Aktualisiert: 04.04.2021 - 18:02

Echte Wunderwaffe So verbessert Urgesteinsmehl Ihren Gartenboden!

Von

Gesteinsmehl ist der ideale Bodenverbesserer!

Foto: imago-images.de/blickwinkel

Gesteinsmehl ist der ideale Bodenverbesserer!

Viele Hobbygärtner*innen schwören auf Urgesteinsmehl! Die gemahlenen Mineralien sollen den Boden verbessern, Pflanzen widerstandsfähig gegenüber Schädlingen machen und das Wachstum fördern. Das hat es mit dem Dünger auf sich, der eigentlich gar kein Dünger ist.

Kennen Sie schon Urgesteinsmehl? Die fein gemahlenen Steine erobern nun schon seit einiger Zeit die Bauhäuser und Gartencenter. Es enthält wertvolle Mineralien und Spurenelemente, die den Gartenboden und die Gesundheit der Pflanzen nachhaltig verbessern. Das steckt hinter dem Bodenverbesserer und so setzen Sie ihn richtig ein.

Urgesteinsmehl: Was steckt dahinter?

Urgesteinsmehl ist genau das, was der Name bereits vermuten lässt: Ganz fein gemahlenes Gestein. Das Mehl wird meist aus Vulkangestein, also Lava, Quarz, Basalt, Zeolith, Granit oder Diabas gewonnen.

Da Gesteinsmehl keine wichtigen Hauptnährstoffe enthält, handelt es sich hierbei genau genommen nicht um einen Dünger, sondern einen Bodenverbesserer. Dennoch enthalten die Steine von Natur aus viele wichtige Mineralien, wie Magnesium, Zink, Mangan, Eisen, Kalium, Calcium und Kieselsäure, welche die Bodenqualität und Gesundheit der Pflanzen verbessern.

Je nach Hauptbestandteil unterscheiden sich die Gesteinsmehle in ihrer Zusammensetzung, ihrem pH-Wert und ihren Anwendungsgebieten. Für schwere Lehm- und Tonböden mit einem hohen Calciumgehalt eignet sich beispielsweise ein saures Gesteinsmehl aus Basalt oder Granit. Für saure Sandböden ist die Zugabe von alkalischem Diabasmehl empfohlen. In ihrer Zusammensetzung sind sich die beiden Urgesteinsmehle ansonsten recht ähnlich, wobei Basaltmehle häufig etwas dunkler sind als Diabasmehle.

Echter Alleskönner

Mit seinem hohen Anteil an Eisen, Mangan, Bor, Zink und anderen Spurenelementen fördert Gesteinsmehl das Wachstum und die Gesundheit von Pflanzen. Die enthaltene Kieselsäure macht sie außerdem widerstandsfähiger gegenüber Schädlingen und Pflanzenkrankheiten.

Auch bei der Herstellung von Pflanzenjauche kommt das Wundermehl zum Einsatz, da es Gerüche bindet und neutralisiert. Streuen Sie also ruhig etwas Gesteinsmehl in Ihren Kompost – das mildert nicht nur unangenehmen Gestank ab, sondern beschleunigt auch den Verrottungsprozess. Auch Würmer sollten auf keinem gesunden Komposthaufen fehlen: Die Allesfresser kriechen durch organische Abfälle, lockern dabei den Boden und produzieren feinsten Humus. Wir verraten Ihnen, welche Würmer besonders fleißig sind, wie Sie sie ansiedeln und selbst vermehren.

Aufgrund ihrer Quellfähigkeit verbessern Gesteinsmehle außerdem die Wasserhaltefähigkeit im Wurzelbereich – wichtige Nährstoffe werden also nicht so leicht herausgeschwemmt. Insbesondere mit Zeolithmehl kann so Dünger eingespart werden. Beachten Sie bei der Verwendung jedoch den hohen alkalischen Grad dieses Gesteinsmehls.

Bei der richtigen Verwendung von Gesteinsmehl im Anbau von Obstgehölzen und Gemüse, können Sie langfristig mit höheren und prächtigeren Ernteerträgen rechnen. Nach drei Jahren ohne eine weitere Zugabe des Bodenverbesserers, lässt der positive Effekt wieder nach.

Vielseitig einsetzbar

Für optimale Bodenqualität sollten etwa 100 bis 500 Gramm Gesteinsmehl je Quadratmeter auf die Beete gestreut und in den Gartenboden eingearbeitet werden. Die genaue Menge ist von dem pH-Wert, der Bodenart und der Bepflanzung abhängig. Starkzehrende Tomatenpflanzen brauchen beispielsweise eine ganze Menge an mineralischen Nährstoffen. Das sollten Sie außerdem beachten, wenn Sie Tomaten selber anpflanzen wollen.

Bei empfindlichen Rhododendronsträuchern empfiehlt es sich hingegen, etwas sparsamer mit dem Gesteinsmehl umzugehen. Wählen Sie für das Vorhaben am besten einen windstillen Tag im Herbst oder im Frühjahr direkt nach der Schneeschmelze. Der Boden sollte feucht sein, damit das Mehl nicht direkt wegweht.

Das Gesteinsmehl kann alternativ auch direkt zusammen mit dem Gießwasser in den Wurzelbereich der Pflanzen gegossen oder in Pflanzenjauche eingerührt werden.

Auch der Rasen kann von einer Schicht Gesteinsmehl profitieren. Insbesondere nach den kalten Wintermonaten, muss die Grünfläche wieder ordentlich aufgepäppelt werden. Diese Maßnahmen sollten Sie nach dem Winter ergreifen, damit Ihr Rasen schnell wieder prächtig und sattgrün nachwächst.

Wussten Sie, dass man Asche als Dünger verwenden kann? Wir verraten Ihnen, was es dabei zu beachten gilt.

Noch mehr Wissenswertes rund um Garten und Balkon finden Sie auf unserer ausführlichen Themenseite.

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU
Beschreibung anzeigen
Eine Webseite der FUNKE Mediengruppe