Aktualisiert: 16.12.2020 - 22:01

Grelle Farben und coole Muster Designerteppich: Das hippe Wohnaccessoire feiert ein Comeback!

Von Franziska Wohlfarth

Die Preise für Designerteppiche beginnen bei etwa 800 Euro. Teure Exemplare können auch mal bis zu 40.000 Euro kosten. Doch die exklusiven Stücke sind wieder im Trend.

Foto: imago-images.de/Mareen Fischinger

Die Preise für Designerteppiche beginnen bei etwa 800 Euro. Teure Exemplare können auch mal bis zu 40.000 Euro kosten. Doch die exklusiven Stücke sind wieder im Trend.

Teppiche galten lange Zeit als spießig und wurden aus den Wohnzimmern vieler Leute verbannt – nun sind sie wieder voll angesagt! Designer, wie Jan Kath oder Jürgen Dahlmann, kombinieren gewagte Motive mit traditionellem Knüpfhandwerk und retten so das Image des Heimtextils.

Blankes Laminat war gestern: Teppiche sind wieder voll im Trend! Besonders gefragt unter den deutschen Dächern sind handgemachte Designerteppiche. Blumenmuster, erdige Farben oder Ledermaterial: Diese Teppiche werten jedes Wohnzimmer auf!

Diese Designerteppiche sind ein echter Hingucker!

Teppiche sind mehr als nur ein Bodenbelag: Sie gliedern Räume, setzen Farbakzente und erzeugen Atmosphäre. Das hat auch der Designer Jan Kath erkannt, der aus einer Bochumer Teppichhändlerfamilie stammt.

Er kombiniert klassische Elemente des Orientteppichs mit zeitgenössischem, minimalistischem Design und eröffnet damit eine völlig neue Sicht auf den bisher als spießig geltenden Bodenbelag.

Jan Kath beeindruckt mit aufwendiger Handwerkskunst: Gut drei Monate lang arbeitet ein Knüpfer an einem sieben Quadratmeter großen Teppich, in den etwa 300.000 Knoten pro Quadratmeter gebracht werden. Hochwertige Materialien wie Wolle, Seide und Brennnessel machen den Teppich zu einem langlebigen Designerstück. Doch Qualität hat ihren Preis: 1.200 Euro und mehr kann ein echter Jan Kath pro Quadratmeter kosten. Besonders teure Stücke liegen auch mal 40.000 Euro.

Inzwischen produziert Kath so viele Teppiche, dass nicht nur die halbe Familie mithelfen muss, sondern auch 20 Menschen in der Entwicklung und etwa 2000 Knüpfer in den Produktionsstätten in Nepal, Indien, Thailand und Marokko. Seine Arbeiten liegen in den Palästen arabischer Königsfamilien, auf Luxusjachten und selbst Chili-Peppers-Frontmann Anthony Kiedis gehört zu seinen treuen Kunden.

Doch wo Erfolg ist, lauert auch schon die Konkurrenz: "Im Teppichdesign wurde schon immer kopiert, in den vergangenen zehn Jahren ist das aber massiv geworden", beklagt Kath. Um sich davor zu schützen, stellt der Designer seine Kollektion inzwischen nicht mehr auf der Domotex, einer der wichtigsten Messen für Heimtextilien, aus.

Jürgen Dahlmann wirbt mit einzigartigen Designs

Wer Jan Kath kennt, hat sicher auch schon einmal von Jürgen Dahlmann gehört: Seine extravaganten und handgeknüpften Teppiche produziert und verkauft er unter dem Label "Rug Star". Was als Einzelunternehmen angefangen hat, ist nun eine der hochangesehensten Marken der Teppichindustrie: Jürgen Dahlmann hat mit "Rug Star" über 1.400 Teppiche designt und sechs Läden eröffnet. Seine erste Filiale kann man in Berlin Mitte besuchen.

Dahlmann profitiert noch heute von seinem Architekturstudium. "Für mich ist ein Teppich ein zweidimensionales Haus", sagt er. Über 3.000 Arbeitsstunden werden für die Fertigstellung eines handgeknüpften Orientteppichs benötigt. Seine Perserteppiche sind besonders dick geknüpft und bestehen aus etwa 300 000 Knoten pro Quadratmeter.

Ebenso wie Kath, verwendet er tibetische Hochlandwolle, chinesische Seide und Brennesselfasern. Die Anzahl der Knoten und der Anteil an Seide bestimmen den Preis, welcher zwischen 850 und 3.000 Euro liegen kann.

Jürgen Dahlmanns Teppiche stehen für Diversität, Qualität und individuelle Designs, die Bewegung in den Raum bringen.

Goodweave: Mit Prüfsiegel gegen Kinderarbeit

Bei so einer aufwendigen Produktion, hinterfragen viele Leute zu Recht die Arbeitsbedingungen der Knüpfer in Thailand, Nepal, Indien oder Pakistan. Insbesondere Kinderarbeit ist in der Teppichindustrie ein sehr großes Problem. Deshalb ist es sinnvoll auf das "Goodweave"-Siegel zu achten: Die Organisation überprüft Teppiche und Produktionsstätten auf faire Arbeitsbedingungen, ebenso wie die Schweizer Initiative Label Step.

Wer sich eines der Kunstwerke von Kath oder Dahlmann anschaffen möchte, kann aufatmen: Beide Designer stehen beide für faire Produktionsbedingungen.

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Ein Teppich ist zwar ein echter Hingucker, doch leider sammelt sich auch schnell eine Menge Staub in ihm: Mit diesen Saugrobotern müssen Sie nie mehr selber saugen.

Nicht nur ein Teppich, auch die Position von Möbeln kann die Atmosphäre eines Raumes maßgeblich beeinflussen. Darauf sollten Sie achten!

Flure sind oftmals nur fade Durchgangsschleusen, die bei der Einrichtung kaum Beachtung geschenkt bekommen. Dabei ist der Flur für den ersten Eindruck verantwortlich. So gestalten Sie Ihren Eingangsbereich einladender und praktischer zugleich.

Zimmerpflanzen sind für eine gemütliche Einrichtung essentiell. Doch gerade in der Herbst-und Winterzeit gibt es die eine oder andere dunkle Ecke. Diese sieben Zimmerpflanzen kommen mit wenig Licht aus.

Auf unserer ausführlichen Themenseite finden Sie noch weitere Dekoideen.

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