28.06.2019

Gartenkalender 2019 Gartenarbeit im Juli: Das steht jetzt an!

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Es ist Sommer: Genießen Sie Ihren traumhaften Garten. Das sind die Gartenarbeiten im Juli!

Foto: iStock (3) Collage BILD der FRAU

Es ist Sommer: Genießen Sie Ihren traumhaften Garten. Das sind die Gartenarbeiten im Juli!

Gärtnern macht riesig Spaß, ist aber auch viel Arbeit. Wer reich ernten und Freude an seinen Pflanzen haben möchte, hat das ganze Jahr über zu tun.

Der Sommermonat Juli ist DER Gartengenießer-Monat schlechthin. Draußen sein, die lauen Abende genießen… Diese Arbeiten sind dennoch zu erledigen, damit Sie weiter viel Freude an Ihrem Garten haben. Gartenarbeit im Juli: Das steht jetzt an!

Gartenarbeit im Juli: Gießen, gießen, gießen

Aufgrund der hohen Temperaturen ist regelmäßiges und ausreichendes Gießen bzw. Wässern Ihrer Pflanzen und Bäume das wichtigste ToDo im Juli. Und vergessen Sie Ihren Rasen nicht, der durch die Hitze und ausbleibenden Regen als größte Fläche des Gartens auch am meisten unter der Trockenheit leidet. Die Faustregel: Wässern Sie ausreichend, aber nicht zu viel! Sonst droht Staunässe. Wer ein automatisches Bewässerungssystem sein eigen nennen darf, sollte es alle vier Tage für eine Stunde einschalten.

Aber passen Sie auf! In manchen Gegenden herrscht aufgrund der großen Hitze Wassermangel. Und der führt zu einem Verbot.

Pflegebeschnitte im Juli

Der Efeu legt mit seinem Wachstum jetzt richtig los und muss in Form gehalten werden. Schneiden Sie vor allem die jungen, frischen Triebe ab.

Schneiden Sie auch andere Bodendeckerpflanzen wie Johanniskraut und Cotoneaster (Zwergmispeln) in der ersten Juliwoche großzügig zurück, um den Pflanzen ein besseres Verzweigen zu ermöglichen. Das verhindert auch das Unkrautwachstum, da das Pflanzengeflecht dadurch dichter wird.

Entfernen Sie außerdem verwelkte Triebe, wie etwa beim Steppensalbei und die abgestorbenen Rispen beim Sommerflieder, damit sich neue Blüten bilden können.

Sich ausbreitende Stauden sollten jetzt verkleinert werden. Dazu stechen Sie Teile des Wurzelballens ab, damit nicht nur die Stauden, sondern auch andere Pflanzen für ein üppiges Wachstum genug Platz im Beet haben.

Rosen düngen gegen Nährstoffmangel

Neben den herrlich blühenden Gladiolen und Dahlien, benötigen vor allem die Rosen eine zusätzliche Portion Pflege. Jetzt steht die letzte Düngung Anfang Juli an, und zwar nicht nur damit die Pflanzen ihre Blütenpracht erhalten. Vor allem Rosen benötigen die Kraft der Nährstoffe, um die Zweige vor dem Frost stark ausreifen zu lassen.

Im Juli ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass mehrere sehr trockene Tage aufeinander folgen. Somit ist es wichtig, dass der Boden nach dem Düngen ausreichend gewässert wird, damit sich die Nährstoffe gut im Boden verteilen und von den Wurzeln aufgenommen werden können. Rasen düngen: So geht es richtig und ohne Chemie!

Teich säubern und pflegen

Hitze und vermehrte Sonneneinstrahlung lassen die Algen in Ihrem Teich wachsen. Diese sollten Sie jetzt entfernen, um den Pflanzen und Tieren darin noch genügend Raum, Nährstoffe und Sauerstoff zu lassen. Idealerweise fischen Sie diese mit einem Kescher vorsichtig ab, um Fische und andere Kleintiere nicht zu verletzen.

  • Tipp: Natürliche Helfer, um die Algenbildung im Teich zu verhindern bzw. einzudämmen und für genügend Sauerstoffzufuhr zu sorgen, sind Pflanzen wie Froschbiss, Sekanne und Hornblatt oder architektonische Hilfen wie Bachläufe und Wasserspiele, die für Bewegung im Wasser sorgen. Technischen Support bekommen Sie durch den Einsatz von Teichlampen.

Auch im Juli kann noch gepflanzt und gesät werden

Narzissen und Iris dürfen jetzt als Zwiebeln in die Erde, um im Frühjahr Ihren Garten wieder zu verschönern. Tipp: Wenn die Zwiebeln im Frühjahr nicht gut geblüht haben, zerteilen Sie diese einfach vor dem Einbringen in die Erde, damit sie wieder in voller Pracht sprießen.

Auch das Aussäen ist im Juli noch möglich, hier eignen sich alle schnell wachsenden Gemüsesorten, wie Erbsen, Möhren, Rucola, Rote Beete, Rettich und Kräuter, die von Herbst bis Winter geerntet werden. Dazu gehören auch Spinat und Salate. Sie haben Jungpflanzen vorgezogen? Perfekt, dann haben Sie viel Auswahl auf dem Tisch und in die Erde dürfen z. B. Blumenkohl, Grünkohl, Fenchel, Lauch, Rosenkohl, Kohlrabi und Brokkoli.

  • Tipp: Wer sät, sollte späte Saatsorten wählen. Lockern und düngen Sie den Boden nach der Ernte des Frühlingsgemüses, bevor Sie neu säen oder pflanzen.

Pflanze des Monats Juli: Gartenhortensie

Die Hauptblütezeit der Gartenhortensie (Hydrangea macrophylla) ist von Juni bis August. Wichtig: Da die diesjährigen Triebe den Blütenansatz für das Folgejahr bilden, werden Gartenhortensien nicht im Herbst zurückgeschnitten, wenn sie im nächsten Jahr blühen sollen.

Die perfekte Hortensien-Pflege schließt den passenden Standort mit ein: Ideal sind feuchte, saure Böden ohne Staunässe an einem halbschattigen Platz. Tipp: Gießen Sie mit Regenwasser, da kalkhaltiges Leitungswasser den pH-Wert des Bodens verändern würde. Die Folge: Chlorose kann die Pflanzen krank machen und die Blätter gelb färben oder sogar abfallen lassen.

Gartenarbeit im Juli: Das steht jetzt an! Und wenn es dunkel wird, haben wir noch 10 geniale Ideen für die Gartenbeleuchtung. Mit dem Sommer suchen uns auch die kleinen Plagegeister wieder auf. Darum sollten Sie Feuerwanzen in Ihrem Garten aber lieben.

Ohne Chemie geht's übrigens auch wie im Video unten zu sehen:

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