Aktualisiert: 16.04.2021 - 17:52

5 optimale Tipps zur Pflege Küchenkräuter im Topf: Mit diesen Tricks leben die Pflanzen länger!

Mit der richtigen Pflege haben Sie länger was von Basilikum, Schnittlauch und Co.

Foto: Getty Images / SilviaJansen

Mit der richtigen Pflege haben Sie länger was von Basilikum, Schnittlauch und Co.

Sie sehen so knackig aus, wenn man sie kauft. Doch oft lassen Basilikum und Petersilie im Topf nach einiger Zeit die Blätter hängen, vertrocknen oder verfärben sich. Das steckt dahinter – und das können Sie dagegen tun.

Sie sehen nicht nur dekorativ aus, sondern sind auch ökologisch sinnvoll und praktisch: Küchenkräuter im Topf stehen inzwischen in gefühlt jeder Küche. Ob frisches Basilikum, knackiger Schnittlauch oder duftender Rosmarin: Stets hat man was man braucht zur Hand. Leider sieht die Realität spätestens nach einigen Wochen anders aus, wenn die Pflanzen trotz Gießens vertrocknen oder sogar absterben. Warum das so ist und mit welchen Tricks Küchenkräuter im Topf länger leben, verraten wir im Folgenden.

Küchenkräuter im Topf: Mit diesen Tricks haben Sie mehr davon

Kennen Sie das Problem mit Küchenkräutern im Topf auch? Gerade erst gekauft, scheinen sie in der heimischen Küche schnell zu verkümmern.

Eine ökologisch und finanziell ärgerliche Situation, hat man das Topfpflänzchen doch gekauft, um länger etwas vom frischen Kraut zu haben.

Woher genau kommen Küchenkräuter im Topf?

Küchenkräuter sind weniger robust als die selbst ausgesähten oder gepflanzten Kollegen, denn sie wurden für den zeitnahen Verzehr unter optimalen Bedingungen in Gewächshäusern gezüchtet. Wenn sie dann unter weniger optimalen Bedingungen in Ihrem Zuhause stehen, geht ihnen schnell die Puste aus.

Mit diesen Tricks halten Ihre Küchenkräuter länger

Natürlich können Sie daheim mit einigen einfachen Kniffen dafür sorgen, dass der Basilikum trotzdem lange hält.

Richtig gießen: Diese Regeln gelten

Wichtig ist, die Kräuterpflanze im Topf nicht zu stark zu gießen. Wer aus Sorge, die Pflanze könnte vertrocknen, diese zu üppig mit Wasser versorgt, riskiert Schimmelbildung am Stielansatz. Dieser tötet die Pflanze ab. Wer dagegen zu wenig gießt, lässt sein Küchenkraut vertrocknen.

Dabei gibt es eine einfache Regel für die tägliche Wasserration, die sich am Topfvolumen bemisst: Bei einem handelsüblichen Topf mit einem Liter Inhalt sollten ca. 100 Milliliter Wasser gegeben werden (also 10 Prozent des Topfsvolumens), knackiges Schnittlauch freut sich über bis zu 150 Milliliter.

Auch die Intervalle des Gießens sollten beachtet werden: Basilikum zum Beispiel sollte statt einmal mit 100 ml lieber mehrmals am Tag mit kleineren Mengen Wasser versorgt werden.

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Lebensdauer verlängern durch Umtopfen

Sie haben mehr von Ihrer Pflanze, wenn Sie diese nach dem Kauf neu eintopfen. Die Gründe: mehr Platz, bessere Erde und lockerer Boden.

Teilung: Sorgen Sie dafür, das die viel zu eng gesteckten Sämlinge mehr Platz bekommen, denn die wurden vor Verkauf bewusst so gesetzt, damit die Pflanze üppiger aussieht. Im Nachgang lebt das Kraut im Topf aber nicht so lang, weil die Nährstoffe und der Sauerstoff im Boden ausgehen, wenn die Sämlinge dicht an dicht stehen.

Teilen Sie die Pflanze dazu am besten gleich nach dem Kauf und siedeln Sie sie in verschiedene saubere (Achtung, Bakterien und Keime alter Pflanzen!) Töpfe ein. So lassen sich aus einem einfachen Kräutertopf ungefähr drei bis vier neue Pflänzchen gewinnen. Mehr Nährstoffe, Licht und Platz: Sie werden es Ihnen mit einem größeren Ertrag danken!

