Aktualisiert: 07.01.2021 - 20:51

Für Anfänger geeignet Paprika und Chili selbst ziehen: So geht's richtig!

Von Franziska Wohlfarth

In nur wenigen Schritten zur eigenen Paprika- oder Chilipflanze: Wir zeigen Ihnen, wie es geht!

Foto: imago-images.de/Westend61

In nur wenigen Schritten zur eigenen Paprika- oder Chilipflanze: Wir zeigen Ihnen, wie es geht!

Wer im Herbst leckere Paprika und Chili aus eigenem Anbau ernten möchte, sollte schon im Januar mit der Aussaat beginnen. Das Gemüse selbst anzupflanzen, ist gar nicht so schwer. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung klappt es ganz bestimmt!

Was für eine tolle Idee, sein eigenes Gemüse anzupflanzen und zu ernten! Dafür braucht man nicht einmal einen riesigen Garten, denn manche Gemüsesorten lassen sich sogar auf dem Balkon ziehen, wenn man ein paar grundlegende Hinweise beachtet. Hier gibt's Tipps, wie die Aussaat und Aufzucht von Chili und Paprika klappt!

Chili und Paprika aussäen: Darauf sollten Sie achten!

Der richtige Zeitpunkt spielt bei der Anzucht eine große Rolle. Bei Chili und Paprika gilt: je früher, desto besser! Auf einigen Saatgutpackungen wird ein Aussaatszeitpunkt von Mitte Februar angegeben, wir würden mit der Aufzucht allerdings schon Anfang Januar beginnen. Wenn man die Samen zu spät aussät, geht man das Risiko ein, dass sich die Ernte in den Herbst verschiebt und das Gemüse letztlich gar nicht richtig reif wird.

Um ein optimales Ernteergebnis zu gewährleisten, ist natürlich auch die Qualität des Saatguts entscheidend. Dieses sollte nicht mehr als zwei, maximal drei Jahre alt sein – zu altes Saatgut verliert seine Keimfähigkeit,wenn man Pech hat, bekommt man deformierte Sämlinge, die über das Keimblattstadium nicht hinauskommen.

Auf die richtigen Samen kommt es an

Die Samen aus Paprika und Chili können Sie im Übrigen nicht einfach so einpflanzen, da die Früchte aus dem Supermarkt meist F1-Hybriden sind. Das heißt, dass die Sämlinge, die aus diesem Saatgut entstehen, nicht diesselben Eigenschaften aufweisen wie die Mutterpflanze. Außerdem sind die Sorten oft sehr empfindlich und extra für das Gewächshaus gezüchtet. Greifen Sie also lieber etwas tiefer in die Tasche und kaufen Sie richtige Samenpäckchen aus dem Gartencenter.

Paprika ist nicht gleich Paprika und Chili ist nicht gleich Chili. Achten Sie bei der Auswahl des Saatguts darauf, dass es für ihre spezifische Aufzuchtumgebung geeignet ist. Paprika Hamik ist beispielsweise für die Topfkultur geeignet, während Paprika Corno rosso im Freiland am besten gedeiht. Die Paprika Yolo Wonder fühlt sich in einem Gewächshaus am wohlsten.

Aufzucht im Zuchtkasten

Paprika und Chili werden nicht direkt ausgesät, sondern zuerst in einem Zuchtkasten vorgezogen und erst später umgepflanzt. Sie können die Samen entweder in Anzuchttöpfchen geben und später pikieren – oder sie nutzen Quelltabs aus Kokos, die Sie einfach als Ganzes umsetzen können.

Paprika und Chili sind Dunkelkeimer! Das heißt, dass die Samen mit ein wenig Substrat bedeckt werden sollten.

Achten Sie auf eine Keimtemperatur von mindestens 20 °C, bei Chili eher 25 °C. Eine Heizmatte kann bei der präzisen Kontrolle der Temperatur behilflich sein. Lüften Sie außerdem Ihr Mini-Gewächshaus täglich, um Schimmelbefall vorzubeugen.

Nach etwa zwei Wochen, wenn Keimlinge zu sehen sind, sollte der Zuchtkasten so schnell wie möglich an einen helleren und kühleren Standort verlegt werden (etwa 15°C). Nach weiteren ein bis zwei Wochen können die Pflanzen dann auf größere Töpfe verteilt werden.

Raus aus dem Zuchtkasten – rein in den Topf!

Nach dem Umtopfen sollten die Pflänzchen bei 20°C weiterwachsen, bis die letzten Fröste vorbei sind und sie ins Freiland können. Für die Kultivierung eignet sich eine Anzuchtkiste mit kaltweißen LED-Röhren, die dem Lichtspektrum eines bewölkten Tages entsprechen. Es gibt auch spezielle Pflanzenlampen, die das Sonnenlicht imitieren.

Gießen Sie die Pflanzen während der Aufzucht regelmäßig, die Erde sollte niemals austrocknen.

Umzug ins Freie

Mitte Mai oder Anfang Juni können Ihre Chili- und Paprikapflanzen dann endlich nach draußen umziehen. Lockern Sie hierbei den Boden rund um die Pflanzen vor dem Auspflanzen, damit diese schneller Wurzeln bilden können. Achten Sie außerdem auf einen ausreichenden Abstand von mindestens 40 Zentimetern zwischen den einzelnen Pflanzen.

Chili und Paprika brauchen viel Wasser und sollten während der Wachstumsphase etwa alle drei Wochen gedüngt werden.

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Wer auf dem heimischen Balkon Gemüse zieht, kann schnell die Früchte seiner Arbeit ernten. Ob Radieschen, Gurken oder Pflücksalat – mit den richtigen Tipps steht Ihrem eigenen Gemüsegarten nichts mehr im Wege!

Wenn man einmal angefangen hat zu züchten, lässt sich oft mit den Samen der selbstgeernteten Frucht die Aufzucht für das nächste Jahr sichern: So können Sie Tomatensamen gewinnen .

Selbst Erdbeeren zu pflanzen, ist nicht ganz einfach. Aber wenn Sie sich einer kleinen Herausforderung stellen wollen, werden Sie mit süß-saftigen Früchten belohnt!

Haben Sie Lust auf Paprika bekommen? Auf unserer Themenseite finden Sie viele leckere Rezepte! Und hier finden Sie alles rund um Garten und Balkon.

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