Aktualisiert: 08.01.2021 - 10:09

Gartenkalender 2021 Gartenarbeit im Januar: Das steht jetzt an!

Von Stephanie Brümmer

Die Gartenarbeiten nach den Jahreszeiten

Die Gartenarbeiten nach den Jahreszeiten

Jede Jahreszeit bedarf ganz spezieller Arbeiten im Garten. Sehen Sie, was der Gärtner in Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter zu tun hat!

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Aufgewacht! Die Winterpause ist für alle Gartenfreunde spätestens im Januar vorbei. Wir geben Ihnen einen Überblick, welche Gartenarbeiten im Januar anstehen.

Im Januar herrscht im Garten idyllische Ruhe. Einige Bäume und Sträucher erwachen Ende Januar bereits wieder zum Leben. Das bedeutet für alle Hobby-Gärtner: Auch Sie dürfen diesen Monat wieder aus der Winterruhe erwachen. Welche Arbeiten Sie im Januar erledigen sollten, erfahren Sie in unseren monatlichen Gartentipps.

Pflanzen, wenn frostfrei: Diese Gartenarbeit können Sie im Januar erledigen!

Wenn der Boden nicht gefroren ist, können Sie auch im Januar neue Pflanzen in die Erde bringen. Winterblühende Gehölze wie der Winterjasmin zum Beispiel treiben und blühen, solange kein Frost herrscht. Wenn das Thermometer unter Null sinkt, können zwar Blüten abfallen, sogleich bilden sich aber neue Knospen.

Und wohin mit dem ausgedienten Weihnachtsbaum? Wer ein Exemplar im Topf hat, kann diesen, wenn der Boden frostfrei ist, bereits Anfang des Monats Januar ausbringen.

Tipp: Gewöhnen Sie den Baum im Vorfeld sachte an die niedrigeren Temperaturen draußen. Lassen Sie Weihnachtsbäume mit Wurzeln nicht länger als zehn Tage im beheizten Wohnraum und stellen Sie ihn zunächst in ein Gartenhaus oder die Garage, um ihn an die Kälte zu gewöhnen.

Beete bestens vorbereiten

An frostfreien Tagen können Sie zudem bereits die Beete für die Pflanzungen im Frühjahr vorbereiten. Streuen Sie eine dünne Schicht Kompost* darüber, auch der Fuß Ihrer Rosen freut sich über ein Häufchen abgelagerten Mist. Doch nicht alle Pflanzen vertragen den Spezialdünger: Welche Pflanzen Sie nicht mit Kompost düngen sollten!

Und wenn an besonders kalten Tagen die Sonne scheint, kann es sinnvoll sein, Ihre immergrünen Pflanzen mit einem Bettlaken über der Krone zu schützen.

Tipp: Alle Gartengehölze an der Ost- und Südseite benötigen etwas Schatten. Ohne diesen tauen die Blätter auf. Die Folge: Die Pflanze benötigt Wasser, kann dieses aber nicht aus dem gefrorenen Boden ziehen.

Lästige Wurzelausläufer entfernen

Im kahlen Winter fallen sie besonders auf: Die vielen kleinen Ausläufer, die neben der eigentlichen Pflanze aus dem Boden sprießen. Bei vielen Gehölzen wie Sanddorn, Weide, Flieder, Schlehe, Ranunkelsträuchern und Wildrosen können die Hauptwurzeln auf diese Weise neue Tochterpflanzen bilden. Wer diese Sprösslinge zu lange stehen lässt, hat später Mühe, sie wieder loszuwerden. Deshalb lieber gleich zum Spaten greifen und die unbeliebten Gartenbewohner entfernen.

Und so gehts: Sobald der Boden nicht mehr friert, neben jedem Ausläufer den Spaten tief in die Erde stechen* und etwas hin- und herbewegen, um den Boden zu lockern. Danach den Ausläufer komplett aus dem Boden reißen. So werden nicht nur die Triebe, sondern auch die festgewachsenen Wurzeln entfernt. Wer die Triebe nur oberirdisch abschneidet, kann nicht verhindern, dass die Ausläufer sich weiterhin vermehren.

Pflanzen vor Frost schützen

Obstbaumstämme werden im Januar mit Kalk vor starken Temperaturschwankungen geschützt*, damit ihre Rinde nicht reißt.

Koniferen und andere Immergrüne sollten von stärkeren Schneedecken befreit werden, damit die Äste nicht abbrechen. Wenn Ihr Garten doch zu viel Frost abbekommen hat, können Sie Ihre Pflanzen mit diesen Tipps vor Frostschäden retten.

