Aktualisiert: 09.02.2021 - 20:58

Kein langes Warten Schnell wachsende Bäume und Sträucher: 10 Gewächse für jeden Garten

Von Franziska Wohlfarth

Natürlich können Sie auch einfach einen bereits hoch gewachsenen Containerbaum kaufen. Viel preiswerter ist es jedoch, die Gehölzer selbst anzupflanzen.

Foto: imago-images.de/Imaginechina-Tuchong

Natürlich können Sie auch einfach einen bereits hoch gewachsenen Containerbaum kaufen. Viel preiswerter ist es jedoch, die Gehölzer selbst anzupflanzen.

Bäume und Sträucher gehören zu einem idyllischen Garten einfach dazu. Doch wer möchte schon jahrelang warten, bis die Gewächse zu ihrer vollen Größe und Pracht herangewachsen sind? Wenn es schnell gehen muss, sollten Sie auf diese Exemplare setzen.

Sträucher und Bäume bereichern den Garten in vielerlei Hinsicht: Als Sicht- und Schallschutz, als Nahrungsquelle für farbenfrohe Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und heimischen Vögeln oder einfach als Zierde des Grundstücks.

Bei der Gartengestaltung möchte man natürlich schnell Ergebnisse sehen und nicht jahrelang darauf warten, dass ein Baum endlich seine optimale Größe erreicht hat – Deshalb setzen viele Leute auf schnellwachsende Exemplare. Das ist um einiges preiswerter, als bereits Ältere in der Baumschule zu kaufen. Wir stellen Ihnen, die schönsten schnellwachsenden Bäume und Sträucher vor.

Schnell wachsenden Bäume und Sträucher: Unsere Top 10

1. Bauernjasmin (Philadelphus coronarius)

Der Bauernjasmin, oder auch Gewöhnlichen Pfeifenstrauch, wächst innerhalb weniger Jahre zu einem etwa 300 Zentimeter hohen und ebenso breiten Strauch. Ab dem späten Frühling öffnet das ausladende Gewächs seine weißen Blüten, die vor allem im Frühsommer ihren betörenden Duft verbreiten. Das lockt Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten an, welche den Bauernjasmin dauernd umschwärmen.

2. Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

Der schwarze Holunder kann eine Höhe von 350 bis hin zu 500 Zentimetern erreichen. Im Frühsommer zeigen sich die süßlich duftenden Blüten des Holunders, aus denen man leckeren Sirup machen kann! Im Spätsommer entwickeln sie sich zu schwarzvioletten Beeren, die als Saft einfach herrlich schmecken. Zum Frischverzehr sind die süßen Früchte jedoch nicht geeignet: Sie enthalten nämlich Giftstoffe, welche erst beim Erhitzen zersetzt werden.

3. Sommerflieder (Buddleja davidii)

Wie der Name bereits vermuten lässt, wird der Sommerflieder, oder auch Schmetterlingsflieder, den ganzen Frühling und Sommer über von Schmetterlingen umflogen. Der Strauch wächst jährlich zwischen 50 und 150 Zentimetern – durch regelmäßiges Auslichten der Blütentriebe kann das Wachstum beschleunigt werden. Die maximale Wuchshöhe beträgt zwischen 200 und 350 Zentimetern.

4. Liguster (Ligustrum vulgare)

Liguster ist vor allem als Sichtschutz ideal geeignet, da seine Höhe zwischen 200 und 500 Zentimeter betragen kann. Pro Jahr hat er einen Zuwachs von etwa 50 bis 120 Zentimetern. An den Boden stellt das Gewächs nur sehr niedrige Ansprüche: Er kann trocken, feucht, sandig oder lehmig sein. Und auch beim Standort ist der Strauch nicht wählerisch: Im Idealfall steht er sonnig, doch auch im Schatten gedeiht er prächtig. Besonders auffällig machen das Gewächs seine dekorativen Beeren, welche sich ab September entwickeln.

5. Essigbaum (Rhus typhina)

Ähnlich wie der Liguster, ist auch der Essigbaum äußerst anspruchslos: Er gedeiht auf fast allen Böden, die nicht zu schwer sind. Selbst auf trocknen Brachflächen ist er zu finden. Jährlich legt er etwa 30 bis 40 Zentimeter an Höhe und Breite zu. Insgesamt kann er bis zu 600 Zentimeter groß werden. Seine feuerroten Herbstblätter sind ein echter Hingucker und verzücken bis in den Winter hinein.

6. Salweide (Salix caprea)

Die dekorative Salweide ist mit ihrer üppigen Kätzchen-Pracht ein echter Blickfang! Von März bis April kann man sich über die flauschigen Blüten erfreuen. Die Adventsweide zeigt sogar schon im Dezember ihren silberweißen Pelz. Die Sorte 'Bögelsack' ist mit 50 bis 100 cm besonders schnellwachsend. Sie erreicht eine Höhe von 400 bis 800 Zentimetern.

7. Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)

Den Namen hat die Rote Hartrinde ihrer dekorativ gefärbten Rinde zu verdanken. Doch auch sonst ist das Gewächs ganzjährlich ein Blickfang im Garten: Im Sommer zeigt er seine prächtigen, weißen Blüten, aus denen sich im August bläulich-schwarz gefärbte Früchte entwickeln. Vor allem Vögel erfreuen sich an den Beeren, für den Menschen sind sie leicht giftig. Im Winter beeindruckt der Strauch mit einer rotgefärbten Laubpracht.

Die Rote Hartrinde wächst zunächst aufrecht und nimmt später auch an Breite zu. Abhängig von der Sorte kann das Gewächs etwa 300 bis 500 Zentimeter hoch und 300 bis 400 Zentimeter breit werden. Die Wuchsgeschwindigkeit beträgt hierbei in etwa 20 bis 40 Zentimeter.

8. Haselnuss (Corylus avellan)

Die Haselnuss wächst zu Beginn eher langsam – ist sie jedoch erstmal richtig verwurzelt, bildet er schnell neue Triebe und sprießt rasch in die Höhe. Etwa 40 bis 90 Zentimeter wächst sie pro Jahr. Insgesamt kann sie eine Größe von 500 bis 700 Zentimeter erreichen. Über die Haselnuss freuen sich nicht nur Gartenbesitzer*innen, sondern auch die Tierwelt profitiert von dem Gewächs: Im Frühjahr umschwirren Bienen und andere Insekten die Blüten, welche wertvollen Pollen bieten. Und im Herbst freuen sich Vögel, Eichhörnchen und Mäuse über die leckeren Nüsse.

9. Waldkiefer (Pinus sylvestris)

Mit einer Wuchsgeschwindigkeit von 40 bis 50 Zentimetern pro Jahr gehört die Waldkiefer zu einer echten Wachstumsrakete. Die klassische Säulekiefer erreicht eine Höhe von bis zu 10 Metern, doch inzwischen gibt es auch Züchtungen für Garten und Kübel. Die Zwergblaukiefer ‘Watereri’ erreicht beispielsweise nur eine schmächtige Größe von 150 Zentimetern. Die Zwergwaldföhre ‘Albyns’ wird sogar nur 30 Zentimeter hoch. Dafür wächst sie ordentlich in die Breite: Fast 200 Zentimeter Fläche können die waagerechten Triebe einnehmen.

10. Eibe (Thuja occidentalis)

Junge Eiben wachsen etwa 20 bis 40 Zentimeter pro Jahr, im Alter nimmt die Wachstumsgeschwindigkeit ab. Sie können eine Höhe von 10 bis 18 Metern erreichen. Bis sie dieses Ausmaß erreicht hat, vergehen allerdings mehrere Jahrzehnte. Ein besonderer Blickfang ist das Gehölz vor allem aufgrund seiner leuchtend roten Früchte, welche vor allem von Vögeln gerne gefressen werden. Die Eibe bevorzugt einen halbschattigen bis schattigen Standort – trockenes Stadtklima gefällt ihr gar nicht.

So unterstützen Sie das Wachstum von Bäumen und Sträuchern

Selbst schnellwachsende Bäume und Sträucher, können ihr Potenzial nur dann ausschöpfen, wenn alle wichtigen Wachstumsbedingungen erfüllt sind. Wählen Sie den Standort also mit Bedacht und bereiten Sie den Boden gut vor. Auch der Zeitpunkt des Pflanzens sollte nicht unterschätzt werden: Wussten Sie, dass im Herbst gepflanzte Bäume im ersten Jahr doppelt so schnell wachsen, wie im Frühling gepflanzte Gehölzer? Regelmäßiges Auslichten, ausreichend Wasser und Dünger beschleunigen das Wachstum zusätzlich.

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Wussten Sie, dass man sogar Asche als Dünger verwenden kann? Darauf sollten Sie achten!

So eine schnellwachsende Gartenzierde kann schnell zum Verhängnis werden, wenn das Gewächs zum nebenliegenden Garten gehört und in Ihr Grundstück hineinragt. Was können Sie tun, wenn Ihr Nachbar die Hecke nicht schneidet? Unter bestimmten Bedingungen dürfen Sie sogar selbst zur Schere greifen.

Kennen Sie schon diese tollen Duftpflanzen? Sie verbreiten sogar im Winter ihren lieblichen Geruch.

Auch wenn Sie keinen weitläufigen Garten zur Verfügung haben, müssen Sie nicht auf eine grüne Oase verzichten: Das sind unsere tollen Ideen für einen dekorativen Balkon.

Noch mehr hilfreiche Tipps rund um Garten und Balkon finden Sie auf unserer ausführlichen Themenseite.

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