Aktualisiert: 11.04.2021 - 16:22

Gefahr für Pfirsichbäume Kräuselkrankheit: So bekämpfen Sie den lästigen Pilz!

Von Franziska Wohlfarth

Bleibt die Kräuselkrankheit unbehandelt, kann das zum Tod des Baumes führen.

Foto: Getty Images/oceane2508

Bleibt die Kräuselkrankheit unbehandelt, kann das zum Tod des Baumes führen.

Gelbgrüne bis rötliche Verfärbungen, wellige Ausstülpungen, Verdickungen am Blatt, verkrüppelte Triebe und mickrige Ernte: Die Kräuselkrankheit betrifft vor allem Pfirsich-, Aprikosen- und Mandelbäume. So behandeln Sie den Pilz und beugen ihm vor.

Verursacht wird die Kräuselkrankheit durch einen Pilz namens Taphrina deformans. Im Winter nistet das Pilzgeflecht (Myzel) auf Zweigen und Knospenschuppen von Pfirsich-, Aprikosen- und Mandelbäumen. Im Frühjahr zerfällt es in kleine Zellen und verteilt sich durch Niederschläge auf dem ganzen Gewächs. Die Symptome zeigen sich in Form von deformierten, rötlich verfärbten, gekräuselten, aufgeblasenen Blättern und einem weißen Pilzrasen. Wir verraten Ihnen, wie sie gegen die lästige Krankheit vorgehen und sie in Zukunft sogar verhindern.

Kräuselkrankheit bekämpfen: Dieses Mittel hilft!

Eine Bekämpfung der Kräuselkrankheit muss unbedingt vor dem Knospenaufbruch im Frühjahr erfolgen. Wird der Befall erst nach dem Austrieb erkannt, müssen Sie mit der Behandlung bis zum nächsten Jahr warten. Kontrollieren Sie Ihre Bäume deshalb regelmäßig und entfernen Sie befallene Blätter möglichst frühzeitig.

Das einzig zugelassene Pflanzenschutzmittel für Hobbygärtner:innen ist "Compo Duaxo Universal Pilz-frei". Die Behandlung mit dem Fungizid sollte mindestens dreimal im Abstand von sieben bis zehn Tagen erfolgen. Auch eine vorbeugende Spritzung im Januar ist empfehlenswert – insbesondere nach einem milden Winter.

Vorbeugende Maßnahmen

Bereits die Standortwahl kann darüber entscheiden, ob ihr Obstbaum von der Kräuselkrankheit befallen wird. Pilze mögen es dunkel und feucht, weshalb die Pflanze an einem sonnigen, luftigen Platz im Garten stehen sollte. Lichten Sie die Baumkrone regelmäßig aus, damit die Blätter nach Niederschlag schnell trocknen und sich keine Nässe im Astwerk staut.

Die Zugabe von organischen oder mineralischen Langzeitdünger stärkt die Pflanze zusätzlich und macht sie widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und anderen Schädlingen.

Übrigens: Das sind die 6 klassischen Fehler beim Gärtnern! Wer diese Dinge vermeidet, hat länger etwas von seiner grünen Oase.

Im Winter kann das Überhängen einer Folie gegen den Pilzbefall helfen. Sie kann abgenommen werden, sobald die Außentemperatur 16 Grad Celsius erreicht hat. Lesen Sie hier, Ihren Garten mit ein paar wenigen Handgriffen winterfest machen.

Robuste Pfirsichsorten wählen

Vorbeugend empfiehlt es sich außerdem, auf den Anbau besonders robuster Pfirsichsorten zu setzen. Widerstands- und regenerationsfähig sind folgende Sorten:

  • Revita
  • Benedicte
  • Amsden
  • Alexandra Zainara
  • Roter Weinbergpfirsich
  • Saturn
  • Fidelio
  • Roter Ellerstädter

Hausmittel gegen die Kräuselkrankheit

Auch pflanzliche Hausmittel können die Bäume stärken und Erkrankungen vorbeugen. Sobald die Temperaturen über 10 Grad Celsius steigen, kann eine Spritzung mit Knoblauchextrakt wahre Wunder wirken. Zerquetschen Sie dafür 50 Gramm Knoblauch und übergießen Sie diesen mit einem Liter kochendem Wasser. Schütten Sie die Flüssigkeit nach etwa 30 Minuten durch ein Sieb und lassen Sie sie abkühlen. Die besten Ergebnisse erzielen Sie bei einer unverdünnten Spritzung im Abstand von zwei bis drei Wochen.

Apfelessig schmeckt nicht nur im Salat gut, sondern kommt auch bei der Vorbeugung von Pilzkrankheiten zum Einsatz. Mischen Sie dafür 10-prozentigen Essig oder Apfelessig mit einem Spritzer Spülmittel und geben Sie die Mischung in eine Spritzflasche. Die Essigspritzung sollte von September bis November regelmäßig durchgeführt werden.

Apfelessig können Sie aus Apfelschalen ganz einfach selber machen. Hier erfahren Sie, wie es geht!

Ein Anstrich mit Kalkmilch schützt die Baumrinde vor Frost und Krankheiten. Vermischen Sie zur Herstellung dieser etwas Wasser mit Kalk, sodass eine milchähnliche Konsistenz entsteht und geben Sie dann einen Spritzer Spülmittel hinzu. Tragen Sie die Kalkmilch zu Beginn des Jahres regelmäßig auf.

Urgesteinsmehl soll den Gartenboden verbessern, Pflanzen widerstandsfähig gegenüber Schädlingen machen und das Wachstum fördern. Viele Hobbygärtner:innen schwören auf die gemahlenen Mineralien!

Auch Blattläuse sind eine echte Plage: Sie saugen vor allem die jungen Blätter und Triebe vieler Blumen und Pflanzen aus, die daraufhin eingehen. So werden Sie die Schädlinge los.

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