Aktualisiert: 25.03.2021 - 20:59

Erdnussmus, Zahnpasta, Brauenstift und Co Kratzer in Parkett und Laminat? Diese ungewöhnlichen Hausmittel helfen!

Kann passieren, ist aber ärgerlich. Gegen Kratzer im Parkett sind Hausmittel gewachsen. Wir sagen Ihnen, welche.

Foto: Getty Images / Arkadova

Kann passieren, ist aber ärgerlich. Gegen Kratzer im Parkett sind Hausmittel gewachsen. Wir sagen Ihnen, welche.

Schöne Holzböden sind teuer und schaffen ein gemütliches Ambiente. Umso blöder, wenn ein Kratzer das schöne Gesamtbild stört. Kennen Sie schon diese preiswerten und schnellen Hacks?

Parkettböden sind ein Traum, und in der Regel auch relativ pflegeleicht. Leider sind sie mitunter empfindlich, was Kratzer anbelangt, eine Hundekralle, umhergeschobenes Mobiliar und Co. Wenn es denn doch schon passiert ist, gibt es aber perfekte Hausmittel, um kleinere oder auch tiefere Kratzer auszubessern. Das eine oder andere hatten Sie in diesem Zusammenhang sicher auch nicht auf dem Schirm.

Kratzer im Holzfußboden: Diese ungewöhnlichen Hausmittel helfen

Wenn der schöne Bodenbelag in Mitleidenschaft gezogen wurde, sollten Sie, bevor Sie an einen Austausch denken oder eine Schleifmaschine bestellten, erst mal diese genialen Hacks probieren.

Kratzer vermeiden, so geht's

Hohe Absatzschuhe, fehlende Kratzbäume, ungeschützte Stuhlbeine und spielende Kinder: Idealerweise vermeidet man unschöne Kratzer gleich von vorneherein. Schuhe aus daheim, Spielteppich für die Kleinsten, Filz unter Möbelbeine, Haustiere mit Kratzmöglichkeiten außerhalb des heimischen Holzfußbodens. Das sind Möglichkeiten, vorzubeugen. Wenn es aber schon passiert ist, können Sie mit ein paar "Zaubermitteln" aus Küche und Bad ans Ausbessern gehen.

Wichtig: Achten Sie auf eine schonende Reinigung des Bodens, denn aggressive Reinigungsmittel oder harte Putzutensilien können ebenso für unschöne Kratzer im Bodenbelag sorgen.

Dellen und Kratzer wegbügeln

Es klingt seltsam, hilft aber: Dellen und Kratzer im Parkett lassen sich wegbügeln, vorausgesetzt sie sind nicht zu tief. Und so geht's: Legen Sie ein feuchtes Tuch zwischen Holz und Bügeleisen legen und bügeln Sie die betroffenen Stellen. Durch die Wärme quillt das Holz leicht auf, der Kratzer sollte danach nicht mehr zu sehen sein.

Wichtig: Dieser Trick ist natürlich nichts für lackiertes Holz. Und: Bleiben Sie umsichtig und bügeln Sie lieber zunächst nur kurz darüber. Die behandelte Stelle zwischendurch zu kontrollieren ist ebenso sinnvoll.

Zahnpasta und Öl als Politur

Zahnpasta enthält kleinste Schleifpartikel, die auch für eine Möbelpolitur sinnvoll sind. Und das klappt auch auf Böden.

Anwendung: Vermischen Sie Pflanzenöl und Zahnpasta im Verhältnis 1 zu 2. Reiben Sie den Kratzer ein, lassen Sie die Paste etwas einwirken und wischen Sie alles mit einem feuchten Lappen ab. Polieren Sie mit einem weichen Tuch nach. Feine Kratzer lassen sich damit bestens beseitigen.

Kratzer mit Wachs entfernen

Tiefere Kratzer lassen sich nicht wegpolieren, sondern müssen aufgefüllt werden. Wer kein Reparaturkit aus dem Handel dafür kaufen möchte, kann versuchen, mit Bienen- oder Kerzenwachs zu arbeiten. Diese Wachsmasse sollte aber natürlich dem Holzton entsprechen: Das Wachs kann dafür mit Kaffee oder Tee eingefärbt werden.

Optional geht das Ganze auch mit Wachsmalstiften, abschließend genügt die Politur mit einem weichen Tuch.

Augenbrauenstifte zum "Überschminken"

Apropos übermalen: Bei feineren Kratzern im Parkett lohnt ein Blick ins Badezimmer und Kosmetiktäschchen. Mit einem Augenbrauenstift lassen sich Minikratzer gut ausbessern. Auftragen, einziehen lassen, nachwischen, fertig.

Öl und Zitronensaft

Und wieder Zitronensaft als Hausmittel. Zum Ausbessern von Kratzern, Verfärbungen und Flecken auf dem Holz geht es eine Verbindung mit pflanzlichem Öl, wie Oliven- oder Sonnenblumenöl ein. Diese werden einfach zu gleichen Teilen vermischt und mit einem weichen Tuch in den Kratzer eingerieben. Wer keinen Zitronensaft da hat, kann das ebenso mit Essigessenz machen. Der Hintergrund: Säure aus Zitrone oder Essig lassen das Holz minimal aufquellen, so dass der Kratzer verschwindet. Das Öl versiegelt das Ganze dann wieder.

Schwarzer Tee oder Kaffee bei feinen Kratzern

Schwarzer Tee ist ein ebenso probates Mittel gegen feinere Kratzer. Brühen Sie dafür schwarzen Tee auf. Er sollte so lange ziehen, bis die Farbe des Holzes erreicht ist. Anschließend tragen Sie ihn auf der Schramme auf und reiben den Tee ein, bis der Kratzer unsichtbar wird.

Alternativ können Sie die Behandlung mit schwarzem Kaffee oder Kaffeesatz durchführen, der ist ideal bei dunklerem Holz. Verfahren Sie wie oben oder geben Sie die Tinktur auf ein Wattestäbchen und reiben Sie damit über den Kratzer.

Geheimtipp gegen tiefere Kratzer: Walnüsse oder Erdnussmus

Wir waren von diesem Trick hin und weg. Sie haben tiefere Kratzer in nicht lackiertem Holz? Dann schnappen Sie sich einen Walnusskern und reiben Sie damit über die schadhafte Stelle.

Alternativ empfiehlt sich bei helleren Holzsorten Erdnussbutter oder noch besser zuckerfreies Erdnussmus. Anwendung: Schmieren Sie den Kratzer großzügig ein, und reiben Sie nach einer Einwirkzeit von 24 Stunden die Paste ab. Noch etwas nachpolieren, und der Kratzer sollte verschwunden sein.

Vor der Reparatur oder Ausbesserung der Kratzer muss der Holzboden natürlich gereinigt werden.

Parkett reinigen: So putzen Sie den Holzboden schonend und effektiv Und das ist beim Laminat reinigen zu beachten.

Hätten Sie das gewusst? Bodenwischen: Dieser Fehler ist häufig und kann Folgen für Sauberkeit und Gesundheit haben. Besser geht es dagegen so: Bodenwischen ohne Chemie: Die besten Tipps & Hausmittel.

Sie freuen sich auf noch mehr Haushaltstipps? Dann empfehlen wir unsere umfangreiche Themenseite.

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