Aktualisiert: 05.11.2020 - 07:09

Eltern, aufgepasst! Diese 8 giftigen Zimmerpflanzen sind für Babys und Kinder gefährlich

Von Franziska Wohlfarth

Zimmerpflanzen machen das eigene Zuhause richtig gemütlich. Wer Kinder hat, sollte jedoch darauf achten, sich keine giftigen Pflanzen ins Haus zu holen.

Foto: iStockphoto.com/FreshSplash

Zimmerpflanzen machen das eigene Zuhause richtig gemütlich. Wer Kinder hat, sollte jedoch darauf achten, sich keine giftigen Pflanzen ins Haus zu holen.

Zimmerpflanzen reinigen die Luft und gehören zum Wohlbefinden dazu. Doch Familien sollten vorsichtig sein: Nicht alle Gewächse sind ungiftig. Erfahren Sie hier, welche Pflanzen lieber nicht in die Hände und Münder Ihrer Kinder gelangen sollten.

Babys und Kleinkinder sind echte Entdecker: Sie wollen am liebsten alles anfassen und die Welt mit ihrem Geschmackssinn erkunden. Dieser Forscherdrang kann allerdings ganz schön gefährlich werden, wenn es sich bei dem Untersuchungsobjekt um giftige Pflanzen handelt. Wir verraten Ihnen, welche Zimmerpflanzen für ihr Kind gefährlich werden können.

1. Alpenveilchen (Cyclamen)

Wegen seiner herzförmigen Blätter und ihres prachtvollen Aussehens ist das Alpenveilchen eine der beliebtesten Zimmerpflanzen – und auch eine der giftigsten. Bereits 0,2 Gramm der Knolle gelten als giftig und können vielfältige Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, starke Magenschmerzen, Schweißausbrüche, Kreislaufstörungen, Krämpfe und Atemlähmung hervorrufen. Ein Verzehr von acht Gramm der Knolle kann bei Erwachsenen tödlich enden.

2. Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima)

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und in den Supermärkten und Blumenläden verlockt der Weihnachtsstern mit seinen schönen roten Blättern. Doch wenn Sie Kinder haben, sollten Sie auf die florale Weihnachtsdeko lieber verzichten – denn der Weihnachtsstern ist eine der giftigsten Zimmerpflanzen. Bei Verzehr werden die Schleimhäute im Mund gereizt, was zu unangenehmen Schmerzen führen kann.

3. Fensterblatt (Monstera)

Das Fensterblatt erfreut sich momentan ganz besonderer Beliebtheit. Doch Eltern von Babys und Kleinkindern müssen bei diesem Trend leider aussetzen. Die Monstera ist zwar vergleichsweise weniger gefährlich, dennoch kann es beim Verzehr zu Vergiftungssymptomen wie Schluckbeschwerden und dem Anschwellen der Zunge kommen.

4. Dieffenbachie (Dieffenbachia seguine)

Die schöne Musterung der Dieffenbachie lädt zum Anfassen ein – doch das kann schnell gefährlich werden! Die dekorative Zimmerpflanze öffnet bei Berührung Schießzellen, welche Gifte und Nadeln herausschießen. Bei einer Vergiftung treten Symptome wie Haut-/Augenreizungen, Verätzungen, verkrampfte Augenlider, starker Tränenfluss oder Pusteln auf. Über den Mund aufgenommen kann es zu Schwellungen, Rötungen oder Brennen im Bereich der Schleimhäute und der Zunge sowie Benommenheit, Übelkeit bis hin zu Erbrechen und Lähmungen kommen.

5. Efeutute (Epipremnum aureum)

Ihre schön gemusterten Blättern und rasch wachsenden Ranken, machen die Efeutute zu einer der beliebtesten Hängepflanzen. Mit ihren zahlreichen nach unten wachsenden Blättern ist sie für Babys und Kleinkinder allerdings leicht zu erreichen, was sie zu einer besonders großen Gefahr macht. Beim Verzehr kann es zu vermehrtem Speichelfluss, Schluckbeschwerden bis hin zu Erbrechen und Durchfall kommen.

6. Gummibaum (Ficus)

Der Gummibaum gehört ebenfalls zu den giftigen Zimmerpflanzen – eine Vergiftung ist allerdings nur möglich, wenn der weiße Milchsaft im Inneren der Blätter zu sich genommen wird. Diese äußert sich meist durch Magen-Darm-Verstimmungen wie Übelkeit und Erbrechen. Die Blätter des Gummibaums schmecken nicht gut, weshalb Kinder beim Verzehr das Gekaute meist instinktiv wieder ausspucken, sodass es nur selten zu starken Vergiftungserscheinungen, wie Krämpfen oder Lähmungen, kommt.

7. Ritterstern (Amaryllis)

Neben dem Weihnachtsstern ist auch der Ritterstern eine beliebte florale Weihnachtsdekoration. Familien mit Kindern sollten auf diesen jedoch lieber verzichten, da er stark giftig ist. Die Giftstoffe befinden sich in der ganzen Pflanze, hauptsächlich jedoch in der Zwiebel. Allein durch Berührung kann es zu Hautreizungen kommen und der Verzehr bringt Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, starken Schweißausbruch, erhöhten Speichelfluss, Benommenheit und Durchfall mit sich.

8. Flamingoblume (Anthurium)

Die Flamingoblume fasziniert viele Kinder durch ihre einzigartigen Blüten und auffälligen Farben. Die Zimmerpflanze ist allerdings sehr giftig und kann schon bei Berührung zu Rötungen und Blasenbildung führen. Beim Verzehr kann das Gift der Anthurie eine Reizung und Schädigung der Schleimhäute hervorrufen. Bereits kurz nach dem Verzehr giftiger Pflanzenteile kann es zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schluckbeschwerden, einem Anschwellen der Zunge und vermehrtem Speichelfluss kommen.

Erste Hilfe bei einer Vergiftung

  • Bei Verdacht auf eine Vergiftung ist es wichtig, Ruhe zu bewahren!
  • Führen Sie dem Kind reichlich Flüssigkeit zu,vorzugsweise Wasser, um die Giftstoffe aus dem Körper zu schwemmen.
  • Es sollten auf keinen Fall fetthaltige Getränke, wie beispielsweise Milch, verabreicht werden, da sie die Giftaufnahme im Darm erleichtern.
  • Kontaktieren Sie den Giftnotruf, dieser wird Ihnen weitere Anweisungen geben.
  • Bringen Sie Babys auf keinen Fall zum Erbrechen, da sie dabei ersticken können!
  • Falls vorhanden, bewahren Sie Pflanzenteile und Erbrochenes auf, um die Identifikation der Pflanze später zu erleichtern.
  • Verabreichen Sie Ihrem Kind eine zerdrückte und in Wasser gemischte Kohletablette (1g Aktivkohle pro kg Körpergewicht).
  • Auch nach Abklingen der Symptome ist ein Arztbesuch empfehlenswert, insbesondere bei Babys.

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Und auch bei dieser Pflanze ist Vorsicht geboten: So giftig ist Efeu wirklich!

Beim Sammeln von Pflanzen am Straßenrand sollten Sie besonders Acht geben und DIESE Pflanze nicht mit Rucola verwechseln.

Und selbst im eigenen Garten ist Vorsicht geboten: Zucchini können giftig werden!

In unserem Video erklären wir Ihnen, wie Sie am besten auf eine Vergiftung reagieren:

Vergiftungen: Erste Hilfe
Vergiftungen: Erste Hilfe

Bei diesen Giftpflanzen sollten Sie besonders vorsichtig sein:

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