10.09.2020 - 16:35

Kosten: 305 bis 1220 Euro Im Test: Geschirrspülmaschinen – welche ihr Geld wert sind

Von

Eine gute Geschirrspülmaschine soll nicht nur das Geschirr säubern, sondern auch langlebig und gut für die Umwelt sein. Stiftung Warentest hat jetzt viele Geräte untersucht.

Foto: iStock.com/lechatnoir

Eine gute Geschirrspülmaschine soll nicht nur das Geschirr säubern, sondern auch langlebig und gut für die Umwelt sein. Stiftung Warentest hat jetzt viele Geräte untersucht.

Wer sauberes Geschirr haben will, setzt in der Regel auf eine Geschirrspülmaschine. Gute Idee, schließlich erspart sie einem das lästige Saubermachen von Hand in der Spüle. Doch welche sind wirklich gut und lohnen sich? Stiftung Warentest hat's geprüft.

Ein Geschirrspüler ist in den meisten deutschen Küchen fester Bestandteil der Einrichtung – nämlich bei 72 Prozent aller privaten Haushalte, also fast einem Dreiviertel, laut Statistischem Bundesamt. Kein Wunder: Wer spült schon gerne freiwillig von Hand ab... Doch die Geräte sind nicht gerade billig, eine Anschaffung will wohl überlegt sein. Jetzt hat Stiftung Warentest Geschirrspülmaschinen unter die Lupe genommen: Wir verraten, welche gut abgeschnitten haben – und welche ihr Geld eher nicht wert sind.

Geschirrspülmaschinen: Diese Varianten gibt es, so testet Stiftung Warentest

Die meisten Geschirrspülmaschinen gibt es in zwei Varianten: Die teilintegrierten Geräte sind mit einer sichtbaren Bedienblende ausgestattet, bei den vollintegrierten ist sie versteckt. Ansonsten sind die Geschirrspüler technisch identisch.

Wie lange halten die Geräte? Um das zu prüfen, simulierten die Tester eine Nutzung von zehn Jahren. Je Modell wurden dafür drei Geräte herangezogen, um ausschließen zu können, dass das Ergebnis abweicht, wenn eine fehlerhafte Maschine darunter ist.

Strom, Wasser, Reinigungsmittel: Das kommt zu den Kosten noch hinzu

Die Preise für die von Stiftung Warentest getesteten Geschirrspüler liegen zwischen 305 Euro und 1220 Euro. Aber ist der reine Gerätepreis bei der Anschaffung einer Geschirrspülmaschine tatsächlich ausschlaggebend? Zumindest nicht allein: Denn vor allem die Betriebskosten sind es, die laut Stiftung Warentest im Laufe der Zeit zu Buche schlagen. Eine Beispielrechnung zeigt: Die Nutzung

  • mit 280 Spülgängen im Jahr
  • in verschiedenen Programmen
  • mit unterschiedlich schmutzigem Geschirr
  • über einen Zeitraum von zehn Jahren

zeigt: Für Strom, Wasser und Tabs müssen Verbraucher je nach Gerät mit 1088 bis 1536 Euro rechnen!

Wer hier sparen will, sollte beim Maschinenkauf neben der Langlebigkeit auf eine möglichst gute Energieeffizienzklasse, außerdem bei der Anwendung auf die Wahl des Spülprogramms achten.

Wie Sie Ihre Spülmaschine mit einfachen Hausmitteln reinigen und dabei Umwelt und Geldbeutel schonen, erfahren Sie in unserem Video:

Spülmaschine reinigen mit einfachen Hausmitteln
Spülmaschine reinigen mit einfachen Hausmitteln

Sparprogramme, Automatik und Kurzprogramm

Mit sogenannten Eco-Sparprogrammen können Sie Ihre Betriebskosten deutlich senken. Von diesem Programm hängt auch die Energieeffizienzklasse des Geschirrspülers ab – es muss am Gerät schon voreingestellt sein, wie Stiftung Warentest mitteilt.

Wer nur das Eco-Programm verwendet, spart in zehn Jahren durchschnittlich rund 190 Euro an Strom- und Wasserkosten. Gar nicht so viel, meinen Sie? Dann denken Sie bitte daran, wie sehr die Umwelt aber davon profitiert! Um Energie zu sparen, spülen und trocknen Maschinen im Eco-Programm weniger heiß, dafür allerdings länger, nämlich drei bis vier Stunden lang!

  • Tipp 1: Lassen Sie das Sparprogramm Ihrer Maschine einfach nachts laufen. Moderne Geräte sind so leise, dass sie Ihre Nachtruhe nicht stören.
  • Tipp 2: Wer das Eco-Programm regelmäßig nutzt, sollte einmal pro Monat einen Spülgang im Intensiv-Programm einlegen. Bei bis zu 75 Grad Celsius können sich dann Rückstände lösen, die nach den weniger heißen Eco-Spülgängen schon mal in der Maschine haften bleiben.

Automatikprogramme sollen anhand von Sensoren erkennen, wie viel Geschirr im Spüler und wie stark verschmutzt es ist. Wasserverbrauch, Temperatur und Spüldauer werden dann entsprechend angepasst. Doch zum einen haben das nicht alle Spüler im Test ordentlich hinbekommen – zum anderen kommen bei den Maschinen, die dazu in der Lage sind, in der Regel höhere Kosten als im Sparprogramm zusammen, wenn es sich um normale Verschmutzung handelt.

Schließlich kommen Kurzprogramme für normal verschmutztes Geschirr mit nur rund einer Stunde aus. Allerdings ist dann die Temperatur sehr hoch – und damit auch der Stromverbrauch. Das flinke, aber teure Kurzprogramm sollten Sie deshalb nur in Ausnahmefällen gebrauchen.

Stiftung Warentest: Das sind die besten Geschirrspülmaschinen

Und das sind die besten Geschirrspüler, die getestet wurden:

Die günstigsten Guten sind

  • der vollintegrierte Beko DIN28431 (415 Euro)
  • der teilintegrierte Beko DSN28431X (395 Euro).

Alle vier Geräte sind 60 Zentimeter breit.

Die einzigen guten Spüler mit 45 Zentimeter Breite sind

Die ausführlichen Testergebnisse zu allen getesteten Modellen gibt's unter test.de/geschirrspueler.

_____________________

Geschirrspülmittel hat Stiftung Warentest vor einiger Zeit unter die Lupe genommen

. Das Ergebnis: Am besten liegen Sie mit den preiswerten Produkten Claro-Classic-Tabs und Denkmit-Pulver von dm dank ihrer schmutzknackenden Enzyme und fettlösenden Tenside. Das Produkt Claro löst zudem sogar Teeränder gut.

Stiftung Warentest hat auch schon Geschirrspültabs untersucht – und festgestellt: Diese Produkte richten Schäden an!

Welche Gründe können hinter unsauberem Geschirr stecken? Sehen Sie in unserem Video, wie Sie die Spülmaschine mit einfachen Hausmitteln reinigen können.

Mehr Haushaltstipps finden Sie hier. Und mehr Informationen rund um geprüfte Artikel bekommen Sie auf unserer Themenseite Stiftung Warentest.

Zu den Links:
Der Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Die verlinkten Angebote stammen nicht vom Verlag. Sofern Sie die Links zum Kauf der verlinkten Produkte nutzen, erhalten wir eine kleine Provision, ohne dass Ihnen hierdurch zusätzliche Kosten entstehen. Die Einnahmen tragen dazu bei, Ihnen hochwertigen, unterhaltenden Journalismus kostenfrei anbieten zu können.

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen
Eine Marke der FUNKE Mediengruppe