Aktualisiert: 05.04.2021 - 09:11

Tipps zum Heimwerken Richtig dübeln: DIESE Fehler sind Ihnen bestimmt auch schon unterlaufen!

Bei der Befestigung mit Dübeln kann so einiges schief gehen.

Foto: Getty Images/Roman Milert/EyeEm

Bei der Befestigung mit Dübeln kann so einiges schief gehen.

Dübel sind die unterschätzen Superstars der Wandbefestigung. Denn ohne sie geht gar nichts! Damit das Regal sicher an der Wand hängt, sollten Sie diese klassischen Fehler beim Dübeln vermeiden.

Für die Befestigung von Schränken und Regalbrettern sind die richtigen Dübel und eine sichere Befestigung unabdingbar. Denn unterläuft Ihnen einer dieser typischen Fehler, fällt das stylische Dekoelement schnell herunter und verletzt im schlimmsten Fall noch jemanden. Wir verraten Ihnen, worauf Sie beim Dübeln achten sollten!

Richtig Dübeln: 6 klassische Fehler

1. Eine ungeeignete Dübel-Art wählen

Dübel ist nicht gleich Dübel. Bevor Sie zur Bohrmaschine greifen, sollten Sie sicherstellen, dass der von Ihnen gewählte Dübel auch zu Ihrer Wandbeschaffenheit passt. Anfänger:innen sind von der Auswahl oft überfordert und greifen deshalb zu einem Allzweckdübel. Damit kann man prinzipiell erstmal nichts falsch machen, jedoch tragen diese Universaldübel nur ein bestimmtes Gewicht.

Für eine optimale Befestigung sollte der Dübel deshalb auf Grundlage der Wandbeschaffung und dem aufzuhängenden Gegenstand ausgewählt werden. Zu den klassischen Dübel-Arten gehören:

  • Spreizdübel: Sie dehnen sich aus, sobald eine Schraube hineingedreht wird. Dieser Typ eignet sich vor allem für Mauern aus Stein und Beton.
  • Gipsplattendübel: Diese Dübel bestehen meist aus Metall oder festem Kunststoff. Wie der Name bereits vermuten lässt, eignen sie sich für die Befestigung an Gipskarton, Gipsfaserplatten oder Wandbauplatten. Das Besondere bei diesen Dübeln ist, dass sie einfach in die Oberfläche hineingebohrt werden können.
  • Dämmstoffdübel: Sie werden einfach in die Wand geschraubt und können vor allem leichtere Gegenstände tragen.
  • Federdübel/Kippdübel: Auch Federdübel sind für die Befestigung an Gipskartonplatten geeignet. Insbesondere bei der Aufhängung von Lampen oder anderen leichten Gegenständen, sollte man auf diesen Dübel-Typ setzen.
  • Rahmendübel: Das ist die richtige Wahl bei dicken Befestigungsteilen, wie Türrahmen, Fenstern oder Garderoben.
  • Nageldübel: In diese Dübel wird keine Schraube hineingeschraubt, sondern ein Nagel reingeschlagen. Diese Variante eignet sich insbesondere für leichte Gegenstände, wie Bilderrahmen.
  • Porenbetondübel: Dieser Baustoff ist recht weich und porös, weshalb nicht jeder Dübel hier den nötigen Halt findet. Der Porenbetondübel verankert sich mit seinen großen, scharfkantige Flügeln im Mauerwerk und garantiert eine sichere Verbindung.

Achten Sie außerdem auf qualitativ hochwertige Dübel und verwenden Sie nicht jene, die bei der Lieferung bereits enthalten sind.

2. Den falschen Bohrer verwenden

Genauso wie der Dübel, sollte auch der Bohrer an die Wandbeschaffung angepasst werden. Bei den Bohrern wird zwischen Holz-, Stein- und Metallbohrer unterschieden.

