen regelmäßigen Nachschub, um prächtig gedeihen zu können. Achten Sie deshalb auf nährstoffreichen Boden und eine regelmäßige Düngung. Organischer Dünger in Form von Kompost oder Brennesseljauche eignet sich hierfür am besten. Doch Kompost eignet sich nicht für jede Pflanze: Wir verraten Ihnen, welche Alternativen es gibt.

5. Nicht ausreichend Wasser

Genauso dringend wie Nährstoffe brauchen Zucchini eine ganze Menge an Flüssigkeit – schließlich besteht das gesunde Gemüse zu 90 Prozent aus Wasser. Um Trockenheit zu vermeiden, sollte die Zucchini-Pflanze etwa zweimal die Woche gegossen werden. An heißen Sommertagen auch gerne öfter.

Achten Sie darauf, direkt auf den Boden zu gießen. Nasse Blätter machen die Pflanze anfälliger für eine Infektion mit Mehltau – ein echter Erntekiller.

6. Fehlende Bestäuber

Leidet die Zucchini-Pflanze unter Wasser- und Nährstoffmangel, bilden sich häufig nur männliche Blüten. Eine Befruchtung wird dadurch blockiert, die Ernte bleibt aus.

Trägt Ihre Zucchini-Pflanze auch weibliche Blüten, ist ein erfolgreiches Wachstum der Früchte dennoch nicht garantiert – schließlich müssen diese auch bestäubt werden. Um Insekten in Ihren Garten zu locken, sollten Sie diesen besonders natürlich und bienenfreundlich gestalten. Insbesondere Schottergärten schaden der Natur. Wenn die Bienen aussterben, sterben auch die Menschen: Warum wir das Bienensterben schleunigst aufhalten müssen!

Sollten sich die Bienen dennoch nicht in Ihren Garten verirren, können Sie die weiblichen Blüten auch selbst bestäuben: Nehmen Sie dafür eine vollentwickelte, männliche Blüte und entfernen Sie die Blätter. Streichen Sie mit dem Staubfaden der männlichen Blüte über die Narbe der weiblichen Blüte. Alternativ können Sie den Pollen auch mit einem Kosmetikpinsel oder einem sauberen Finger übertragen.

7. Falscher Erntezeitpunkt

Große Früchte sehen zwar beeindruckend aus – doch wenn man nicht aufpasst, können Zucchini giftig werden! Auslöser ist der Stoff Cucurbitacin, durch den das Gemüse bitter und watteartig wird.

Damit Ihre Zucchini zart und aromatisch schmecken, sollten Sie sie bei einer Größe von 10 bis 15 Zentimetern ernten. Dieser Zeitpunkt ist durchschnittlich sechs bis acht Wochen nach der Pflanzung erreicht.

8. Ungeeignete Aufbewahrung

Nach der Ernte sind Zucchini etwa zwei Wochen genießbar. Von der Aufbewahrung im Kühlschrank sollten Sie übrigens absehen: Fällt die Temperatur unter 10 Grad, werden die Früchte weich und bitter.

Anders verhält es sich, wenn das Gemüse eingefroren wird: In Würfel oder Scheiben zerschnitten, ist sie etwa ein Jahr lang haltbar.

Wenn die Ernte erfolgreich war, kann es ans Verkosten gehen. Zucchini eignen sich für eine Vielzahl an leckeren Gerichten: Wie wäre es beispielsweise mit einem italienischen Zucchini-Auflauf mit Salsiccia und Hack? Oder einer veganen Moussaka mit Linsen? Auch auf einem Halloumi-Burger schmeckt das Gemüse einfach himmlisch!

Noch mehr Gerichte mit Zucchini sowie hilfreiche Ratgeber zu Garten und Balkon finden Sie auf unseren ausführlichen Themenseiten.

Quellen: plantura.garden, 24garten.de, mein-schoener-garten.de, gartengnom.net

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