Aktualisiert: 22.02.2021 - 16:36

Nach englischem Vorbild Mixed Borders: So wirken die blühenden Rabatten besonders harmonisch

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Der "Wisley Garden"  in der Nähe von London ist bekannt für seine blühenden, gemischten Staudenbeete.

Foto: imago-images.de/Panthermedia

Der "Wisley Garden" in der Nähe von London ist bekannt für seine blühenden, gemischten Staudenbeete.

Langweiliger Rasen war gestern – "Mixed Borders" bringen richtig Pepp in den Garten! In den kunstvoll gestalteten Beeten blühen farblich abgestimmte Gehölzer, Stauden, Sommer- und Zwiebelblumen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die englischen Rabatten ganz einfach selber anpflanzen.

Englische Gärten sind nicht nur bekannt für ihren perfekt getrimmten Rasen und ihre prächtigen Rosen, sondern auch für ihre weitreichenden, blühenden Staudenbeete. Diese sogenannten "Mixed Borders" sind gemischte Rabatten, also längliche Blumenbeete, in denen farblich abgestimmte Gehölzer, Stauden, Sommer- und Zwiebelblumen blühen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich das englische Meisterwerk in den eigenen Garten holen.

Mixed Borders: So wirken die Rabatten besonders harmonisch

Die Idee der Mixed Borders geht auf die englische Gartengestalterin Getrude Jekyl zurück, welche 1899 erstmals den Grundgedanken der gemischten Staudenbeete in ihrem Buch "Wald und Garten" ausformuliert hat. Als gelernte Künstlerin betrachtete sie den Garten als Leinwand und die monotone Grünfläche wurde schnell zur Kunst erhoben.

Ein Beispiel für die kunstvoll gestalteten Staudenbeete kann man in der Nähe von London bewundern: Im Wisley Garden stehen 130 Meter lange und sechs Meter breite Mixed Borders, welche kunstvoll arrangiert sind und in prächtiger Farbenpracht erblühen.

Doch auch in kleineren Dimensionen sind die bunten Beete ein echter Hingucker. Denn vielmehr kommt es auf die Tiefe der Rabatten an: Der Pflanzgrund sollte etwa zwei Meter unterhalb des restlichen Gartenbodens liegen. Für ein harmonisch abgestimmtes Gesamtbild werden die Blumen, Stauden und Gehölze dann in unterschiedlicher Höhe gestaffelt angepflanzt.

Gehölze bilden hierbei das Grundgerüst, blühende Stauden bringen Farbe ins Beet und offene Stellen können mit einjährigen Sommerblumen abgedeckt werden.

Welche Pflanzen sind geeignet?

Ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl der passenden Bepflanzung, ist die Blühzeit: Setzen Sie auf Früh- und Spätblüher, damit Sie sich während der Gartensaison möglichst lange an den Beeten erfreuen können. Geeignet sind beispielsweise der aufrecht wachsende Zierlauch Allium, der gelb blühende Ziermohn, spätblühende Astern oder niedrig wachsende Schneeglöckchen.

Informieren Sie sich außerdem über den Wuchs und die Beschaffenheit der gewünschten Stauden: Eine Pflanze sollte die andere nicht versehentlich verdecken. Setzen Sie deshalb die hochsprießenden Gewächse in den hinteren Teil des Beetes und die niedrig Wachsenden weiter nach vorne.

Die Blumen, Stauden und Gehölze sollten zudem anhand ihrer Bedürfnisse abgestimmt sein. Behalten Sie bei der Planung Ihrer Rabatte also die Lichtverhältnisse und die Bodenqualität im Hinterkopf.

Gartengestaltung anhand des Farbkreises

Getrude Jekyl hat bei der Gestaltung der ersten Mixed Borders ihr Wissen über die Farbenlehre auf den Garten übertragen. Ein klassisches Merkmal der Staudenbeete ist deshalb auch die farbliche Abgestimmtheit der Bepflanzung. Wählen Sie Pflanzen, die keinen zu großen farblichen Kontrast bilden und im Farbkreis benachbart nebeneinander liegen. Blau-, Violett-, und Lilatöne harmonieren beispielsweise ideal mit Gelb,- Orange,- und Goldtönen.

Die Gestaltung der Mixed Borders ist ein Prozess, der über die Jahre hinweg immer weiter perfektioniert wird. Es können mit jeder Saison stets neue neue Farben hinzugefügt und Elemente ausgetauscht werden. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Die richtige Pflege für eine langanhaltende Blütenpracht

Insbesondere während der Wachstumszeit sollten die schnellwachsenden Stauden regelmäßig und ausreichend gedüngt werden. Wussten Sie, dass man sogar Asche als Dünger verwenden kann?

Während der obere Teil der meisten Stauden im Winter abstirbt, erneuern sich die Wurzeln jedes Jahr unterirdisch. Sobald Ihre Pflanzen im Herbst verblüht sind, können Sie die Halme bis kurz über dem Boden abschneiden. Dadurch wird Platz für die Neuaustriebe im Frühjahr geschaffen und Pilzkrankheiten vorgebeugt.

Entfernen Sie außerdem das Unkraut und streuen Sie eine dünne Schicht Kompost aus. Doch Vorsicht: Diese Pflanzen sollten Sie nicht mit Kompost düngen!

Um die bodendeckenden Stauden im Winter vor dem Erfrieren zu schützen, können Sie die Beete mit Laub bedecken. Herbstblätter sind nicht nur ein idealer Kälteschutz sondern können auch als Biomasse und Unterschlupf für Tiere gebraucht werden. Wir verraten Ihnen, wie Sie das heruntergefallene Laub weiterverwenden können.

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