Aktualisiert: 29.07.2020 - 11:47

Gartenkalender 2021 Gartenarbeit im August: Das steht jetzt an!

Im August ist die anstehende Gartenarbeit nicht ganz so anstrengend, doch zu tun gibt es überall etwas. Die reiche Ernte belohnt die Mühe auf jeden Fall.

Foto: iStock (3) [M]

Im August ist die anstehende Gartenarbeit nicht ganz so anstrengend, doch zu tun gibt es überall etwas. Die reiche Ernte belohnt die Mühe auf jeden Fall.

Gärtnern macht riesig Spaß, bedeutet aber auch viel Arbeit. Wer reich ernten und sich an seinen Pflanzen freuen möchte, hat das ganze Jahr über zu tun. Der August fordert uns nicht mehr so viel, doch ein wenig ist immer zu tun. Es gibt reichlich zu ernten!

August ist Erntezeit im Garten: Neben Obst und Gemüse sowie Kräutern kommen jetzt auch Salate, Hülsen- und Knollenfrüchte auf den reich gedeckten Tisch. Welche Gartenarbeiten im August anstehen, damit Sie sich an einem traumhaften Spätsommergarten erfreuen können, verraten wir Ihnen mit den folgenden Tipps. Außerdem erfahren Sie, warum Sie ein Auge auf Ihre Tomaten und ihren Teich haben sollten.

Diese Gartenarbeiten stehen im August an: Es ist angerichtet!

Satte Ernte im August: Hobbygärtner und Beerenfreunde dürfen sich jetzt über Stachel-, Johannis-, Him-, Blau-, Brom- sowie Heidelbeeren freuen. Auch die Bäume tragen gut an. Birnen, Sauer- und Süßkirschen sowie Äpfel, Pflaumen, Zwetschgen und Mirabellen sind jetzt zahlreich an den Ästen zu finden.

  • Tipp: Jetzt ist Pflanzzeit für Erdbeeren!* Alle, die im nächsten Jahr köstliche Erdbeeren ernten wollen, müssen die leckeren Früchte noch vor Mitte August pflanzen. Am besten wurden auf der Anbaufläche möglichst seit vier Jahren keine Erdbeeren mehr angebaut, um so Krankheiten vorzubeugen.

Lecker! Lauch, Zwiebeln, Radieschen und Co.

Gemüse satt heißt es im August. Freuen Sie sich auf Zucchini, Gurken, Artischocken, Tomaten, Bohnen und Mais. Auch Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen sind soweit. Genau wie alle Blattsalate, der gesunde Spinat und der leckere Mangold.

Apropos Erntezeit für den Spinat: Was sie alles Leckeres aus dem gesunden Gemüse zubereiten können, finden Sie auf unserer Themenseite Spinat.

Neben Weiß- und Rotkohl kommen im August auch Blumenkohl, Wirsing, Brokkoli und Kohlrabi auf den Tisch. Das Wurzelgemüse ist ebenfalls jetzt verzehrbereit, denn Kartoffeln, Fenchel, Möhren und Radieschen, rote Beete, weißer Rettich und Sellerie möchten aus der Erde geholt werden.

Aussaat im Gemüsegarten und besondere Pflege für Tomaten

Nach der Ernte ist vor der Ernte: Im August werden Zwiebeln*, Salate* und Spinat* nicht nur geerntet, sondern auch gleich wieder ausgesät, wenn sie winterhart sind. Nutzen Sie freigewordene, abgeerntete Flächen, um so genannte Kurzzeitkulturen anzupflanzen – dazu gehören neben Kopfsalat z.B. Radieschen*.

Tomatenpflanzen sollten Sie im August näher ansehen. Die sogenannte Braunfäule kann hier zum Problem werden. Entfernen Sie zur Sicherheit bodennahe und, falls vorhanden, natürlich bereits erkrankte Blätter. Vermeiden Sie Spritzwasser beim Gießen.

  • Tipp: Eindämmen lässt sich der gefährliche Sporenflug auch durch das Mulchen* des Bodens.

Heißer Sommer? Daher immer wieder wässern

Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist im heißen Sommermonat August der frühe Morgen oder Abend. Denken Sie nicht nur an Ihren Rasen, sondern auch an Stauden oder Topfpflanzen, denn diese machen bei großer Hitze schnell schlapp. Auch nach einem Wärmegewitter sollten Sie gießen oder sprengen: Der Schauer macht oft nur die Oberfläche nass.

Wenn Sie Kübelpflanzen auf dem Fenstersims oder unter einer Balkonabdeckung stehen haben, sollten Sie diese auch regelmäßig gießen. Der Regen kommt hier von alleine nicht hin.