Auch wenn kein Schnee fällt, müssen die letzten gefallenen Baum- und Strauchblätter vom Rasen entfernt werden, da diese faulen und den Rasen kontaminieren könnten. Die größte Gefahr ist der so genannte Schneepilz und die Tatsache, dass der Rasen durch einen Mangel an Sauerstoff und Licht unter größeren Schneemengen zerstört wird. In diesem Fall, bleibt dem Hobbygärtner nichts anderes übrig, als im Frühjahr nachzusäen.

Der Garten – Heimatort für viele Vögel: Nistkästen und Futterstellen

Bleibt der Winter weiterhin mild, gehen viele Vögel schon recht früh auf Wohnungssuche. Hängen Sie deshalb spätestens im Januar neue Nistkästen* auf. Ein stabiler Metalldraht, der mit einem Gummi überzogen ist, ist die perfekte Befestigung. Dieser schneidet nicht in die Baumrinde ein.

Tipp: Richten Sie das Einflugloch des Nistkastens am besten Richtung Osten aus, so sind die Tiere vor Regen geschützt. Nistkästen kann man auch wunderbar alleine bauen: Darauf sollten Sie beim Nistkasten-Bau achten!

Futterstellen für Vögel* können sowohl an den Bäumen hängen oder auf einem Pfosten montiert sein. Damit das Futter nicht nass wird, kann es durch ein kleines Holzdach überdeckt werden. Alternativ lassen sich Futtersilos* aufhängen, in denen die Kerne und Samen sauber und trocken bleiben. Über Meisenknödel* freuen sich neben den namensgebenden Meisen auch Spechte, Sperlinge sowie Eichhörnchen.

Tipp: Futterstelle sollten sich mindestens 1,50 Meter über dem Boden befinden, damit sie vor Katzen geschützt sind.

Sträucher zurückschneiden, auch im Januar

Vor allem der Haselnussstrauch freut sich im Januar über einen Rückschnitt*. Der Grund: Die Haselzweige blühen nur, wenn sie genügend Licht bekommen. Die Faustregel: Sechs bis acht Haupttriebe genügen pro Strauch. Da der Haselnussstrauch im Februar zu blühen beginnt, sollten Bodentriebe und alte Zweige regelmäßig abgeschnitten werden. Haben Sie sich beim Baumverschnitt mit Harz bekleckert: So können Sie Harzflecke einfach entfernen!

Tipp: Wer Haselnüsse satt ernten will, pflanzt mehrere Sträucher, damit diese sich gegenseitig befruchten können. Jede Pflanze bildet nämlich männliche und weibliche Blüten aus, und der Wind erledigt die Befruchtung.

Rosenbögen und andere Rankhilfen erneuern

Wenn die Kletterrosen nicht in Blütenpracht stehen, merken Sie, dass Ihr Rosenbogen auch schon mal bessere Zeiten gesehen hat. Im Januar ist der optimale Zeitpunkt, Rosenbögen und andere Rankhilfen* zu erneuern oder neu zu streichen. Schneiden Sie dafür die Kletterpflanzen so weit zurück, dass vier bis fünf lange, kräftige Haupttriebe übrig bleiben. Nachdem Sie diese von der Rankhilfe gelöst haben, können Sie mit den Renovierungsarbeiten beginnen. Anschließend ziehen Sie die Triebe wieder durch die Gitter. Im Frühling werden Sie von einem hübschen Rosenbogen in Ihrem Garten begrüßt!

Pflanze des Monats: Schneeball

Der Schneeball* gehört zur Familie der Moschuskrautgewächse, mehr als 150 Arten sind bekannt.

In Mitteleuropa heimisch sind der Gewöhnliche und der Wollige Schneeball. Ihren Namen verdankt diese winterharte Gattung ihren kugelförmigen und weißen Blütenständen.

Ob im Staudenbeet oder einzeln gepflanzt, der Schneeball benötigt genügend Platz, um seinen aufregenden Wuchs zu entfalten. Er wird bis zu 2,50 m hoch. Ein durchlässiger Gartenboden und ein sonniger bis halbsonniger Standort genügen.

Vorausschauend für den Frühling: So bringen Sie Ihren Garten ganz umweltbewusst zum Blühen und Grünen! Weitere spannende Artikel finden Sie auf unserer Themenseite Garten und Balkon.

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