Aktualisiert: 21.04.2021 - 20:37

Hätten Sie das gewusst? Ungewöhnliche Studie belegt: Wer viel putzt, hat ein größeres Gehirn

Hausarbeit sollten Sie zukünftig nicht als Übel ansehen, sondern als intelligenzfördernd. Das sagt eine Studie.

Foto: GettyImages / Cavan Images

Hausarbeit sollten Sie zukünftig nicht als Übel ansehen, sondern als intelligenzfördernd. Das sagt eine Studie.

Abwaschen, saugen, Essen kochen und im Garten werkeln: All diese Dinge haben viel größeren Einfluss auf unser Gehirn als Sie vielleicht denken.

Sie sind schon mittendrin oder schieben ihn noch vor sich her? Mal so richtig auszumisten ist nicht nur sinnvoll, um sich daheim wohl zu fühlen und mal wieder Ordnung zu schaffen, der Frühjahrsputz verschafft uns auch ein größeres Gehirn. Das legt eine aktuelle Studie aus Kanada nahe. Die Details.

Studie belegt: Wer viel putzt, hat ein größeres Gehirn

Putzen gehört vielleicht nicht zu den schönsten Beschäftigungen, die man sich so vorstellen kann, aber es ist notwendig, um seine Wohnung hygienisch zu halten. Aber nicht nur das! Laut einer Studie sorgt die Hausarbeit auch für mehr Graue Zellen.

Noah Koblinsky vom Baycrest’s Rotman Research Institute in Toronto (Kanada) hat mit seinem Forschungsteam für seine Studie 66 ältere Menschen ohne geistige Beeinträchtigung mit einem Durchschnittsalter von 71 Jahre gefunden. Seine Idee war, herauszufinden, welchen Einfluss Hasuarbeit auf unser Gehirn hat. Dazu sagt der Wissenschaftler: "Die Wissenschaft wusste bereits, dass Bewegung einen positiven Effekt auf das Gehirn hat, aber unsere Studie ist die erste, die zeigt, dass dasselbe auch für Hausarbeit gelten könnte."

So wurden die Studienteilnehmer getestet

Im Vorfeld wurden die Studienteilnehmer einer gesundheitlichen und kognitiven (Denken, Erkennen und Wahrnehmen) Einschätzung unterzogen. Sie absolvierten ebenso Gehirnscans, bei denen das Gesamtvolumen Ihres Gehirns, also der grauen und der weißen Masse, bestimmt wurde. Die weiße Masse besteht u.a. aus Leitungsbahnen (Nervenfasern), die graue Masse dagegen vor allem aus Nervenzellkörpern. Hier befindet sich das übergeordnete Koordinationszentrum für alle lebenswichtigen Funktionen des Körpers.

Die kognitive Beurteilung beurteilte die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis, die Verarbeitungsgeschwindigkeit sowie die Ausführungsfunktion. Auf einem Fragebogen, auf dem zwischen Haushaltsaktivität und Freizeitbewegung unterschieden wurde, wurde die körperliche Aktivität der Proband*innen notiert.

Die Ergebnisse der Gehirnmasse-Studie

Das erstaunliche Fazit: Bei den Studienteilnehmer*innen, die überwiegend mit Hausarbeiten, wie dem Kochen, Reinigen oder der Arbeit im Garten beschäftigt waren, hatten ein größeres Gehirn-Volumen vorzuweisen.

Das Spannende: Dieser Effekt hatte nichts damit zu tun, wie viel Sport sie trieben. Koblinsky sagte dazu in einer Pressemitteilung: "Zu verstehen, wie sich verschiedene Formen der körperlichen Aktivität auf die Gesundheit des Gehirns auswirken, ist unheimlich wichtig für Strategien, um das Risiko für altersbedingten Abbau und Demenz zu reduzieren."

Diese Erklärungen gibt es

Und warum verfügen nun Menschen, die viel mit Hausarbeit zu tun haben über mehr Gehirnmasse? Das Forschungsteam hat dafür mehrere Erklärungsansätze.

Bestimmte Erkrankungen des Gehirns sind u.a. auf ein ungesundes Herz zurückzuführen. Und so wie leichte sportliche Ertüchtigung habe eben auch die Hausarbeit einen positiven Effekt auf Herz und Blutgefäße – und damit auch auf das Gehirn.

Der zweite Erklärungsansatz bezieht sich auf die Hausarbeit im Speziellen. Für das Kochen, die Gartenarbeit oder die Organisation des Frühjahrsputzes seien Organisation und Planung notwendig. Dies wiederum bewirke, dass sich neue neurologische Verbindungen im Hirn entwickelten. Und das eben auch in höherem Alter.

Eine dritte Interpretation der Studienergebnisse: Überwiegendes Sitzen wirke sich bekanntermaße negativ auf unser Gedächtnis aus, somit sei körperliche Aktivität bei der Hausarbeit positiv für das Gehirn und vergrößere seine Masse.

Noah Koblinskys Kollegin Dr. Nicole Anderson resümiert: "Die Ergebnisse motivieren vielleicht einige Menschen, aktiver zu bleiben, da das Arbeiten im Haushalt ein natürlicher und erforderlicher Aspekt des alltäglichen Lebens ist und daher leichter zu erreichen scheint."

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Hier geht es zur Studie in englischer Sprache.

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