Aktualisiert: 26.02.2021 - 18:46

Zum Frühlingsanfang Gartenarbeit im Februar: Diese Bäume und Sträucher sollten Sie jetzt noch zurückschneiden

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Ein frostfreier Tag im Februar ist ideal geeignet, um sommerblühende Bäume und Sträucher zurückzuschneiden.

Foto: GettyImages/hobo_018

Ein frostfreier Tag im Februar ist ideal geeignet, um sommerblühende Bäume und Sträucher zurückzuschneiden.

Bäume und Sträucher müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, damit Sie sich möglichst lange an ihren Blüten und Früchten erfreuen können. Diese Sommerblüher sollten schon im Februar zurückgeschnitten werden. Nutzen Sie also die letzten Februarstunden noch einmal!

Der Spätwinter ist besonders gut zum Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern geeignet, da sich die Pflanzen zu diesem Zeitpunkt noch in der Winterruhe befinden, sich aber gleichzeitig schon auf die bevorstehende Wachstumsphase vorbereiten. In diesem Zeitraum verkraften die Gehölzer den Formschnitt besonders gut, da die Wundheilung schnell einsetzt. Außerdem ist der Frost jetzt endlich weg. Wir verraten Ihnen, welche Bäume und Sträucher Sie im Februar zurückschneiden sollten und wie Sie dabei am besten vorgehen.

Bäume und Sträucher: Diese Sorten brauchen im Februar einen Rückschnitt

Der Spätwinter hat sich als Zeitpunkt zum Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern bewährt, da es die Schnittplanung erleichtert, wenn keine Blätter das Gerüst der Zweige verdecken. Außerdem gibt das Bundesnaturschutzgesetz vor, dass zum Schutz der Vögel zwischen dem 1. März und 30. September Gehölze und Hecken nicht beschnitten werden dürfen. Also: Ran an die Gartenschere und das letzte Februarwochenende nutzen!

Während man Frühjahrsblüher wie Forsythien, Mandelbäumchen und Brautspieren erst nach der Blüte schneidet, stutzt man folgende Sommerblüher am besten bereits im Februar:

1. Obstbäume

Obstbäume können in der Regel zwischen Januar und Februar geschnitten werden. Eine Ausnahme bilden Pfirsich und Süßkirsche: Sie bekommen im Sommer direkt nach der Ernte einen neuen Astschnitt verpasst.

Apfelbäume sollten die Form einer Pyramide haben: Unten breit und nach oben hin immer schmaler werdend. Birnenbäume wachsen in der Regel eher säulenförmig. Lichten Sie die Baumkrone aus, damit ausreichend Raum für Luft uns Sonne geschaffen und die Fruchtbildung gefördert wird.

Schneiden Sie nach innen wachsende, sich überkreuzende, steil nach oben wachsende, alte, tote und angeknabberte Äste ab. Gekürzt wird immer etwa fünf Millimeter über einer nach außen weisenden Knospe. Wer den Ast komplett entfernen möchte, sollte die Schere ganz eng am Stamm beziehungsweise an der Verzweigung ansetzen.

2. Kugelbäume

Kugelbäume wachsen in der Regel nicht sehr stark in die Höhe, dafür können Sie sich im Alter ganz schön breit machen. Damit die Bäume ihre namensgebende Form behalten und keine flache "Pfannkuchenkrone" ausbilden, muss das Gehölz regelmäßig zurückgeschnitten werden.

Schneiden Sie im Spätwinter alle Hauptäste auf etwa 15 bis 20 Zentimeter lange Stümpfe zurück. Achten Sie darauf, die Schere etwas über der Austriebsstelle des neuen Asten, dem schlafenden Auge, anzusetzen. Entfernen Sie altes Holz und lichten Sie die Krone etwas aus.

Der Kugelahorn muss in der Regel nicht so häufig und ausgiebig zurückgeschnitten werden, wie andere Baumarten. Wenn Ihnen die typisch runde Krone jedoch zu groß wird, können Sie den Wuchs wieder etwas in Form zu bringen – ein radikaler Rückschnitt ist jedoch nur bei Pilzbefall zu empfehlen. Achten Sie auch darauf, keine Äste zu kappen, die mehr als Daumendick sind. Die Schnittwunden bluten sehr stark und sehen unschön aus.

