Aktualisiert: 02.03.2021 - 20:31

Ficus Benjamina Birkenfeige: So pflegen Sie die beliebte Zimmerpflanze richtig!

Der empfindliche Ficus ist bekannt für seinen hohen Pflegebedarf.

Foto: Getty Images/Iryna Imago

Der empfindliche Ficus ist bekannt für seinen hohen Pflegebedarf.

Die Birkenfeige ist eine dekorative Zimmerpflanze, die sich schon seit Jahren großer Beliebtheit erfreut. Die sattgrünen Blätter sind nicht nur schön anzusehen, sondern filtern auch Schadstoffe aus der Luft und sorgen so für ein angenehmes Raumklima. Damit Ihr Ficus Ihnen noch lange erhalten bleibt, sollten Sie folgende Dinge bei der Pflege beachten.

Die in den subtropischen und tropischen Regionen Ostasiens, Ozeaniens und Australiens verbreitete Birkenfeige wird oftmals als sehr pflegebedürftig und empfindlich abgestempelt. Denn wenn ihr die Standortbedingungen, das Substrat oder die Wassergabe nicht gefällt, äußert sie ihr Missgefallen durch das Verlieren ihrer Blätter. Doch hat man erstmal den Bogen raus, ist das Gewächs äußerst dankbar. Das gilt es bei der Pflege Ihrer Birkenfeige zu beachten.

Ficus Benjamina: Tipps und Tricks rund um die Pflanzenpflege

Die Birkenfeige (Ficus benjamina) ist eine von hunderten Ficus-Arten. Neben ihr wird auch der Gummibaum (Ficus elastica) oder der Geigenkastenbaum (Ficus lyrata) als Zimmerpflanze kultiviert. Wenn man in unseren Breitengraden jedoch vom "Ficus" spricht, wissen Pflanzenliebhaber*innen direkt, dass von der Birkenfeige die Rede ist.

Doch auch Ficus ist nicht gleich Ficus: Neben den klassischen sattgrünen, glänzenden Blättern, ist das Gewächs auch noch in zartem Grün oder mit panaschiertem Laub erhältlich. Der botanische Artenname "benjamina" kommt von dem biblischen Namen "Benjamin" – Jakobs jüngster Sohn. Denn mit gut zehn Metern Wuchshöhe und acht Metern Breite ist die Birkenfeige einer der etwas kleineren Vertreter der Ficus-Bäume.

An welchem Standort fühlt sich die Birkenfeige am wohlsten?

Da der Ficus tropische und subtropische Wurzeln hat, sollte der Standort den dort herrschenden Klimabedingungen ähnlich sein. Optimal ist ein Platz, an dem das ganze Jahr über eine Temperatur zwischen 18 und 25 °C und eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Das Bäumchen sollte stets ausreichend Licht haben, jedoch auf keinen Fall in der prallen Sonne stehen, da es sonst zu Blattverbrennungen kommt. Vor allem Exemplare mit hellgrünen Blättern sind dafür besonders anfällig.

In den warmen Monaten zwischen Mai und

September kann der Ficus auch langsam an einen halbschattigen Platz im Garten oder auf dem Balkon gewöhnt werden. Erschrecken Sie sich nicht, wenn Ihre Birkenfeige nach dem Umzug ins Freie zunächst Blätter verliert: Nach ein paar Wochen hat sich die Zimmerpflanze an den neuen Standort gewöhnt. Achten Sie jedoch darauf, dass der Topf vor Regen geschützt ist, damit er nicht ertrinkt.

Birkenfeige richtig gießen und düngen

Obwohl der Ficus eine tropische Pflanze ist, sollte die Erde nicht durchwegs feucht sein. Lassen Sie das Substrat zwischen der Wassergabe stets vollständig austrocknen. Wenn Sie sich unsicher sind, kann die Fingerprobe Ihnen beim Ermitteln des Gießrhythmuses helfen: Stecken Sie Ihren Finger etwa zwei Zentimeter in die Erde hinein und prüfen Sie, ob noch Restfeuchtigkeit vorhanden ist. Wenn das Substrat komplett ausgetrocknet ist, sollten Sie Wasser geben.