Neuer Boden: Die Erde im Topf von handelsüblichen Küchenkräutern ist nährstoffarm – umso wichtiger ist, die Pflanze daheim mit einem nährstoffreichen, am besten einem torffreien Boden zu versorgen. Eine Möglichkeit ist Qualitätsblumenerde. Wenn Sie die Pflanze umtopfen, sollten Sie gleich vorsorgen, dass keine Staunässe entstehen kann. Dafür gibt es einen einfachen Trick. Mischen Sie etwas Sand in die Erde, das verbessert die Wasserdurchlässigkeit und wirkt dem Stocken oder Schimmeln entgegen.

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Der richtige Standort für den Kräutertopf

Natürlich entscheidet auch der Standort über Wohl oder Wehe der Kräuterpflanze im Topf. Basilikum zum Beispiel bevorzugt eine Raumtemperatur von etwa 20 Grad. Pralles Sonnenlicht dagegen mögen die meisten Küchenkräuter nicht, da ihre Spitzen schnell austrocknen oder verbrennen können. Gönnen Sie Ihnen stattdessen einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Auch ein zugiges, kaltes Küchenfenster kann suboptimal sein. Überprüfen Sie es vor der Platzierung des Topfes auf Zugluft.

Zurückschneiden verbessert die Ernte

So wie bei anderen Pflanzen auch, freuen sich auch die Küchenkräuter im Topf über einen Formschnitt. Das Zurückschneiden hält die Pflanze gesund und steigert den Ernteertrag, da sie an den Schnittstellen wieder austreibt. Die Wachstumsphase von Kräutern liegt im Sommer, in dieser Periode sollten Sie sie also regelmäßig zurückschneiden.

Form des Aberntens entscheidet auch über Lebensdauer

Statt wahllos Blätter durch Abreißen zu ernten, ist es für die Pflanze und die folgende Ernte besser, einen ganzen Trieb oder einen Teil davon abzuschneiden. Der Grund: Die Pflanze kann an dieser Stelle wieder neu austreiben. Sonst würde der abgeerntete Stiel einfach leblos stehen bleiben.

Sensibelchen Basilikum

Basilikum ist wohl inzwischen DER Küchenklassiker unter den Topfpflanzen. Und das aus gutem Grund: Er duftet hervorragend und schmeckt ausgezeichnet. Seine antibakteriellen Eigenschaften und die Fülle von Mineralstoffen wie Kalzium, Kalium und Magnesium sowie Vitamin A machen ihn so beliebt.

Das Pflänzchen ist aber empfindlicher als man denkt. Die richtige Pflege ist deshalb noch wichtiger als bei anderen Pflanzen. Der Dank, mit guter Pflege kann handelsüblicher Basilikum im Topf bis zu einem Jahr halten.

Gießen: Steht die Pflanze im Sonnenlicht, kann Wasser auf den Blättern diese verbrennen. Gießen Sie deshalb immer direkt auf die Erde und nicht über die Blätter. Basilikum freut sich auch über ein Tauchbad. Dafür geben Sie den Topf einmal in der Woche ins zimmertemperierte Wasser und lassen dann das überschüssige Wasser abtropfen, da die Erde bei Staunässe schnell schimmelt. Außerdem darf Basilikum nie vollständig austrocknen.

Standort: Basilikum ist ein Kraut aus südlichen Gefilden, somit mag es wärmere Temperaturen (ca. 20 Grad) sowie ausreichend Licht. Ein Fensterplatz ist also Voraussetzung. Noch besser sind aber Balkon oder Terrasse.

Kräuterpflanzen selbst anbauen

Wer keine Lust auf Umtopfen und Co hat, kann seine Kräuterpflanzen auch einfach selbst züchten. Dafür gibt es zwei Optionen: Stecklinge oder Saatgut. Das Saatgut können Sie im Freiland ab April in die Erde bringen. Stecklinge werden im September vermehrt. Im warmen Inneren der Wohnung können sie aber auch schon vorgezogen werden.

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Das hilft gegen Schädlinge und Keime

Sie haben Blattläuse entdeckt oder andere "Störenfriede"? Streuen Sie einfach etwas Kaffeesatz auf die Erde um das Kräuterpflänzchen. Auch in etwas Wasser aufgelöste Kernseife mögen Blattläuse nicht.

Minipunkte auf Basilikumblättern können auch auf Spinnmilben hindeuten. Hierzu muss die Pflanze nach dem "Abduschen" mindestens einmal wöchentlich mit einer Tinktur aus Rapsöl und Wasser (im Verhältnis 1 zu 4) besprüht werden.

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