Aktualisiert: 05.05.2021 - 19:16

Sternschnupfen Grüner Schleim im Garten: So werden Sie ihn schnell wieder los!

Von Franziska Wohlfarth

Grüner Schleim ist im Garten nicht gerne gesehen.

Foto: imago-images.de/blickwinkel

Grüner Schleim ist im Garten nicht gerne gesehen.

Nach starken Regenfällen kann es manchmal vorkommen, dass sich auf der Rasenfläche grüner Schleim bildet. Was es damit auf sich hat und wie man ihn effektiv bekämpft.

Nostoc commune gehört zu den ersten Lebewesen, die sich vor 450 Millionen Jahren an das Landleben angepasst haben. Die Grünalge hat eine faszinierende Geschichte – ist dennoch in den meisten Gärten nicht allzu gerne gesehen. Der Glibber sieht ganz schön eklig aus und sorgt bei vielen Hobbygärtner:innen zunächst für Verunsicherung. Wir verraten Ihnen, ob der grüne Schleim auf dem Rasen schädlich ist und wie Sie ihn schnell wieder loswerden.

Nostoc commune: Was steckt hinter dem grünen Schleim?

Im Laufe ihres Lebens hat sich die Alge schon so einige Namen gemacht. Im Volksmund wird sie häufig auch als "Sternschnupfen", "Engelsschnäuze" oder "Hexengespei" bezeichnet – alles keine sonderlich appetitlichen Namen.

Das blaugrüne Bakterium ist meist in handtellergroßen Kolonien auf offenen, mageren Böden zu finden. Bei Nässe formen sich unregelmäßige, faltige Klumpen und ein glibbriges Substrat. Herrscht längere Trockenheit, bildet Nostoc commune einen schwarzen, papierdünnen Bodenbelag.

Eine Gefahr für den Rasen?

Im heimischen Garten findet man die Grünalge insbesondere nach heftigen Regenfällen. Wir können Entwarnung geben: Was Hobbygärtner:innen zunächst erstmal einen Schrecken einjagt, stellt in der Regel keine Bedrohung da. Zum Problem wird der Schleim erst, wenn er beginnt, sich auszubreiten – die undurchlässige Algenschicht erstickt dann den Rasen und die geliebte Grünfläche stirbt ab.

Ursache für das Auftreten der Alge ist meist Staunässe. Wenn ungleichmäßig bewässert wird, kann an manchen Stellen ein oberflächlicher Wasserüberschuss entstehen. Auch Bodenverdichtungen stellen ein Risiko da: Wenn die Erde zu kompakt gedrückt ist, kann eindringendes Wasser kaum abfließen.

Falsches Rasenmähen kann ebenfalls Ursache für die Ansiedlung des Bakteriums sein: Ist die Grasnarbe lückig oder zu kurz gemäht, hat der grüne Schleim leichtes Spiel. Auch Nährstoffmangel, Rasenfilz und Schatten begünstigen seine Ausbreitung.

Den grünen Schleim bekämpfen

Nostoc commune lässt sich nur mit Handarbeit und Spaten aus dem Garten entfernen. Sind die Algen bereits festgetrocknet, lassen sie sich ganz einfach mit einer Gartenharke abtragen. Achten Sie dabei darauf, die Rasenschicht nicht zu verletzen.

Bei starker Staunässe müssen Sie die Organismen selbst austrocken. Entfernen Sie dafür zunächst allen oberflächlichen Schleim und streuen Sie danach gleichmäßig Sand auf die betroffene Stelle. Sobald sich eine feste Kruste gebildet hat, kann der Rest der Alge beseitigt werden. Säen Sie am besten nach, um einem erneuten Befall vorzubeugen.

Nostoc commune lässt sich vergleichsweise leicht entfernen. Etwas hartnäckiger ist dieses gefürchtete Süßgras: Wir zeigen Ihnen, wie Sie Quecke schnell loswerden!

Nostuc commune vorbeugen

Wie vorhin bereits beschrieben, fühlt sich der grüne Schleim auf nährstoffarmen, ungepflegten Rasen am wohlsten. Um einer Ausbreitung vorzubeugen, ist eine regelmäßige Fürsorge für Grünfläche und Boden also unverzichtbar.

Lockern Sie Ihren Boden regelmäßig mit einer Grabgabel und einem Vertikutierer auf. Dadurch kann Regen besser abfließen und Sie geben der glibbrigen Alge keine Chance. Setzen Sie außerdem die Grünfläche keiner zu hohen Druckbelastung aus, da sich der Boden sonst verdichtet. Parken Sie also beispielsweise kein Auto auf der Grasfläche und achten Sie auf gleichmäßiges Rasenmähen.

Insbesondere nach dem Winter muss die Grünfläche wieder aufgepeppelt werden. Diese Maßnahmen sollten Sie ergreifen, damit Ihr Rasen schnell wieder prächtig und sattgrün nachwächst.

Des Weiteren sollten Sie darauf achten, dass Ihre Rasenfläche stets mit ausreichend Nährstoffen versorgt ist. Für ein gesundes Graswachstum und einen ausgewogenen Stoffwechsel sind Mikronährstoffe das A und O. Eine zusätzlich Düngergabe mit rasentauglichem Volldünger kann also wahre Wunder wirken.

Um die Rasenqualität zu verbessern, schwören viele Hobbygärter:innen auf Urgesteinsmehl. Das hat es mit der Wunderwaffe auf sich.

Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie Rasen richtig düngen – ganz ohne Chemie!

Alles rund um Garten und Balkon finden Sie auf unserer ausführlichen Themenseite.

Quellen: myhomebook.de, baldur-garten.de, lernhelfer.de

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