Aktualisiert: 25.06.2021 - 15:26

Gartenkalender 2021 Gartenarbeit im Juli: Das steht jetzt an!

Der Hochsommer ist angekommen: Genießen Sie Ihren traumhaften Garten. Das sind die Gartenarbeiten im Juli!

Foto: iStock (3) Collage BILD der FRAU

Der Hochsommer ist angekommen: Genießen Sie Ihren traumhaften Garten. Das sind die Gartenarbeiten im Juli!

Gärtnern macht riesigen Spaß, ist aber auch viel Arbeit. Wer reich ernten und Freude an seinen Pflanzen haben möchte, hat das ganze Jahr über zu tun. Im Sommer warten die Planzen auf Sonnenschutz und viel Wasser!

Der Sommermonat Juli ist DER Gartengenießer-Monat schlechthin. Draußen sein, die Sonne und die lauen Abende genießen gehört in den Sommermonaten einfach dazu. Doch der Garten und die Blumenpflege lassen uns auch jetzt nicht in Ruhe und verlangen in der warmen Hochzeit Ihre Aufmerksamkeit. Damit Sie weiter viel Freude an Ihrem Garten haben, kommt jetzt einiges auf die Hobbygärtner zu. Diese Gartenarbeiten stehen im Juli an!

Gartenarbeit im Juli: Gießen, gießen, gießen

Aufgrund der hohen Temperaturen ist regelmäßiges und ausreichendes Gießen bzw. Wässern Ihrer Pflanzen und Bäume das wichtigste To-do im Juli. Auch der Rasen darf nicht vergessen werden, denn durch die andauernde Hitze und dem ausbleibenden Regen leidet dieser als größte Fläche des Gartens auch am meisten unter der Trockenheit. Als Faustregel gilt: Wässern Sie ausreichend, aber nicht zu viel! Sonst droht Staunässe. Wer ein automatisches Bewässerungssystem* sein Eigen nennen darf, sollte es alle vier Tage für eine Stunde einschalten, am besten am frühen Morgen oder in den späten Abendstunden.

Und nicht nur die Pflanzen brauchen dringend Wasser – auch Vögel und Insekten haben Durst. So helfen Sie Vögeln mit Vogelbad und Vogeltränke.

Pflegebeschnitte im Juli beachten

Der Efeu legt mit seinem Wachstum jetzt richtig los und muss in Form gehalten werden. Schneiden Sie vor allem die jungen, frischen Triebe ab. So halten Sie Ihren Efeu in Form und ärgern sich später nicht über den Wildwuchs.

Schneiden Sie auch andere Bodendeckerpflanzen wie Johanniskraut und Cotoneaster (Zwergmispeln) in der ersten Juliwoche großzügig zurück, um den Pflanzen ein besseres Verzweigen zu ermöglichen. Das verhindert auch das Unkrautwachstum, da das Pflanzengeflecht dadurch dichter wird.

Entfernen Sie außerdem verwelkte Triebe, wie etwa beim Steppensalbei und die abgestorbenen Rispen beim Sommerflieder, damit sich neue Blüten bilden können.

Stauden, die sich ausbreiten, sollten jetzt verkleinert werden. Dazu stechen Sie Teile des Wurzelballens ab, damit nicht nur die Stauden, sondern auch andere Pflanzen für ein üppiges Wachstum genug Platz im Beet haben.

Rosen düngen gegen Nährstoffmangel

Neben den herrlich blühenden Gladiolen und Dahlien benötigen vor allem die Rosen eine zusätzliche Portion Pflege. Jetzt steht die letzte Düngung* Anfang Juli an, und zwar nicht nur, damit die Pflanzen ihre Blütenpracht erhalten. Vor allem Rosen benötigen die Kraft der Nährstoffe, um die Zweige vor dem Frost stark ausreifen zu lassen.

Im Juli ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass mehrere sehr trockene Tage aufeinander folgen. Somit ist es wichtig, dass der Boden nach dem Düngen ausreichend gewässert wird, damit sich die Nährstoffe gut im Boden verteilen und von den Wurzeln aufgenommen werden können. Rasen düngen: So geht es richtig und ohne Chemie!

Teich säubern und pflegen

Hitze und vermehrte Sonneneinstrahlung lassen die Algen in Ihrem Teich wachsen. Diese sollten Sie jetzt entfernen, um den Pflanzen und Tieren darin noch genügend Raum, Nährstoffe und Sauerstoff zu lassen. Idealerweise fischen Sie die Algen mit einem Kescher* vorsichtig ab, um Fische und andere Kleintiere nicht zu verletzen.

  • Tipp: Natürliche Helfer, um die Algenbildung im Teich zu verhindern bzw. einzudämmen und für genügend Sauerstoffzufuhr zu sorgen, sind Pflanzen wie Froschbiss*, Seekanne* und Hornblatt oder architektonische Hilfen wie Bachläufe und Wasserspiele*, die für Bewegung im Wasser sorgen. Technischen Support bekommen Sie durch den Einsatz von schwimmenden Teichlampen*.

Auch im Juli kann noch gepflanzt und gesät werden

Narzissen* und Iris* dürfen jetzt als Zwiebeln in die Erde, um im Frühjahr Ihren Garten wieder zu verschönern. Tipp: Wenn die Zwiebeln im Frühjahr nicht gut geblüht haben, zerteilen Sie diese einfach vor dem Einbringen in die Erde, damit sie wieder in voller Pracht sprießen.

