Aktualisiert: 12.11.2020 - 20:59

Früchte bis in den Januar Alles, was Sie über den Zierapfel wissen müssen

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Im Frühling begeistern die Zieräpfel mit ihren wunderschönen Blüten und im Herbst versüßen sie den Garten mit kleinen Früchten.

Foto: iStockphoto.com/Robert Knapp

Im Frühling begeistern die Zieräpfel mit ihren wunderschönen Blüten und im Herbst versüßen sie den Garten mit kleinen Früchten.

Als kleiner Bruder des Gartenapfels bekommt der Zierapfel nicht die Aufmerksamkeit, die ihm gebührt. Das Gehölz ist nämlich echt vielseitig: Im Frühling begeistert er Bienen mit wunderschönen Blüten und im Herbst kann man aus den Früchten leckere Marmelade herstellen.

Der Zierapfel (Malus spec.) begeistert zu jeder Jahreszeit: Im Frühling entfalten sich seine Blüten in weiß und rosa, im Herbst begeistert er mit kleinen, leuchtenden Früchten, die denen des Gartenapfels sehr ähnlich sehen. Wir verraten Ihnen, wieso sich der Zierapfel im Garten lohnt und wie Sie ihn am besten Pflegen.

Der Zierapfel: Ein wahres Multi-Talent

Von tiefrot, goldgelb bis hin zu orangerot: Die kleinen Früchte des Zierapfels bringen Farbe in den Garten und begeistern manchmal noch bis in den Januar hinein. Während Bienen sich über die herrlichen Blüten im Sommer freuen, genießen Vögel und Insekten das auch noch im Winter reichhaltige Nahrungsangebot.

Nach der Ernte im Oktober oder November, werden die schönen Früchte oft für Tischgestecke oder Türkränze verwendet. Achten Sie als Hobby-Bastler darauf, die Äpfel nicht einzeln vom Strauch zu pflücken, sondern mit einer Gartenschere den ganzen Ast abzuschneiden – dadurch lassen sich die Äpfel leichter befestigen und sie halten länger.

Obwohl es sich um ein Ziergewächs handelt, sind die kleinen Früchtchen tatsächlich essbar. Sie enthalten jedoch viel Fruchtsäure und schmecken deshalb frisch vom Baum säuerlich bis leicht-bitter.

Großfrüchtige Sorten, wie "Malus Golden Hornet" oder "Malus John Downie" lassen sich jedoch hervorragend für Marmelade oder Gelee verwenden. Auch als Kompott oder im Rumtopf sind die Äpfelchen ein wahrer Genuss.

Rezept: Zierapfelmus

  • 500 Gramm Zieräpfel ohne Kerngehäuse, aber mit Schale
  • 150 Gramm Zucker
  • eine halbe Stange Zimt oder etwas Zimtpulver
  • 1 Tasse Wasser
  • Etwas Vanille, etwas Zitronensaft

Die in Stücke geschnittenen Zieräpfel zusammen mit Zucker, Wasser und Gewürzen für etwa 30 Minuten köcheln lassen. Mit einem Pürierstab zerkleinern und durch ein Sieb filtern. In mit kochendem Wasser ausgespülte Einmachgläser füllen und verschließen.

Wie gestaltet man den Garten mit Zieräpfeln?

Es gibt über 500 Zierapfel-Sorten, die sich in Wuchs, Blütenfülle, Farbe und Früchten unterscheiden. Die Sorten "Coccinella" und "Profusion" erinnern im im April an rosa Zuckerwatte-Wolken, während die Sorte "Street Parade" im Herbst mit ihren glänzend violettroten bis braunvioletten Äpfeln begeistert.

Die Bäume oder Sträucher werden in der Regel nicht größer als vier bis sieben Meter, weshalb Sie sich auch für normale Hausgärten eignen. Kleinere Zierapfel-Sorten wie "Malus Tina" und "Malus Pomzai" können Sie auch gut in einem großen Topf oder Kübel einpflanzen. Darin wachsen sie nur etwa 1,50 Meter in die Höhe.

Die Gehölzer lassen sich gut in Form biegen, schneiden und haben eine reiche Verzweigung, weshalb sie auch als Spalier oder blühende Hecke geeignet sind.

Die ideale Pflanzzeit für Zieräpfel ist der November. Insofern der Boden noch offen und frostfrei ist, kann aber auch noch bis April gepflanzt werden.

Der Zierapfel liebt die Sonne. Platzieren Sie Ihr Gewächs also an einem Standort mit genügend Licht und Halbschatten, sodass es im Sommer nicht zu viel Hitze abbekommt.

In einem nährstoffreichen, durchlässigen Boden, der reich an Humus und nicht zu trocken ist, fühlt sich der Zierapfel am Wohlsten.

So pflegen Sie den Zierapfel richtig

Zu einer der wichtigsten Pflegearbeiten gehört das Entfernen von Wildtrieben, welche den Baum schwächen und überwachsen. Zum Zurückschneiden eignet sich der Spätwinter und der Frühsommer. Lichten Sie das Gewächs im Winter außerdem etwas aus und schneiden Sie die abgestorbene Zweige und Äste ab.

Achten Sie stets darauf, dass der Boden ausreichend Feuchtigkeit hat, ansonsten werden die Blätter des Zierapfels schnell braun. Ein regelmäßiges Düngen mit einer Nährstofflösung, die einen hohen Gehalt an Phosphor und wenig Stickstoff aufweist, ist außerdem sinnvoll.

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