Aktualisiert: 01.02.2021 - 19:56

Grünes Zuhause Pflanzen umtopfen: Alles wichtige auf einen Blick

Von Franziska Wohlfarth

Der Frühling ist der beste Zeitpunkt zum Umtopfen von Zimmerpflanzen.

Foto: gettyimages.de/skabarcat

Der Frühling ist der beste Zeitpunkt zum Umtopfen von Zimmerpflanzen.

Um Ihren Pflanzen ein gesunde Wachstum zu ermöglichen, müssen Sie sie regelmäßig umtopfen. Der richtige Zeitpunkt, ein passender Topf und geeignete Erde sind dabei ausschlaggebend.

Der Frühling steht vor der Tür und damit auch der beste Zeitpunkt zum Umtopfen der Zimmer- und Kübelpflanzen. Frische Erde und ausreichend Platz sind für das gesunde Wachstum der grünen Mitbewohner unabdingbar. Der Gardinenwechsel bedeutet für die Pflanze jedoch eine ganze Menge an Stress, weshalb es wichtig ist, nur umzutopfen, wenn es wirklich nötig ist. Das gilt es zu beachten.

Pflanzen umtopfen: Diese Anzeichen sollten Sie kennen

Wie oft eine Pflanze umgetopft werden muss, hängt meistens vom Alter, der Art und der Stärke des Wachstums ab. Junge Pflanzen wachsen schneller und müssen dementsprechend häufiger umgetopft werden als Ältere. Deswegen ist es sinnvoll die Pflanze und ihr Wachstum stets zu beobachten. Sie sollten umtopfen, wenn...

  • der Topf für die Pflanze zu klein ist. Das erkennen Sie daran, dass die Erde durch die Wurzeln zu 1/3 aus dem Topf verdrängt wurde und die Wurzeln aus den Abzugslöchern oder über den Topfrand wachsen. Auch wenn der Topf gesprengt oder verbogen ist, muss er dringend gewechselt werden.
  • die Wurzeln am Boden des Topfes eine Spirale bilden. Auch das deutet darauf hin, dass der Topf zu klein ist. Die Wurzeln können dann nicht weiter nach unten wachsen und verheddern sich.
  • Staunässe die Wurzeln beschädigt hat. Viele Pflanzenanfänger*innen wissen nicht, dass Töpfe grundsätzlich Abzugslöcher brauchen, aus denen überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Wenn diese nicht vorhanden sind, oder zu viel Wasser gegeben wird, wird die Erde nass und die Wurzeln fangen an zu faulen.
  • die Erde "verschlämmt", das heißt so dicht ist, dass sie kaum noch Wasser speichern kann. Das Gießwasser zieht dann schlecht ein und läuft über den Topfrand.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Umtopfen?

Wenn Sie im Winter bemerken, dass der Topf ihrer Pflanze zu klein ist, sollten sie zweimal überlegen, ob Sie sie wirklich umsetzen wollen, oder ob sie noch bis zum Frühjahr warten können. Der Umzug bedeutet für die Pflanze ganz schön viel Stress, weshalb man das Umtopfen in den Frühling oder Herbst verschieben sollte. Die Pflanze befindet sich dann weder in der Blütezeit, noch in der Ruhephase.

Insbesondere nach dem Kauf neuer Pflanzen sollte die Erde und das Wurzelwerk überprüft werden, da sie sich häufig in zu kleinen Töpfen befinden. Dadurch wird das Wachstum behindert.

Richtig umtopfen: Schritt für Schritt Anleitung

  1. Bedecken Sie den Boden des neuen Topfes mit Kies, Tonscherben oder Hydrogranulat. Dadurch wird das Durchsickern der Erde verhindert und Staunässe vorgebeugt.
  2. Nehmen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf und schütteln sie die alte, lockere Erde ab. Wenn der Wurzelballen stark durchwurzelt ist, sollten Sie ihn etwas auflösen. Kürzen Sie dicke, überlange Wurzeln, um das Pflanzenwachstum anzuregen und entfernen Sie außerdem vertrockene oder verfaulte Geflechte.
  3. Befüllen Sie den Topf mit frischer Erde und stellen Sie die Pflanze mittig hinein. Füllen Sie das Gefäß bis zwei Zentimeter unter den Rand mit weiterer Erde auf. Dieser Gießrand verhindert ein Überlaufen von Wasser.
  4. Drücken Sie die neue Erde gut an und gießen Sie sie mit handwarmen Wasser.

Welcher Topf ist der Richtige?

Der neue Topf sollte so groß sein, dass zwischen Wurzelballen und Topfrand etwa zwei bis drei Zentimeter liegen. Auch die Auswahl des Materials sollte gut bedacht werden: Stein ist ein poröses Material, welches das Gießwasser aufnimmt. Pflanzen in Steintöpfen müssen deshalb tendenziell etwas häufiger gegossen werden. Auf der anderen Seite sorgen die Löcher im Gestein dafür, dass die Wurzeln gut belüftet werden.

Kunststoff hat den Vorteil, dass es undurchlässig ist und das Wasser deshalb ausschließlich der Pflanze zugutekommt. Die Wurzeln bekommen in diesen Töpfen jedoch nur über die Oberfläche Luft.

Bedenken Sie außerdem das Gewicht Ihres Topfes: Wenn Ihre Pflanze zur Beleuchtung regelmäßig bewegt werden muss, fällt das mit einem Kunststofftopf um einiges leichter. Der Steintopf bietet jedoch mehr Stabilität und die Pflanze kippt weniger leicht um.

Für Gewächse mit langen Wurzeln, gibt es sogenannte Palmentöpfe. In diesen hohen Gefäßen, hat die Pflanze ausreichend Platz zum gedeihen. Niedrige Töpfe sind für flachwurzelnde Gewächse, wie Azaleen, geeignet.

Egal für welchen Topf Sie sich entscheiden, Abzugslöcher sind in jedem Fall ein Muss, um Staunässe zu verhindern.

Wenn Sie mehr erfahren wollen, dann lesen Sie hier unsere Tipps zur Pflege von Zimmerpflanzen.

Die richtige Erde ist entscheidend

Genauso wichtig wie der Topf, ist auch die Auswahl der passenden Pflanzenerde. Das Substrat speichert Wasser und Nährstoffe und gibt diese an die Pflanze ab. Hier sollten also keine Kompromisse eingegangen werden.

Zimmerpflanzenerde ist normalerweise torffrei oder torfreduziert. Stattdessen wird auf Rindenhumus, Kompost oder Holz- bzw. Kokosfasern gesetzt. Informieren Sie sich über die Bedürfnisse Ihrer Pflanze und investieren Sie gegebenfalls in Spezialerde: Orchideen brauchen beispielsweise ein sehr grobes Substrat, da sie viel Luft benötigen. Und auch Kakteenerde ist auf den natürlichen Standort der jeweiligen Pflanze angepasst.

Erfahren Sie hier mehr zur Orchideen Pflege. Alle Tipps und Tricks auf einen Blick.

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