  • Tipp: Eine Schneckenplage können Sie auch durch das richtige Gieß-Timing besiegen. Wenn Sie nur früh morgens wässern, verlieren die Beete für die nächtlich herumziehenden Schnecken an Interesse, da sie nicht mehr so feucht und saftig sind.

Sauerstoffmangel im Teich: Das können Sie tun!

Gerade in heißen Sommermonaten sollten Sie ein wachsames Auge auf Ihren Gartenteich haben. Durch fehlenden Regen und hohe Temperaturen sinkt der Sauerstoffgehalt des Wassers, während der Nährstoffgehalt steigt. Absterbende Pflanzen und Tiere können die Folge sein, der Teich "kippt um" und wird trübe.

Tipp: Entfernen Sie Algen, tote Blätter, abgestorbene Insekten, Schlacke jeder Art regelmäßig mit einem Kescher*, den Rest wird ein gut funktionierender Teichfilter* erledigen. Diese Aufgabe freut auch viele Kinder, denn das Keschern fordert viel Aufmerksamkeit und fördert die Nähe zur Natur.

Haltbarer Vasenschmuck aus Hortensien

Die Schneeballhortensie "Annabelle"* (Hydrangea arborescens) blüht jetzt richtig schön auf. Für eine tolle Tischdeko können Sie noch nicht ganz geöffnete Blüten vorsichtig abschneiden (am besten in den Morgenstunden) und in eine Blumenvase* stellen. Außerdem eignen sich Hortensienblüten wunderbar zum Trocknen. Legen Sie die Hortensienblüten einfach an eine dunkle, kühle Stelle. Sobald die Blüten vollständig getrocknet sind, können Sie den Blumenschmuck die nächsten Monate als Deko verwenden.

Gleichzeitig sollten Sie auch an das Düngen der Hortensienpflanzen denken. Für sattgrüne Blätter brauchen die Hortensien einen leicht sauren Boden. Für die leuchtenden Farben der Blüten brauchen die Hortenseien ebenfalls die richtigen Nährstoffe. Verwenden Sie daher einen Spezialdünger für Hortensien*.

Verbrannter Rasen

Bei braunen Stellen kann Erste Hilfe geleistet werden: Haben sich durch extreme Sonneneinstrahlung braune Stellen gebildet, können sogenannte Rasenpflaster* helfen, den Rasen wieder auszubessern. Dabei handelt es sich um spezielle Mischungen aus Saatgut, Dünger und Erde, die unabhängig vom Boden gut anwachsen. Erst den Boden auflockern und mit etwas Humus* versetzen, dann das Pflaster einsetzen. Auch das Nachsäen an braunen Stellen macht Sinn, allerdings sollten Sie damit noch bis September warten.

Außerdem: Jetzt sollten Sie Ihren Lavendel leicht zurückschneiden. Kürzen Sie dabei die Triebe um ca. 1/3. Der große Rückschnitt erfolgt dann erst im Frühjahr.

Pflanze des Monats August: die Gewöhnliche Sonnenblume

Die einjährige Gewöhnliche Sonnenblume (Helianthus annuus) schmückt mit ihrem leuchtenden Gelb jeden Garten und wächst von August bis September. Sie verträgt keine längeren Trockenperioden und sollte ausreichend gewässert werden. Da Sonnenblumen je nach Sorte zwischen 120 Zentimeter und 250 Zentimeter hoch werden können, sollte man sie z.B. mit langen Bambusstangen abstützen, damit die Stängel nicht abknicken.

  • Tipp: Gegen Vögel, die gerne naschen, können Sie ein engmaschiges Netz* über die Sonnenblumen legen, damit sie nicht schon im Sommer alle reifenden Kerne stibitzen.

Quellen: www.gartenmonat.de, www.gartentipps.com, www.ndr.de, www.mein-schoener-garten.de

Das sind die Gartenarbeiten im August. Und jetzt heißt es genießen! Wenn da nur nicht diese kleinen Biester wären... Mückenschutz-Kleidung: So finden Sie den richtigen Schutz. Gott sei Dank gibt es Hausmittel, die gegen Mücken helfen.

Mehr hilfreiche Tipps für alle Hobbygärtner und Blumenliebhaber finden Sie auch auf unserer Themenseite Garten und Balkon.

_____________

Zu den Links:
Der Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Die verlinkten Angebote stammen nicht vom Verlag. Sofern Sie die Links zum Kauf der verlinkten Produkte nutzen, erhalten wir eine kleine Provision, ohne dass Ihnen hierdurch zusätzliche Kosten entstehen. Die Einnahmen tragen dazu bei, Ihnen hochwertigen, unterhaltenden Journalismus kostenfrei anbieten zu können.

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen
Eine Webseite der FUNKE Mediengruppe