27.09.2019

Gartenkalender 2019 Gartenarbeit im Oktober: Das steht jetzt an!

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Der Garten gibt im Oktober nochmal so richtig Gas! Geerntet werden Kürbisse und viele Kohlsorten. Diese Arbeiten stehen jetzt im Garten an.

Foto: iStock (3) [M]

Der Garten gibt im Oktober nochmal so richtig Gas! Geerntet werden Kürbisse und viele Kohlsorten. Diese Arbeiten stehen jetzt im Garten an.

Gärtnern macht riesig Spaß, ist aber auch viel Arbeit. Wer reich ernten und Freude an seinen Pflanzen haben möchte, hat das ganze Jahr über zu tun.

Im Oktober werden die letzten Gemüsesorten geerntet und Hobbygärtner bereiten sich auf die weniger arbeitsintensive Zeit vor. Doch vorher müssen noch einige Gartenarbeiten erledigt werden. Das steht jetzt im Oktober an!

Diese Arbeiten stehen im Oktober an: Laub regelmäßig entfernen

Herbstzeit ist Harkzeit. Entfernen Sie regelmäßig Laub auf Beeten und Rasen, alle zwei Wochen sollten Sie dafür Zeit finden. Der Grund: Bei zu dicker Blätterschicht, können z.B. Grashalme nicht mehr atmen.

Wichtig: Wer viel Laub auf seinen Hecken hat, sollte dieses schnellstmöglich entfernen, da die Gefahr besteht, dass die Pflanzen faulen und nicht genügend Licht für ihr Wachstum bekommen.

Achtung: Erste Frosttage!

Frostempfindliche Kübelpflanzen wie Fuchsien dürfen jetzt nach drinnen. Ob Gartenhaus oder Keller: Sie überstehen den Winter bei Temperaturen von fünf bis zehn Grad und Dunkelheit. Eher hell und kühl möchten exotischere Pflanzen wie Zitronen, Oleander und Rosmarin überwintern. Hier bietet sich ein Standort am Fenster, z.B. in einem ungeheizten Schlafzimmer an. Bougainvillea und Hibiskus stehen genauso hell aber wärmer bei Temperaturen um 16 bis 18 Grad z.B. im Wintergarten ideal.

Diese Pflanzen kommen jetzt in die Erde

Im Herbst werden Zwiebelblumen wie Tulpen, Narzissen und Schneeglöckchen gepflanzt, die sich jetzt an den Standort gewöhnen, und vor der Winterruhe noch Wurzeln ausbilden können. Nicht gepflanzt werden vor dem Winter dagegen Gräser.

Im Oktober müssen nun auch Stauden wie Eisenhut, Fackellilie, Bergenie, Taglilie und Frauenmantel gesät werden, da sie vor dem Austreiben den winterlichen Kälteschock benötigen. Ideal ist eine Aussaat im Topf, den sie an einem geschützten Standort draußen über den Winter platzieren.

Auch neue Obstgehölze werden jetzt gepflanzt, damit sie zum ersten Frost gut anwurzeln können.

  • Tipp: Die Mischpflanzung macht’s. Die Anpflanzung verschiedener Sorten ist günstig für die Befruchtung. Bei Süßkirschen, Apfelbäumen und einige Pflaumensorten ist sie unabdingbar, da die Obsternte sonst ausbleibt. Weiterer Vorteil der Mischpflanzung: Durch frühe, mittelfrühe und späte Sorten kann von Sommer bis Herbst geerntet werden.

Rosen egal welcher Sorte werden im Herbst gepflanzt und benötigen einen nährstoffreichen, sonnigen Standort. Bei frostempfindlicheren Sorten sollte mit Kompost angehäufelt werden.

  • Tipp: Eine zusätzliche Auflage mit Reisig schützt die Königin der Blumen vor Kälte.

Vorsichtige Rückschnitte im Oktober

Seien Sie im Herbst zurückhaltend beim Rückschnitt von Rosen, damit nach möglichen Winterschäden noch genügend Pflanzenmaterial vorhanden ist. Ein Ordnungsschnitt genügt. Im Frühjahr können Rosen dann auf drei bis vier Augen eingekürzt werden.

Die Regel gilt auch für andere Pflanzen: Korrigieren Sie Wildwuchs und kürzen Sie zu lange Triebe von verblühten Stauden und Gräser auf Kniehöhe ein. Der ökologische Grund: Nützliche Insekten suchen hohle Stängel und Samenkapseln auf. Außerdem können getrocknete Triebe im Frühjahr viel einfacher entfernt bzw. weggebrochen werden.

Mulchen schützt vor Frostschäden

Offene Flächen und Pflanzen freuen sich angesichts des Frosts über eine wärmende und nährende Mulchschicht aus Laub oder Staudenschnitt. Das organische Material zersetzt sich zu Humus, dieser speichert Nährstoffe und Wasser.

Der Boden macht sich locker

Bei schweren Böden ist es sinnvoll nach der letzten Ernte den Boden im Oktober bzw. November komplett umzugraben. So kann er im Winter ganz durchfrieren. Durch die Ausdehnung des Wassers durch Kälte, brechen dicke Erdklumpen zu Krümeln auf. Der Boden ist also im Frühjahr gut aufgelockert, der Regen kann besser abfließen, die Erde wärmt besser durch und lässt sich besser bepflanzen.

Das können Sie jetzt ernten

Neben verschiedenen Kürbissorten, können auch Gurke und Zucchini geerntet werden. Auch Zwiebeln, Lauch und Schalotten sowie Salate, Spinat und Mangold kommen jetzt aus der Erde auf den Tisch. Dasselbe gilt für Radieschen, Rettich, Rote Beete und verschiedene Kohlarten. Im Oktober gibt es auch noch Brombeeren, Zwetschgen, Äpfel und Birnen.

Pflanze des Monats Oktober – der Holunder

Ab September bzw. Oktober sind die schwarzen Holunder-Beeren erntereif. Sowohl die Blüten als auch die Beeren des Holunders stärken das Immunsystem. Ein Blütenaufguss wirkt schweißtreibend, die entzündungshemmende und schleimlösende Eigenschaft schafft bei Husten, Heiserkeit, bei Bronchitis und Grippe Erleichterung. Außerdem wird die krampflösende und entgiftende Wirkung von Holunder bei Blasenleiden empfohlen.

Die schwarzen Beeren des Holunders sind voller Vitamine und Spurenelemente. Der rote Farbstoff der Beeren schützt außerdem das Herz und kann den Blutdruck senken.

Mehr Informationen finden Sie auch auf unserer Themenseite Garten und Balkon.

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