3. Kopfweiden

Kopfweiden bezeichnet eine besonders kompakte Schnittform von Bäumen, wie der Silberweide, Korbweide oder Purpurweide.

Um die typisch kugelige Form beizubehalten, können Sie ruhig etwas beherzter mit der Schere umgehen. Schneiden Sie die Bäume jedes Jahr bis auf den Aststummel zurück.

Wussten Sie, dass Sie Kopfweiden auch ganz einfach selber anpflanzen können? Entfernen Sie hierfür einen geraden, verholzten Ast und stellen Sie ihn in ein mit Wasser gefülltes Glas. Wenn Sie alle paar Tage das Wasser auswechseln und etwas Geduld haben, fangen schon bald an kleine Wurzeln zu wachsen. Wenn diese lang genug sind, können Sie den Weidensteckling herausnehmen und in einen geeigneten Boden einpflanzen.

4. Sommerblühende Sträucher

Sommerblüher, wie der Sommerflieder, die Bartblume, die Rispen-Hortensie oder Blauraute, sollten so früh wie möglich zurückgeschnitten werden. Je früher Sie schneiden, desto schneller entwickeln sich neue Knospen und Blütentriebe.

Schneiden Sie die Triebe aus dem Vorjahr großzügig zurück, sodass von jedem nur ein kurzer Stummel mit maximal zwei Knospen übrig bleibt. Wenn der Strauch zu dicht wächst, können Sie alte und schwache Äste komplett entfernen.

Immergrüne Sträucher und diese, die ausschließlich an den Endknospen der Zweige weiterwachsen, kommen auch ohne einen Schnitt gut aus. Dazu gehören beispielsweise der Zierahorn, der Maiglöckchenstrauch, der Spindelstrauch, die Glockenhasel oder die Magnolie.

Das richtige Werkzeug

Gutes, scharfes und sauberes Werkzeug ist für den Rückschnitt und ein gesundes Wachstum unabdingbar! Welche Schere ist für welchen Schnitt geeignet?

  • Gartenschere: Zweige bis 1,5 Zentimeter Dicke
  • Astschere mit Teleskopverlängerung: Schneidet Äste in bis zu drei Metern Höhe – ganz ohne Leiter
  • Klapp-/ Stich und/oder Bügelsäge: Dickere Äste und Stämme

Reinigen Sie Ihr Werkzeug nach der Benutzung und schützen Sie die Schneiden mit etwas Öl gegen Flugrost. So bleibt es möglichst lange scharf und funktionsfähig.

Was tun mit dem Schnittgut?

Abgeschnittene Äste und Zweige können zum Recyclinghof gebracht werden oder wahlweise auch selbst mit einem Gartenhäcksler zerkleinert werden. Die Spähne landen dann auf dem Kompost, werden zu Mulch oder können als Wegbelag dienen.

Einzelne Äste können als Rankhilfe für andere Gartenpflanzen verwendet werden. Der Abfall größerer Schnittarbeiten kann von einem Gartenbaubetrieb übernommen werden.

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Abfall ist nicht gleich Abfall. Wussten Sie zum Beispiel, dass Asche als Dünger verwendet werden kann? Die Reste aus Kaminen und Öfen werden oft gedankenlos weggeschmissen.

Bäume und Sträucher gehören zu einem idyllischen Garten einfach dazu. Doch wer möchte schon jahrelang warten, bis die Gewächse zu ihrer vollen Größe und Pracht herangewachsen sind? Wenn Sie ungeduldig sind, sollten Sie auf diese schnellwachsenden Gehölzer setzen.

Nach der Gartenarbeit kann es schnell passieren, dass man klebrige Flecken an seiner Kleidung entdeckt. So werden Sie die hartnäckigen Baumharzflecken schnell wieder los.

Neben dem Zurückschneiden von Sträuchern und Bäumen, gibt es im Spätwinter noch einige andere Dinge zu tun: Das sind die Gartenarbeiten im Februar.

Noch mehr zu den Themen Frühling sowie alles rund um Garten und Balkon finden Sie auf unseren ausführlichen Themenseiten.

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