Hierbei können Sie den Ficus entweder von oben gießen oder die sogenannte "Tauchmethode" anwenden. Stellen Sie die Zimmerpflanze hierfür in ein mit Wasser gefüllten Eimer und tauchen Sie die Pflanze so lange, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Schütten Sie bei beiden Varianten das Überschusswasser aus dem Untersetzer, damit keine Staunässe entsteht und der Wurzelballen anfängt zu faulen.

Wenn Sie Leitungswasser zum Gießen verwenden, kann das der Grund für Ihr Pflanzensterben sein. So gießen Sie Pflanzen richtig!

Wischen Sie die Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch ab, damit Staubablagerungen die Pflanze nicht ersticken und in ihrer Entwicklung hindern. Von März bis Oktober ist außerdem eine wöchentliche Zugabe von Grünpflanzen-Dünger empfehlenswert. In den Wintermonaten reicht es, wenn Sie einmal im Monat Dünger geben.

Das können Sie tun, wenn der Ficus zu groß wird

Wenn Sie Ihre Birkenfeige lieber kompakt halten wollen, können Sie sie in den späten Wintermonaten, kurz vor der Wachstumsperiode, auf die gewünschte Größe zurückschneiden. Doch Vorsicht: Der austretende Milchsaft ist ganz schön klebrig und kann sowohl Fußboden als auch Klamotten ruinieren. Nehmen Sie die Schnittarbeiten deshalb am besten im Freien vor und duschen Sie die Pflanze danach gründlich ab. Allergiker*innen sollten zusätzlich aufpassen, da die Flüssigkeit Latex enthält und allergische Reaktionen auslösen kann.

Damit der Ficus ausreichend Platz im Topf hat, ist es wichtig, ihn etwa alle zwei bis vier Jahre umzusetzen. Das Gefäß sollte hierbei etwa sechs Zentimeter größer sein als das Alte. Achten Sie beim Umtopfen außerdem auf geeignetes Substrat: Verwenden Sie entweder spezielle Ficus-Erde oder angereicherte Zimmerpflanzenerde mit beispielsweise Bausand, unkrautfreier Gartenerde, Lavasplitt und Tongranulat. Pflanzen umtopfen: Alles wichtige auf einen Blick

Ficus vermehren: So geht's!

Haben Sie einmal einen Ficus, können Sie das Gewächs ganz einfach selber vermehren. Schneiden Sie hierfür junge Triebe mit einer Länge von etwa 10 bis 15 Zentimetern ab und entfernen Sie die unteren Blätter. Setzen Sie die Stecklinge dann in Anzuchterde und halten Sie diese stets feucht. Eine übergestülpte Plastiktüte kann dabei helfen, die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten. Sobald sich frische Blätter gebildet haben, können Sie die Abdeckung enfernen. Setzten Sie die Ableger in größere Töpfe, sobald das Gefäß vollkommen durchwurzelt ist.

Achtung: Die Birkenfeige ist giftig!

Wenn Babys, Kleinkinder oder Tiere zum Haushalt dazugehören, sollte der Ficus außer Reichweite platziert werden. Der Verzehr kann bei Kindern zu Beschwerden wie Übelkeit, Magenkrämpfen, Erbrechen, Schwindel oder Durchfall führen. Übrigens: Diese 8 giftigen Zimmerpflanzen sind für Babys und Kinder gefährlich.

Für Tiere ist das Gewächs um einiges gefährlicher: Bereits die Aufnahme kleinster Blattmengen kann zu schwerwiegenden Vergiftungserscheinungen und Atemlähmung führen.

Obwohl Pflanzen mit uns nicht direkt kommunizieren können, so zeigen sie uns doch, wenn es ihnen an etwas fehlt. Während der Ficus seine Blätter verliert, fehlen bei der Monstera die Schlitze. Diese fünf typischen Fehler sollten Sie beim Fensterblatt vermeiden.

Quelle: t-online.de

Auch der Chinesische Geldbaum erfreut sich immer größerer Beliebtheit: Alles Wissenwerte rund um den Glücksbringer.

Wenn Ihnen der Ficus zu anspruchsvoll ist, dann sollten Sie auf diese pflegeleichten Zimmerpflanzen zurückgreifen:

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