Die Größe des Bohrers macht man an dem Durchmesser des Dübels und der Größe der Schrauben fest. Fangen Sie lieber erstmal mit einem etwas kleinerem Bohrer an und bohren sie später im Zweifelsfall nochmal nach – bei porösen und bröckeligen Wänden können die Löcher nämlich schnell mal etwas größer werden, als gewünscht.

Wenn Sie an Naturstein oder Ziegeln arbeiten, sollten Sie zu einer Schlagbohrmaschine greifen. Für harten Beton brauchen Sie einen Bohrhammer.

3. Schiefes Bohrloch korrigieren

Vor allem in porösen Altbauwänden kann es häufig passieren, dass das Loch zu groß geraten ist oder schief gebohrt wurde. In einem ausgeleierten Loch findet der Dübel keinen Halt – wenn Sie beim Bohren also abgerutscht sind, sollten Sie es nicht versuchen zu korrigieren. Ist das Loch einmal schräg gebohrt, können Sie es nur noch verspachteln und an einer anderen Stelle neu setzen. Oder Sie verwenden speziellen Reparaturmörtel und versuchen Ihr Glück von neuem.

4. Nicht tief genug bohren

Wussten Sie, dass das Bohrloch etwa ein Zentimeter tiefer sein sollte, als Ihr Dübel lang ist? Das liegt daran, dass sich der Dübel beim Eindrehen der Schraube häufig noch etwas weiter streckt. Wenn nicht tief genug gebohrt wurde, kann die Schraube anstoßen und beim Weiterdrehen abbrechen. Generell errechnet man die Bohrlochtiefe indem man die Länge des Dübels + 10 Millimeter nimmt.

Wenn Ihr Dübel aus der Wand heraussteht, sollten Sie lieber noch einmal zur Bohrmaschine greifen, anstatt das überstehende Stück mit einem Cutter-Messer abzuschneiden – dadurch hat der Dübel nämlich weniger Grifffläche in der Wand und bieteT nicht den bestmöglichen Halt.

5. Falsche Schraubenlänge auswählen

Bei der Auswahl der passenden Schraube ist es für Anfänger:innen ersteinmal naheliegend sich an der Länge und Breite des Dübels zu orientieren. Das ist jedoch falsch. Damit die Schraube richtig sitzt und den Dübel nicht sprengt, sollte sie etwas länger als Dübel und anzuschraubendes Werkstück zusammen und zudem etwas dünner sein. Um den richtigen Durchmesser zu ermitteln, können Sie sich an folgenden Werten orientieren:

  • 5 mm Dübel: 2,5 bis 4 mm-Schraube
  • 6 mm Dübel: 4 bis 5 mm-Schraube
  • 8 mm Dübel: 4,5 bis 6 mm-Schraube
  • 10 mm Dübel: 6 bis 8 mm-Schraube
  • 12 mm Dübel: 8 bis 10 mm-Schraube

6. Bohrlöcher nicht säubern

Damit der Dübel in der Wand richtig hält, muss beim Setzen des Bohrloches sauber gearbeitet werden. Achten Sie auf die richtige Größe des Bohrers und halten Sie die Maschine in einem 90-Grad-Winkel zur Wand.

Bevor dann der Dübel in das Loch geschoben werden kann, muss zunächst jeglicher Bohrstaub entfernt werden. Verwenden Sie hierzu einen Ausbläser oder halten Sie einen Staubsauger an das Bohrloch. Auch kräftiges Hineinpusten mit einem Strohhalm, kann allen Staub entfernen.

Den Bohrstaub können Sie auch mit Kaffeefiltern auffangen – und sie können noch viel mehr. Das sind die 14 besten Hacks mit den Papiertütchen.

Haben Sie jetzt Lust bekommen, zur Bohrmaschine zu greifen und Ihren Wänden einen neuen Look zu verpassen? Diese ausgefallenen Wandregale sind ein echter Blickfang!

Noch mehr hilfreiche Haushaltstipps finden Sie auf unserer ausführlichen Themenseite.

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