Aktualisiert: 16.11.2020 - 17:59

Gartenkalender 2020 Gartenarbeit im Dezember: So machen Sie den Garten winterfest!

Von Stephanie Brümmer

Gartenarbeiten im Winter: Das sollten Sie jetzt tun!

Gartenarbeiten im Winter: Das sollten Sie jetzt tun!

Gärtnern macht riesig Spaß und ist ein toller Ausgleich, bedeutet jedoch selbst im Winter Arbeit. Im Video sehen Sie, welche Arbeiten in den Wintermonaten für Hobbygärtner anfallen.

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Die nasskalten Dezembertage laden nicht gerade zur Gartenarbeit ein. Doch wer im Frühling von einem blühenden Garten begrüßt werden will, sollte jetzt trotzdem einiges erledigen!

Winterschutz für Pflanzen, Gehölze schneiden oder Futterplätze für Vögel einrichten: Wir zeigen Ihnen, welche Gartenarbeiten im Dezember anfallen. Wer denkt, bei Frost und Schnee herrscht im Garten Winterruhe, der irrt. Oder hätten Sie gedacht, dass auch der Teich im Garten im Dezember etwas Aufmerksamkeit erfordert?

Diese Gartenarbeiten stehen im Dezember an

Wenn kein Dauerfrost herrscht, ist der Dezember der ideale Monat, um die groben Gartenarbeiten zu erledigen. Dazu gehören u.a. Beschnitte der Gehölze und das Abdecken des Teichs.

Gehölze schneiden und pflanzen

Stutzen Sie jetzt die Gehölze, deren Wundverschluss im Frühjahr schlecht ist. Weiden zum Beispiel haben im Dezember eine gute Schnittverträglichkeit. Führen Sie den Schnitt an der regenabgewandten Seite durch. Wenn die Schnitte großflächiger sind, empfiehlt sich auch Baumwachs*. Wenn der Boden noch nicht gefroren ist, lassen sich Gehölze auch prima neu pflanzen. Tipp: Binden Sie junge Gehölze gut an und treten Sie die Erde ausreichend fest, um sie bei starken Winden entsprechend zu stützen. Außerdem benötigen junge Pflanzen ohne stark verzweigte Wurzeln an trockenen Tagen genügend Wasser.

Deko-Tipp: Zweige der Kirsche, des Apfels und der Forsythie können Sie Anfang Dezember schneiden und dekorativ in eine Vase* stellen. Am Tag der heiligen Barbara, dem 4. Dezember, blühen die Zweige dann hoffentlich pünktlich zu den Weihnachtstagen. Damit sie blühen, benötigen sie zuvor einen Kälteschock, lassen Sie die Zweige deshalb eine kalte Nacht lang auf dem Balkon liegen.

Immergrüne auch im Winter gießen

Wussten Sie, dass die meisten Pflanzen im Winter nicht erfrieren, sondern verdursten? Auch im Dezember herrschen Plustemperaturen, d.h. Ihre immergrünen Pflanzen wie Buchs, Eiben und Rhododendron müssen entsprechend gegossen werden, da sie das Wasser nicht aus dem gefrorenen Boden ziehen können. Tipp: Entfernen Sie vorher dicke Schnee- und Eisdecken auf den Pflanzen. Winterharte Pflanzen können auch längere Kälteperioden gut aushalten, da sie ihren Stoffwechsel stark reduzieren können. Bei starkem Sonnenschein wird dieser aber wieder angekurbelt. Frostschäden können Sie mit einer Schicht aus Rindenmulch* oder Herbstlaub verhindern.

Kübelpflanzen gut einpacken

Packen Sie winterharte Pflanzen in Kübeln gut ein, zum Beispiel mit Jute* oder Vlies*, um sie vor Frost zu schützen. Tipp: Eine untergestellte Styroporplatte* dämmt gegen Bodenkälte. Nicht winterharte Pflanzen benötigen einen Umzug in Wintergarten, Keller oder Garage.

Vögel benötigen Futterplätze

In Zeiten knapper Nahrung freuen sich unsere gefiederten Freunde über eine passende Futterstelle im Garten. Körnerfresser wie Fink und Sperling lieben Sonnenblumenkörner*. Weichfutterfresser wie Amseln, Meisen oder Rotkelchen freuen sich über Meisenknödel*, Kleie und Rosinen. Tipp: Spezielle Futterautomaten* verhindern das Nasswerden und Verschmutzen des Vogelfutters. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Vogelfutter selbst machen. Kennen Sie schon diese heimischen Vögel?

Nicht nur für Vögel ist der Winter eine schwierige Zeit, auch Igel und Eichhörnchen können einen Unterschlupf oder etwas Futter gebrauchen. Wer eines dieser Waldtiere in seinem Garten findet, sollte es auf gar keinen Fall anfassen oder ins Haus locken. Wie Sie Ihren Garten für Igel und Eichhörnchen ausstatten, lesen Sie hier!

Schneelast von Sträuchern und Bäumen beseitigen

Schnee ist schwer und kann empfindliche und junge Gehölze sowie Immergrüne belasten. Schütteln oder fegen Sie den Schnee von Ästen und Zweigen ab, um ein Abrechen zu verhindern.Empfindliche Ziersträucher binden Sie am besten mit Kokosstricken* zusammen, um den Schneebruch zu verhindern.

