Aktualisiert: 13.05.2021 - 18:49

Gefürchtete Schädlinge Kohlfliegen bekämpfen: Nie wieder welke Blätter und löchrige Ernte!

Von Franziska Wohlfarth

Verwelkte Blätter und angefressene Ernte sind Anzeichen für einen Kohlfliegenbefall.

Foto: Getty Images/Chokchai Silarug

Verwelkte Blätter und angefressene Ernte sind Anzeichen für einen Kohlfliegenbefall.

Nicht selten fallen Blumenkohl, Rosenkohl, Radieschen und Co. den lästigen Kohlfliegen zum Opfer. Insbesondere im Frühjahr treiben die Schädlinge ihr Unwesen. So schützen Sie Ihr Gemüsebeet.

Sie wollen gerade nach Ihren Schätzen im Gemüsebeet schauen und dann das: Die Blätter des Kohlkopfes hängen schlaff herunter, sind gelb verfärbt und durchlöchert. All das sind Anzeichen dafür, dass sich Kohlfliegen an Ihrem Gemüse zu Schaffen gemacht haben. Das können Sie jetzt tun.

Kohlfliegen: Eine Bedrohung fürs Gemüsebeet

Vom Aussehen erinnert die Kohlfliege an eine graue Stubenfliege. Tatsächlich gehört das Insekt jedoch zu den sogenannten Blumenfliegen. Unterschieden wird zwischen der Kleinen Kohlfliege und der Großen Kohlfliege.

Die Kleine Kohlfliege ist deutlich paarungsfreudiger und tritt jährlich in bis zu vier Generationen auf. Sie treibt vor allem im Frühling und Spätsommer ihr Unwesen. Die Große Kohlfliege beschränkt sich auf nur eine Generation pro Jahr und ist hauptsächlich im Frühsommer aktiv.

Daran erkennen Sie einen Befall

Die gefürchteten Schädlinge legen ihre Eier oftmals am Wurzelhals von jungen Kohlpflanzen ab. Im Mai schlüpften dann die weißen Larven und beginnen sich durch die Wurzeln der Wirtpflanze zu knabbern.

Die Blätter fangen an zu verwelken und die Ernte wird innerhalb kürzester Zeit zerstört. Wie der Name bereits vermuten lässt, sind vor allem Kohlpflanzen von einem Befall betroffen. Die lästigen Schädlinge fressen Blumenkohl, Rosenkohl, Radieschen und machen auch vor Rettich keinen Halt.

So bekämpfen Sie die Schädlinge

Haben Sie einen Kohlfliegenbefall bei sich entdeckt, ist ein Rettungsversuch meist aussichtslos. Sie können eine weitere Verbreitung lediglich eindämmen, indem Sie die betroffenen Gewächse aus der Erde herausnehmen und vernichten. Entsorgen Sie die Pflanzenreste auf keinen Fall auf dem Kompost, da sich die Insekten dort munter weiter ausbreiten und fortpflanzen können.

Wenn nur wenige Larven auf der Pflanze sichtbar sind, lohnt es sich manchmal, diese einzeln abzulesen und das Gewächs wieder in die Erde zu setzen. Untersuchen Sie die Pflanzenteile also genau und schätzen Sie ab, ob sich ein Wiedereinpflanzen lohnt.

Vorbeugende Maßnahmen

Damit es gar nicht erst zu einem Kohlfliegenbefall kommt, können Sie vorbeugende Maßnahmen ergreifen:

  1. Legen Sie direkt nach der Aussaat ein engmaschiges Kunststoffnetz auf die Kohlpflanzen, um eine Eiablage zu vermeiden.
  2. Mit den passenden Mischkulturen schützen sich die Pflanzen gegenseitig: Setzen Sie beispielsweise Tomaten oder Sellerie neben Ihre Kohlgewächse – der intensive Geruch hält die Kohlfliegen fern.
  3. Eine schützende Streu- und Mulchschicht kann wahre Wunder wirken! Verteilen Sie etwas Holzasche oder Farnlaub rund um die Pflanze. Sie können Asche sogar als Dünger verwenden!
  4. Ein Kohlkragen hindert Fliegen an der Eiablage. Nehmen Sie hierfür eine Filzplatte und schneiden Sie Kreise mit einem Durchmesser von 15 bis 20 Zentimeter heraus. Durchtrennen Sie die Scheiben dann vom Rand bis zur Mitte und vergrößern Sie das mittlere Loch mit kleinen, kurzen Einschnitten. Der Kragen legt sich dadurch perfekt um den Wurzelhals der Pflanze.

Natürlich vorbeugen statt Chemie

Kohlfliegen sind der Albtraum vieler Hobbygärtner:innen. Haben die Schädlinge einmal ihre Larven im Gemüsebeet abgelegt, ist keine Kohlpflanze vor den hungrigen Mäulern sicher. Es ist also schwierig einen Kohlfliegenbefall wirksam zu bekämpfen, weshalb besser auf vorbeugende Maßnahmen gesetzt werden sollte.

Hierbei sollte man nicht direkt zu chemischen Pflanzenschutzmitteln greifen, da diese eine Gefahr für die Umwelt darstellen und auch den Nützlingen Schaden zufügen. Besser und wirksamer sind natürliche Maßnahmen, wie das Ausbreiten von Mulch, das Spannen eines Netzes oder das gezielte Setzen von Mischkulturen.

Quellen: myhomebook.de, mein-schoener-garten.de, utopia.de

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