Aktualisiert: 08.01.2021 - 21:57

Echte Kraftpakete Microgreens: Das Superfood für die Fensterbank

Von Franziska Wohlfarth

Microgreens sind der neueste Trend! Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Superfood ganz einfach selber anbauen.

Foto: imago-images.de/Madeleine Steinbach

Microgreens sind der neueste Trend! Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Superfood ganz einfach selber anbauen.

Microgreens strotzen nur so vor Vitaminen, Mineralstoffen und gesunden Spurenelementen. Zudem schmecken sie herrlich lecker und sind außerdem ganz einfach auf der Fensterbank zu ziehen. Wir erklären Ihnen, was hinter den Trendkeimlingen steckt!

Haben Sie schon einmal von Microgreens gehört? Im Bereich des Urban Gardenings sind diese kleinen Pflänzchen voll im Trend – und das zu recht! Wir verraten Ihnen, warum wir von dem Superfood so begeistert sind und wie Sie es ganz einfach selbst anbauen können.

Microgreens: Was steckt hinter dem Trend?

"Microgreens": Was sich erst einmal abschreckend anhört ist eigentlich ein ganz einfaches und cleveres Konzept. "Micro" bezieht sich auf die Größe und "Greens" sind die Gemüsepflanzen. Es handelt sich also vereinfacht gesagt um kleine Gemüsepflanzen.

Diese werden geerntet und verzehrt, wenn sie sich in der Entwicklungsstufe zwischen Sprosse und Pflanze befinden. Das hat den Vorteil, dass die kleinen Pflänzchen gehaltvollere Inhaltsstoffe haben als das ausgewachsene Gemüse. Hier gilt also: Weniger ist mehr! Die Kraftpakete sind besonders reich an Vitamin C, B6, E, K und sekundären Pflanzenstoffen.

Und das Beste: Für dieses Superfood müssen Sie im Supermarkt keine überhöhten Preise bezahlen – Sie können die Keimlinge einfach auf Ihrer Fensterbank anpflanzen.

Welche Samen sind geeignet?

Beinahe alle Kräuter- und Gemüsesorten lassen sich selbst kultivieren. Ausgenommen sind hierbei Nachtschattengewächse, wie Tomaten, Kartoffeln, Aubergine und Paprika.

Für Anfänger sind schnellwachsende Kräutersorten, wie Kresse, Petersilie oder Dill geeignet. Aber auch Radieschen, Karotten, Brokkoli, rote Beete oder Rucola sind sehr beliebt. Sogar Amarant, Buchweizen oder Senf lassen sich anpflanzen. Ihnen sind also so gut wie keine Grenzen gesetzt!

Microgreens selber anbauen: So geht's!

Für den Anbau brauchen Sie keinen großen Garten, noch nicht einmal einen Balkon. Alles was sie benötigen sind Samen, Erde, eine Anzuchtschale oder einen anderen flachen Behälter.

Das Gefäß wird etwa zwei Zentimeter hoch mit Erde gefüllt und dann können Sie auch schon die Samen einsähen. Da die Pflanzen bereits im Keimlingsstadium geerntet werden, brauchen sie um einiges weniger Platz und können dichter zusammenstehen. Microgreens müssen außerdem nicht sortenrein angebaut werden – experimentieren Sie also ruhig etwas herum und finden Sie Ihre Lieblingskombination.

Große und hartschalige Samen (wie beispielsweise Erbsen oder Sonnenblumenkerne) sollten zuvor über Nacht in Wasser eingelegt werden. So wird die Keimung beschleunigt.

Die richtige Pflege

Informieren Sie sich nun darüber, ob Ihre Pfänzchen Licht- oder Dunkelkeimer sind. Dunkelkeimer müssen mit etwas Erde oder einer zweiten Schale gleicher Größe verschlossen werden, während man Lichtkeimer mit Frischhaltefolie abgedeckt.

Die Microgreens fühlen sich auf einer warmen, hellen Fensterbank ohne direkte Sonneneinstrahlung am wohlsten. Besprühen Sie die Pflanzen regelmäßig mit frischem, zimmerwarmen Leitungswasser. Wenn Ihre DIY-Schale keine Abflusslöcher besitzt, sollten Sie gerade zu Beginn mit der Wassermenge etwas vorsichtiger sein und erst kurz vor der Ernte noch einmal mehr nachgießen.

Die Kunst besteht darin, die perfekte Balance zwischen Nässe und Trockenheit zu finden. Denn ist die Erde zu feucht, können die Samen zu faulen beginnen oder sogar schimmeln. Wenn die Umgebung zu trocken ist, wachsen die Keimlinge nicht richtig. Beobachten Sie ihre Pfänzchen also genau und hören Sie auf ihre Bedürfnisse.

Lassen Sie die Samen außerdem zwei bis dreimal täglich an die frische Luft. Ab dem vierten Tag kann die Abdeckung dauerhaft abgenommen werden.

Endlich erntereif! Und jetzt?

Nach 10 bis 15 Tagen sind die Microgreens bereit zum ernten. Das erkennen sie auch daran, dass sich das zweite Blattpaar entwickelt.

Wenn man seine selbstangebauten Pflanzen nun essen möchte, schneidet man sie einfach am Stielansatz ab. Damit der intensive und einzigartige Geschmack der Microgreens nicht verloren geht, sollte man sie frisch direkt nach der Ernte verzehren.

Bei der Zubereitung der Keimlinge sind Ihnen keine Grenzen gesetzt: Ob als Butterbrot-Topping, zur Verfeinerung von Quark, zu Salat, im Smoothie oder als Pesto – Microgreens sind ein spannendes Geschmacks-Erlebnis!

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Sie haben keine Lust auf Keime sondern wollen lieber richtiges Gemüse anbauen? Wenn Sie in der Stadt wohnen und keinen eigenen Garten haben, dann ist ein Schrebergarten genau das Richtige für Sie. Erfahren Sie hier alles, was Sie vor der Pacht wissen sollten!

Alles rund um das Thema Superfoods finden Sie auf unserer ausführlichen Themenseite.

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