Auch das Aussäen ist im Juli noch möglich, hier eignen sich alle schnell wachsenden Gemüsesorten wie Erbsen*, Möhren*, Rucola*, Rote Beete*, Rettich* und Kräuter*, die von Herbst bis Winter geerntet werden. Dazu gehören auch Spinat* und Salate*. Sie haben Jungpflanzen vorgezogen? Perfekt, dann haben Sie viel Auswahl auf dem Tisch – in die Erde dürfen z. B. Blumenkohl, Grünkohl*, Fenchel*, Lauch, Rosenkohl, Kohlrabi* und Brokkoli*.

  • Tipp: Wer sät, sollte späte Saatsorten wählen. Lockern und düngen Sie den Boden nach der Ernte des Frühlingsgemüses, bevor Sie neu säen oder pflanzen.

Kräuterschnecke nach Klimazonen bepflanzen

Kräuterbeete oder auch Kräuterschnecken sind ein toller Hingucker in der Gartenecke und erfreuen jeden Hobby- und Sternekoch mit frischen Kräutern. Eine Kräuterspirale hat einen ganz besonderen Aufbau und simuliert mit seiner schneckenhausartigen Form vier unterschiedliche Klimazonen. So können ganz verschiedene Kräuterarten wunderbar gedeihen.

Vier Zonen hat eine Kräuterspirale und verläuft mit einem leichten Anstieg bis zum höchsten Punkt in der Mitte. Unten, am Eingang der Spirale, befindet sich der Nassbereich, wo wasserliebende Pflanzen wie Wasserminze* und Brunnenkresse* gepflanzt werden. Angrenzend an die Nasszone kommt eine Feuchtzone, wo Petersilie*, Kerbel*, Bärlauch* und Basilikum* gut gedeihen. Die dritte Zone ist keine Feuchtzone mehr und lässt das normale Wachsen von Schnittlauch*, Koriander* und Pfefferminze* bestens zu. Der höchste Punkt der Spirale ist der wärmste und trockenste Platz, man kann sie auch als mediterrane Zone bezeichnen. Thymian*, Majoran*, Rosmarin*, Salbei*, Oregano*, Lorbeer und Lavendel* fühlen sich hier wohl.

Sichtschutz und Asien-Flair: Jetzt noch Bambus pflanzen

Wünschen Sie sich noch etwas mehr Privatsphäre in Ihrem Garten oder sehnen Sie sich einfach nach einem Hauch von Asien? Dann können Sie auch im Juli mit Bambus* noch den perfekten Sichtschutz pflanzen. Ideal für die Pflanze ist ein sonniger und warmer Standort, am besten windgeschützt.

Wichtig: Vor allem zwei Bambusgattungen sind bei uns am weitesten verbreitet, der Schirmbambus (Fargesia) und der Flachrohrbambus (Phyllostachys). Den wichtigsten Unterschied stellen die Wurzelstöcke dar: Diese bilden bei den Fargesia-Arten keine Ausläufer, sondern wachsen kompakt. Problematisch können allerdings die Wurzeln der Phyllostachys-Arten werden, denn die bilden im Gegensatz dazu lange sogenannte Rhizome, wodurch sich die Pflanze oft ungewollt im gesamten Garten ausbreitet. Um dies einzudämmen, sollten Sie beim Einpflanzen unbedingt eine Rhizomsperre* ins Pflanzloch einbauen, beispielsweise mit einer dicken Folie aus Polyethylen mit hoher Dichte (HDPE).

Lüften im Gewächshaus nicht vergessen

Im Gewächshaus gedeihen Gemüsesorten wie Tomaten, Paprika und Gurken besonders gut. Doch im Juli steigen im Glashaus die Temperaturen enorm an, sodass es auch den wärmeliebenden Pflanzen zu heiß wird. Daher ist ein regelmäßiges Lüften für den Wärmeaustausch wichtig. Sollten Sie wenig Fenster haben, hilft auch die Unterstützung von einem Ventilator*. Bei Glashäusern können Sie auch Schatten erzeugen, indem Sie speziellen Schattierstoff* auf die Glasplatten legen. Achten Sie nur darauf, dass die Lüftungsvorrichtungen nicht verdeckt werden.

Pflanze des Monats Juli: Gartenhortensie

Die Hauptblütezeit der Gartenhortensie (Hydrangea macrophylla) ist von Juni bis August. Wichtig: Da die diesjährigen Triebe den Blütenansatz für das Folgejahr bilden, werden Gartenhortensien nicht im Herbst zurückgeschnitten, wenn sie im nächsten Jahr blühen sollen.

Die richtige Hortensienpflege schließt den passenden Standort mit ein. Ideal sind feuchte, saure Böden ohne Staunässe an einem halbschattigen Platz. Tipp: Gießen Sie mit Regenwasser, da kalkhaltiges Leitungswasser den pH-Wert des Bodens verändern würde. Die Folge: Chlorose kann die Pflanzen krank machen und die Blätter gelb färben oder sogar abfallen lassen.

Was bei der Gartenarbeit im Juli alles ansteht, wissen Sie jetzt! Und wenn es dunkel wird, haben wir noch 10 geniale Ideen für die Gartenbeleuchtung. Mit dem Sommer suchen uns auch die kleinen Plagegeister wieder auf. Darum sollten Sie Feuerwanzen in Ihrem Garten aber lieben.

Wie Sie Ihren Garten und Balkon ganz umweltbewusst zum Blühen und Grünen bringen, lesen Sie hier. Und so bauen Sie ganz einfach ein Insektenhotel selbst und schenken Insekten in Ihrem Garten ein Zuhause.

Wir haben Ihnen die wichtigsten Gartenarbeit im Sommer in einem kurzen Video zusammen gefasst:

Gartenarbeiten im Sommer
Gartenarbeiten im Sommer

Mehr Informationen finden Sie auch auf unserer Themenseite Garten und Balkon.

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