Bäume vor dem Austrocknen schützen

Wer im Herbst Sträucher oder Obstbäume gepflanzt hat, muss diese im Dezember ausgiebig wässern. Bereits nach der Anpflanzung sollten die jungen Hölzer mit ausreichend Wasser versogt werden. Decken Sie außerdem den Wurzelbereich mit speziellen Schutzmatten* ab, das schützt vor zu starker Austrocknung und winterlicher Kälte.

Gartenarbeit im Dezember: Netze für den Gartenteich

Auch der Gartenteich und seine Bewohner benötigen zur kalten Jahreszeit Schutz. Idealerweise spannen Sie ein Netz über den Teich*, bevor das Laub von den Bäumen fällt. So verhindern Sie ein Verrotten im Teich. Wer zu spät dran ist, sollte das Laub vom Teichgrund fischen*. Bei starker Kälte ist die Fütterung der Teichfische einzustellen, da sich die Tiere jetzt in Winterruhe begeben. Nicht winterharte Teichpflanzen wie Seerosen sollten im Dezember entfernt werden und an einem wärmeren Ort überwintern. Dasselbe gilt für Teich-Filter und -Pumpen. Um auch bei eisigen Temperaturen den Austausch von Sauerstoff und Faulgasen zu gewährleisten, können Sie bei größeren Teichen Eisfreihalter* über der tiefsten Stelle im Teich platzieren. Das verhindert das komplette Zufrieren.

Eine Strohmatte* in der Mitte des Wassers genügt bei kleineren Teichen in der Regel völlig. Sollte der Teich schon von einer geschlossenen Eisschicht bedeckt sein, ist Fingerspitzengefühl gefragt, um die Teichbewohner nicht zu gefährden. Ein plötzliches Loch in der Eisdecke führt zu einem plötzlichen Druckunterschied, in dessen Folge die Schwimmblasen der Fische platzen können. Besser ist, behutsam mit heißem Wasser ein Loch zu schmelzen und anschließend einen Eisfreihalter einzusetzen.

Gemüse ernten im Dezember – das geht!

Bei einigen Gemüsesorten sorgt der Frost für den richtigen Geschmack. Dazu zählen zum Beispiel Grünkohl , Rosenkohl oder Lauch. Diese Gemüsearten und auch Wurzelgemüse wie Schwarzwurzeln können Sie im Beet stehen lassen – das Wurzelgemüse allerdings nur, solange der Boden nicht gefroren ist. Tipp: Pflücken Sie Rosenkohl nicht bei Frost, sondern warten Sie, bis die Röschen aufgetaut sind, um die Pflanze nicht zu beschädigen.

Einige Blattgemüse wie Rosenkohl und Lauch sollten bei sehr kalten Wintertemperaturen unter -5 Grad Celcius vor Frost geschützt werden. Das Beet können Sie mit Vlies* oder Zweigen abdecken. Auch Feldsalat, Chicorée und Spinat können unter dieser Schutzschicht problemlos überwintern.

Alles, was Frost nicht verträgt, können Sie ab Dezember einlagern. Dazu zählen frostempfindliches Wurzelgemüse wie Rote Beete, Möhren oder Knollensellerie. Entfernen Sie das Gemüse möglichst bei trockener Witterung, so bleibt weniger Erde an den Pflanzen haften. Lagern Sie Ihre Ernte an einem kühlen Ort bei Temperaturen zwischen zwei und vier Grad Celsius. Idealer Aufbewahrungsort ist eine Kiste mit Sand*, die im Keller überwintern kann.

Pflanze des Monats: Mistelkraut

Die Mistel gilt seit 1500 Jahren als magische und heilende Pflanze. Auch heute wird sie zum Beispiel als Weihnachtsschmuck an die Haustür gehängt, um das Haus zu schützen und Liebende, die sich unter Misteln küssen, zum glücklichen Liebespaar zu machen. Misteln sind Halbschmarotzer, die auf Nadelbäumen oder Laubbäumen wachsen – das tun sie aber so langsam, dass ein vereinzelter Befall einem großen Baum wenig anhaben kann.

Mistelkraut kann als Tee zur Regulierung des Blutdrucks, bei Herzschwäche und Arteriosklerose eingesetzt werden. Misteltee* kurbelt Verdauung und Stoffwechsel an und soll gegen rheumatische Beschwerden helfen. Ihm wird außerdem ein nervenstärkende Wirkung nachgesagt. In den Wechseljahren kann es typische Beschwerden lindern. Auch bei Menstruationsbeschwerden und nach Geburten wirkt Misteltee mit seinen blutstillenden Eigenschaften heilend. Als Wickel oder Badezusatz* soll Mistelkraut gegen Ekzeme helfen.

Das sind die Gartenarbeiten im Dezember. Weitere Tipps, wie Sie Ihren Garten winterfest machen, haben wir ebenfalls für Sie vorbereitet. Mit diesen technische Highlights lädt der Garten noch mehr zum Wohlfühlen ein. Haben Sie auch schon Ihr Haus für den Winter vorbereitet? Wir zeigen, wie Sie das machen!

Mehr Informationen finden Sie auch auf unserer Themenseite Garten und Balkon sowie in diesen Videos:

Die Gartenarbeiten nach den Jahreszeiten
Die Gartenarbeiten nach den Jahreszeiten

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