30.10.2019 - 17:09

Gartenkalender 2019 Gartenarbeit im November: Das steht jetzt an!

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Auch im November steht einiges an Gartenarbeit an. Jetzt müssen das Laub entsorgt und der Garten winterfit gemacht werden.

Foto: iStock (3) [M]

Auch im November steht einiges an Gartenarbeit an. Jetzt müssen das Laub entsorgt und der Garten winterfit gemacht werden.

Gärtnern macht riesig Spaß, ist aber auch viel Arbeit. Wer reich ernten und Freude an seinen Pflanzen haben möchte, hat das ganze Jahr über zu tun.

Die Temperaturen sinken, Bodenfröste sind in der Regel an der Tagesordnung, Nebel und Nässe sowie die frühe Dunkelheit machen den Garten vielleicht nicht zum Lieblingsort zu dieser Jahreszeit, dennoch ist auch im November im Garten einiges zu tun. Dieser Arbeiten stehen an!

Gartenarbeiten im November: Den Garten frostsicher machen

Stauden, die Samenkapseln haben, können stehen bleiben, andere wie Beifuß, Frauenmantel oder Katzenminze werden geschnitten.

Die Königin der Blumen braucht besonderen Schutz: Schütten Sie bei Ihren Rosen zum Beispiel Pferde- oder Rindermist oder Kompost bis über die Veredlungsstelle. So ist die Pflanze nicht nur perfekt mit Nährstoffen versorgt, sondern auch gut vor der Kälte geschützt. Kletterrosen sollten Sie gut anbinden, damit sie unter der Last des Schnees nicht abbrechen.

Die abgeernteten Beete sollten im November winterfest gemacht werden. Ideal dafür sind Mulch und Kompost aus Laubabfällen. Auch Grasschnitt und andere Gartenabfälle eignen sich dafür und versorgen den Boden zudem mit Nährstoffen. Schütten Sie dazu eine ca. ein bis zwei Zentimeter dicke Schicht auf die leeren Beete, das genügt. Der Grund: Die im Boden befindlichen Mikroorganismen brauchen genug Luftzufuhr, um die Pflanzenteile in Humus zu zersetzen. Wenn die Schicht zu dick ist, kann der Boden ersticken sowie faulen und schimmeln.

  • Tipp: Befreien Sie die Beete jetzt noch einmal von Unkraut. Das spart für den Frühling viel Zeit.

Herbstlaub können Sie hier liegen lassen

Unter Sträuchern und Bäumen kann das gefallene Laub liegen bleiben, da Schattenstauden sowie schattenverträgliche Bodendecker daran naturgemäß gewöhnt sind. Anders ist das beim Rasen und klassischen Beetstauden, denen raubt das Laub nämlich das lebenswichtige Licht. Wer das Laub nicht im Kompost entsorgen möchte, kehrt es einfach unter Bäume oder Sträucher.

  • Tipp: Wer schwer verrottbares Laub wie Walnuss-, Eichen, Kastanien oder Pappelblätter hat, sollte es für die bessere Zersetzung vorher zerkleinern.

Richtig kompostieren – die Mischung macht‘s

Auf den Kompost gehören aber nicht nur Laubreste, auch Rasenschnitt, Zweige oder Küchenabfälle sollten kompostiert werden und sorgen für den richtigen Mix. Der Laubanteil darf generell nicht mehr als ca. ein Fünftel betragen.

  • Tipp: Wer Laubhaufen an geschützten Ecken seines Gartens aufschüttet, schafft Winterquartiere für Kleintiere.

Wichtig: Laub gehört nicht in den Hausmüll und dürfen auch nicht im Wald entsorgt werden, sondern – wenn nicht auf den Kompost – in spezielle Laubsäcke, die von Entsorgungsunternehmen abgeholt werden. Tipps gefällig? Hier finden Sie eine Anleitung zum Kompostieren: So geht es ganz einfach!

Herbstschnitt für Obstbäume

Im November werden Obstgehölze, wenn nicht schon im Oktober geschehen, für die nächste Saison fit gemacht, dafür muss natürlich die Erntezeit abgeschlossen sein. Idealerweise werden die Bäume bei Temperaturen über Null Grad geschnitten, damit die Schnittwunden an den Ästen besser heilen.

  • Tipp: Um Insekten vor allem von Apfelbäumen fernzuhalten, können Sie in ca. 1 Meter Höhe Leimringe um die Stämme legen. So kommen die kleinen Plagegeister nicht die Stämme hoch, um ihre Eier in die Fruchtansätze zu legen.

Pflanzzeit für diese Früchtchen

Ob Süß- oder Sauerkirsche, Apfel oder Birne, Pflaume oder Quitte: Wer im November pflanzt, gibt den Gehölzen die Möglichkeit, noch vor Beginn stärkerer Fröste gut anzuwachsen und wurzeln zu können. Folglich "lernen" sie und überstehen auch Frostattacken besser. Das Ergebnis kann sich dann im Frühjahr sehen lassen, die Bäume treiben gut aus und blühen sogar. Im November können auch Himbeere und Brombeere, Johannisbeere und Stachelbeere gepflanzt werden.

Kohl am besten nach dem ersten Frost ernten

Frühsorten des Rosenkohls und Chinakohl werden idealerweise nach dem ersten Frost von November bis Dezember geerntet. Der Grund: Durch Minusgrade steigt der Zuckergehalt im Kohl und intensiviert das Aroma. Warten Sie aber mit der Ernte, bis die Röschen des Rosenkohls aufgetaut sind. Das verbessert das Nachwachsen der Knospen.

Pflanze des Monats: Osmanthus (Duftblüher)

Die Duftblüte Osmanthus ist ein immergrünes Gewächs, dass gerade in der kalten Jahreszeit den Garten verschönert. Seinen Namen verdankt es seinem intensiven Blütenaroma. Griechisch "osme" bedeutet Duft, "anthos" heißt Blüte. Die Herbst-Duftblüte, die wegen ihrer Blätter auch als Stachelblättrige Duftblüte bezeichnet wird, schmückt sich ein halbes Jahr nach der Blüte im Frühling jetzt mit einem duftenden Flor. Duftblüten als Gartenpflanzen sind sehr pflegeleichte Gehölze, sind robust und wenig anfällig für Krankheiten oder Schädlinge.

Das sind die Gartenarbeiten im November. Weitere 10 Tipps, wie Sie Ihren Garten winterfest machen, haben wir ebenfalls für Sie vorbereitet.

Mehr Informationen finden Sie auch auf unserer Themenseite Garten und Balkon.

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