Aktualisiert: 09.04.2021 - 20:53

Beschädigungen von Material und Umwelt drohen Terrassenplatten reinigen: Diese Hausmittel sind ideal, diese ungeeignet

Auch die Terrasse will frühlingsfit gemacht werden. Das sind die besten Tipps für die Reinigung der Terrassenplatten – und davon sollten Sie lieber die Finger lassen.

Foto: Getty Images / Gheorhge

Auch die Terrasse will frühlingsfit gemacht werden. Das sind die besten Tipps für die Reinigung der Terrassenplatten – und davon sollten Sie lieber die Finger lassen.

Jeder Terrassenboden hat seine Eigenheiten, denn das Material bestimmt, welche Reinigung passt. Ein Überblick!

Der Frühjahrsputz hat auch im Garten begonnen. Jetzt heißt es pflanzen, säen, düngen, schneiden. Leider sind auch weniger angenehme Aufgaben gefragt. Sehen Sie sich mal Ihre Terrassenplatten an: Laub, Moos, Verfärbungen sollten jetzt entfernt werden. Die besten Tipps zur Reinigung Ihrer Terrassenplatten.

Terrassenplatten reinigen: Diese Hausmittel sind ideal

Wie sehen die Terrassenplatten im Frühjahr aus? Ob aus Stein oder Holz, der Winter und extreme Witterungsbedingungen haben ihre Spuren hinterlassen. Wie Sie jetzt sinnvoll und effektiv vorgehen können, zeigen wir Ihnen hier.

Terrassenplatten mit Hausmitteln reinigen

Hausmittel sind nicht nur zu Hause, sondern vor allem im Garten sinnvoll, um die Umwelt nicht noch mehr zu belasten. Diese hier finden Sie in Ihrer Küche und sie sind preistechnisch und ökologisch gesehen die bessere Alternative zu chemischen Reinigern aus dem Handel.

  • Tipp 1: Haben Sie Pflanzen in der Nähe der Terrasse, sollten Sie diese, wenn Sie mit dem Hausmittel in Kontakt kamen abspülen oder vorher entsprechend abdecken und schützen.
  • Tipp 2: Wenn Sie Betonplatten haben, sollten Sie nur wenig Wasser zur Reinigung benutzen, da das Material sehr saugfähig ist. Passen Sie die Menge des Reinigungsmittels entsprechend an.
  • Tipp 3: Achten Sie bei jeder Reinigung immer darauf, die Fugen zwischen den Terrassenplatten nicht auszuspülen, sonst setzen sich Wasser, Schmutz und Wildkräuter dort fest. Wenn die Fugen bereits beschädigt sind, sollten Sie diese schnellstmöglich wieder frisch auffüllen.

Spüli: Leichte Verschmutzungen und Verfärbungen bekommen Sie problemlos mit Bio-Spülmittel weg. Tipp: Nehmen Sie eine Bürste oder einen harten Besen zu Hilfe und spitzen Sie die Lauge mit dem Rasensprenger nach der Behandlung ab.

Geschirrspülmittel: Kennen Sie schon diese genialen Hacks?

Kernseife: Ja, hier ist sie wieder, die gute alte Kernseife, denn sie reinigt auch Terrassenplatten. Darüber hinaus ist das preiswerte Reinigungsmittel sehr ergiebig. Raspeln Sie etwas Kernseife vom Seifenblock und lösen Sie diese in etwas lauwarmem Wasser auf. Reiben Sie die Lauge mit einer Bürste ein und lassen Sie sie für ca. 15 min einwirken. Auch danach genügt das Absprengen mit dem Gartenschlauch.

Gegen Blattläuse, für die Zahnpflege und mehr...: Das alles kann Kernseife im Haushalt!

Waschsoda: Dieses preiswerte Hausmittel ist vor allem für Terrassenplatten aus Holz geeignet. Tragen Sie bei der Anwendung aber unbedingt Handschuhe und einen Augenschutz, um mögliche Reizungen bei Kontakt zu vermeiden. Vorsicht, wenn Sie Natursteine haben, hier kann das Waschsoda zu aggressiv sein. Anwendung: Ein Esslöffel Waschsoda auf einen Liter Wasser genügen. Alles damit einreiben, und nach ca. 60 min Einwirkzeit können Sie das Gemisch mit einem Gartenschlauch absprengen.

Sand: Gerade bei empfindlichen Betonplatten sollten Sie mit Wasser und Reinigungsmitteln vorsichtig sein. Eine tolle Alternative ist da Sand, der grobe Verschmutzungen durch seine abrasive Wirkung einfach entfernt. Fegen Sie diesen dazu einfach über die gesamte Terrasse. Das poliert zusätzlich die Oberfläche.

Backpulver: Terrassenplatten aus Naturstein kommen gut mit diesem guten alten Hausmittel zur Schmutzbekämpfung zurecht. So geht's: Gießen Sie warmes Wasser auf die Steine, streuen Sie etwas Backpulver auf die verschmutzten Flächen und bürsten Sie das Gemisch in die Platten ein. Nach dem Abspritzen mit dem Gartenschlauch sollten die Terrassensteine schön sauber sein.

Genialer Hack mit Backpulver & Öl: So riecht die Matratze wieder wie neu!

Essig: Sauber werden die Platten auch mit Essig. Wer auf das zweite Allrounder-Hausmittel zurückgreifen möchte, sollte aber vorsichtig bei Stein sein, da die Säure kalkhaltige Steinplatten fleckig aussehen lassen kann. Problematisch ist die Reinigung mit Essigsäure auch laut dem Pflanzenschutzgesetz, das diese Prozedur bei der Reinigung von wenig versiegelten oder unversiegelten Flächen untersagt, damit der Essig nicht ungefiltert in das Grundwasser fließt.

Reinigung mit Hochdruckreiniger: NICHT auf diesen Böden

Der Hochdruckreiniger scheint ideal zur Reinigung von Terrassenplatten, sprüht er doch auch groben Schmutz schnell weg. Das Gerät kann man auch preiswert im Baufachhandel ausleihen. Das Problem: Er ist nicht für alle Oberflächen geeignet und kann diese sogar irreversibel beschädigen. Nicht geeignet ist ein Hochdruckreiniger, wenn die Terrassenplatten aus Sandstein, Kalkstein, Waschbeton oder aus Hölzern wie Lärche und Douglasie bestehen. Kein Problem haben Sie dagegen bei Bodenplatten aus Bambus oder Kempas.

  • Überprüfen Sie vor der Anwendung also genau, ob das Material der Terrassenplatten den Hochdruckreinigerstrahl verträgt und befolgen Sie die Herstellerhinweise.
  • Nutzen Sie im Zweifel lieber einen Aufsatz mit rotierenden Bürsten.
  • Achten Sie auch beim Hochdruckreiniger darauf, die Fugen nicht auszuspülen.

Deshalb besser keine chemischen Reinigungsmittel

Es gibt zwar so genannte Grünbelagentferner im Handel, diese schneiden aber laut Experteneinschätzungen des Umweltbundesamtes und "Öko-Test" (2017) schlecht ab, sowohl was die eigene Gesundheit als auch was die Umwelt betrifft. Die Wirkstoffe einiger Grünbelagentferner seien "umweltgefährlich" und "sehr giftig für Wasserorganismen".

Quelle: t-online.de, eigene Recherche, Youtube

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