Aktualisiert: 10.11.2020 - 19:58

Echte Überlebenskünstler Sukkulenten gießen, pflegen und überwintern – die besten Tipps und Tricks!

Sukkulenten gelten als pflegeleicht. Dennoch sollten Sie einige Tipps beherzigen...

Foto: iStockphoto.com/ozgurdonmaz

Sukkulenten gelten als pflegeleicht. Dennoch sollten Sie einige Tipps beherzigen...

Sukkulenten benötigen grundsätzlich nur wenig Aufmerksamkeit und sind selbst für totale Pflanzen-Anfänger geeignet. Dennoch gilt es beim Gießen, der Pflege und der Überwinterung ein paar Dinge zu berücksichtigen. Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Sukkulenten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit! Das liegt nicht nur an ihren schönen, einzigartigen Blättern, sondern auch an der Pflegeleichtigkeit der Trend-Gewächse. In ihren Blättern, Stämmen oder Wurzeln können sie Wasser speichern, sodass sie längere Trockenzeiten problemlos überstehen – das macht sie zu idealen Zimmerpflanzen für Anfänger. Gerade im Winter gibt es dennoch ein paar Dinge auf die man bei der Pflege von Sukkulenten achten sollte.

Sukkulenten richtig gießen: Weniger ist mehr!

Sukkulenten und Kakteen sind dort zu Hause wo wenig Regen fällt: Sie stammen aus dem trockenen Hochland Mexikos, aber auch von den Kanaren sowie aus den Wüsten und Steppen Asiens. Es handelt sich bei ihnen nicht um eine eigene Pflanzenfamilie – zu ihnen zählen unterschiedliche Gattungen und Familien, wie beispielsweise Hauswurz, Agave oder Geldbaum.

Sie alle verbindet, dass sie wasserspeicherndes Gewebe haben. Eine gedrungene Form und die mit einer Wachsschicht überzogenen Blätter, verringern die Verdunstungsoberfläche und schützen die Pflanze vorm Austrocknen. Korkige Rinden wirken als Isolierung, ebenso eine haarige oder dornige Oberfläche.

Zum Gießen am besten kalkarmes Wasser verwenden

Sukkulenten fühlen sich in einer hellen, trockenen Umgebung am wohlsten. Während der Vegetationsphase sollte man sie nur dann gießen, wenn die Erde fühlbar ausgetrocknet ist.

Hierfür ist kalkarmes Wasser, also Regenwasser, abgekochtes oder abgestandenes Leitungswasser am besten geeignet.

Im Winter wird das Gießen noch weiter eingeschränkt: Ab Oktober sollte nur noch alle paar Wochen mit einem Schluck gegossen werden. Die Erde sollte nicht über längere Zeit feucht bleiben, doch der Wurzelballen sollte nie ganz austrocknen.

Wenn man die Sukkulenten im warmen Wohnzimmer genauso weitergießt wie im Sommer, lässt man die Pflanzen weiterwachsen – im Winter fehlt ihnen dafür allerdings die nötige Helligkeit und im schlimmsten Fall führt das zur "Vergeilung". Ein Anzeichen dafür ist, dass die Blätter der Sukkulenten mit einem größeren Abstand zueinander wachsen und die Triebe schlapp und hell werden.

Sukkulenten erfolgreich überwintern: Der richtige Standort ist ausschlaggebend

Generell gilt: Je kühler die Pflanze steht, desto weniger Wasser benötigt sie. Obwohl Sukkulenten aus Wüstenregionen kommen, sind sie trotzdem eine winterliche Kälteperiode gewöhnt – bei der Überwinterung ist eine Temperatur zwischen 12°C und 5°C ideal.

Wer nicht bereit ist, sein Haus im Winter runterzukühlen und keine Keller zur Verfügung stehen hat, kann seine Sukkulenten auch bei Zimmertemperatur überwintern. Hierbei muss man allerdings darauf achten den größtmöglichen Abstand zu Wärmequellen einzuhalten: Das Fensterbrett über der Heizung ist also kein geeigneter Standort.

Es sollte außerdem darauf geachtet werden, dass der Standort der Pflanze außerhalb des Luftzugs der Heizung liegt – die trockene Luft könnte dem natürlichen Wasserspeicher der Pflanze schaden und zu trockenen Blatträndern führen.

Stehen die Sukkulenten im Beet, brauchen sie keinen Winterschutz und können im Winter sogar draußen bleiben. Besonders robust sind hierbei die Fetthennen-Arten (Sedum) und der Hauswurz (Sempervivum).

Klassische Blumenerde eignet sich nicht für Sukkulenten

Eine gute Drainage ist bei Sukkulenten besonders wichtig. Wenn der Wurzelballen zu lange im Wasser steht, fangen die Wurzeln an zu faulen: Es ist deshalb empfehlenswert einen Topf mit Bodenöffnung zu verwenden und etwa 10 bis 30 Minuten nach jedem Gießen nachzusehen, ob Wasser im Topfuntersetzer steht, um dieses gegebenenfalls abzuschütten.

Der Fachhandel bietet Spezialerde für Kakteen und Sukkulenten, alternativ kann man sich das Substrat auch selber zusammenstellen: Die Pflanzen mögen hier eine Mischung aus zwei Teilen lockerer Erde, einem Teil Sand und einem Teil Bimbs- oder Lavagranulat.

Ob und wie muss man Sukkulenten düngen?

Parallel zur Wachstums- und Blütezeit, also von Mai bis Oktober, benötigen Sukkulenten zusätzlich Nährstoffe. Bei jedem zweiten Gießdurchgang sollte etwa 1 ml Flüssigdünger auf 1 l Wasser hinzugegeben werden.

Im Winter soll das Wachstum der Pflanzen gehemmt werden, weswegen die Düngung eingestellt werden sollte.

Kultivieren Sie winterharte Sukkulenten draußen im Beet, haben die Pflanzen Zugriff auf ausreichend Nährstoffvorräte in der umliegenden Erde. Eine organische Startdüngung im Mai/April genügt, um das Wachstum in Schwung zu bringen.

Jede Sukkulenten-Art hat besondere Ansprüche

Es ist unwahrscheinlich, dass all Ihre Sukkulenten die gleiche Pflege benötigen. Es ist deshalb empfehlenswert, sich über die Eigenheiten der verschiedenen Arten und Sorten genau zu informieren, damit Ihre Pflanzen im Sommer schön blühen und den Winter sicher überstehen.

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Sie haben keinen Grünen Daumen? Kein Problem! Neben Sukkulenten gibt es noch andere pflegeleichte Zimmerpflanzen.

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