Aktualisiert: 01.06.2020 - 13:31

Gartenkalender 2021 Gartenarbeit im Juni: Das steht jetzt an!

Gartenarbeiten im Juni haben den großen Vorteil, dass es in der Regel schön warm ist und alles um einen herum grünt und blüht. Wer will da schon von "Arbeit" sprechen...

Foto: imago images (2), iStock (Collage BILD der FRAU)

Gartenarbeiten im Juni haben den großen Vorteil, dass es in der Regel schön warm ist und alles um einen herum grünt und blüht. Wer will da schon von "Arbeit" sprechen...

Gärtnern macht riesig Spaß, ist aber auch viel Arbeit. Der Juni lässt uns bereits leckeres Obst und Gemüse ernten, doch auf Plagegeister sollte man vorbereitet sein. Was jetzt zu tun ist.

Der Juni ist die Hochzeit für Hobbygärtner: Leckeres Obst wie Himbeeren und Kirschen sowie gesundes Gemüse warten darauf, geerntet zu werden. Traumhafte Blumen und Pflanzen verschönern den Garten. Ernten, mähen und jäten, der Obstbaumschnitt sowie das Nachsäen von Gemüse, aber auch die Schädlingsbekämpfung gehört mit zu den wichtigsten Gartenarbeiten im Juni!

Gartenarbeit im Juni: Gemüse darf jetzt raus!

Mit dem Monat Juni droht kein Frost mehr, also kann endlich all das kälteempfindliche Gemüse nach draußen. Gurke* und Aubergine* dürfen jetzt als Jungpflanzen ins Freie gesetzt werden. Sie haben noch keine Möhren*, Salat* oder Kohl* gepflanzt? Kein Problem, das können Sie in diesem Monat nachholen. Salate wie auch Radieschen lassen sich wunderbar in den noch freien Stellen im Beet aussäen.

Auch Zucchini*, Kürbisse* und Bohnen* können noch gesteckt werden. Sie tragen bereits nach einigen Wochen Früchte – vorausgesetzt, sie erhalten genügend Wasser und Wärme.

Gemüse, Obst und Co.: Es ist angerichtet

  • Kartoffeln können Sie ernten, sobald sie abgeblüht sind. Jetzt ist auch der Zeitpunkt Spätkartoffeln* zu stecken, z.B. an die Stelle von Kohlrabi. Tipp: Vermeiden Sie das Setzen von Pflanzen an die gleichen Stellen, an denen Sie bereits geerntet haben. Der Grund: Pilze und Schädlinge befallen in der Regel nur eine Pflanzenart. So verhindern Sie neuen Befall!
  • Tomaten benötigen im Juni Ihre Aufmerksamkeit: Binden Sie die Gewächse an Bambus- oder Holzstangen* an, damit die Pflanze bei Reifung ihrer Früchte unter der schweren Last nicht bricht. Außerdem ist es sinnvoll, die Seitentriebe aus den Blattachseln zu entfernen, damit die Pflanze ihre ganze Kraft in die Früchte steckt.
  • Bei Paprikapflanzen sollten Sie die erste Blüte, die sogenannte Königsblüte, abbrechen, das sorgt für eine üppigere Ernte.
  • Zwiebeln sind erntereif, wenn das herausguckende Grün welkt. Ziehen Sie die Zwiebel samt Blättern aus dem Boden. Beim Abtrocknen kann dadurch der Saft in die Zwiebel ziehen.
  • Achtung bei Rhabarber: Ab der letzten Juniwoche sollten die Stangen nicht mehr geerntet werden, da sich jetzt eine größere Menge Oxalsäure darin abgelagert hat. Und die ist gesundheitsschädlich.
  • Johannisbeere: Wie bei den Tomaten sollten Sie die Stämmchen und Zweige jetzt abstützen, damit Sie unter der Beerenlast nicht abbrechen. Entfernen Sie die unerwünschten Triebe am Stamm regelmäßig.
  • Holunder: Die Blütenstände des schwarzen Holunders sind jetzt bereit zur Herstellung von Holunderblütensirup oder Holunderblütensekt. Warten Sie einige aufeinanderfolgende, warme Tage ab und pflücken Sie die Blüten früh am Morgen. So erhalten Sie das beste Aroma.
  • Süßkirschen werden ab Ende Mai bis Mitte August geerntet. Entsorgen Sie madige Kirschen nicht auf dem Kompost, sie gehören in den Restmüll, um eine weitere Schädlingsverbreitung zu verhindern. Nach dem Ernten der roten Früchtchen sollten Sie die Obstbaumzweige auslichten. Viel Wasser und organischer Dünger sollten sich von selbst verstehen, wenn Sie sich weiterhin über gute Ernteerträge freuen möchten.

Schädlinge und Pflanzenkrankheiten bekämpfen, aber natürlich

Nicht nur die Pflanzen wachsen jetzt kräftig, auch jede Menge Schädlinge wie beispielsweise Blattläuse und Pilzkrankheiten wie Mehltau machen sich jetzt breit. In vielen Fällen können Sie auf die Chemiekeule aber ruhig verzichten, denn auch natürliche Mittel helfen zur Stärkung oder zur Bekämpfung, beispielsweise frische Milch bei echtem Mehltau. Die in der Milch enthaltenen Mikroorganismen bekämpfen den Mehltau-Pilz, der Inhaltsstoff Natriumphosphat stärkt außerdem die Abwehrkräfte der Pflanze und wirkt vorbeugend gegen erneute Erkrankungen durch den Echten Mehltau.

Tipp: Stellen Sie zweimal pro Woche ein 1:8-Gemisch von Milch und Wasser her und sprühen Sie die befallenen Pflanzen damit ordentlich ein. Verwenden Sie dafür möglichst frische Milch, denn in der Milch sollten die Mikroorganismen noch "am Leben" sein. Am besten eignet sich Rohmilch direkt vom Bauern oder aus dem Bioladen. Wichtig: Die bereits von Mehltau befallenen Blätter schneiden Sie ab und sammeln diese auch vom Boden auf. Sonst kann der Pilz erneut in den natürlichen Kreislauf gelangen. UND: Befallene Blätter in die Restmülltonne geben und nicht auf den Komposthaufen.

Auch Kartoffelkäfer können Sie mit Hausmitteln am besten bekämpfen

Und wie Sie Blattläusen ordentlich zu Leibe rücken, erfahren Sie in unserem Video:

Blattläuse bekämpfen: So werden Sie die Schädlinge los
Blattläuse bekämpfen: So werden Sie die Schädlinge los

Blütenpracht braucht Pflege

Im Juni freuen sich Hobbygärtner über traumhaft blühende Petunien, Fuchsien* und Geranien*. Zupfen Sie verwelkte Blüten regelmäßig ab, damit die Pflanze Kraft hat. Das Entfernen alter Triebe fördert das Wachstum neuer und verhindert die Ansiedlung von Pilzen.

  • Tipp: Im Juni können Sie bestehende Lücken im Beet – durch verwelkte Pflanzen wie etwa den Staudenmohn – durch das Neusäen von ein- und zweijährigen Blumen füllen.

Einjährige wie Kornblumen*, Tangetes*, Sonnenblumen* und Ringelblumen* sorgen für traumhafte Farbtupfer im Garten. Auch zweijährigen Blumen wie Bartnelken*, Veilchen* und Stiefmütterchen* sind schnell ausgesät. Wer nicht so lange warten kann, setzt einfach vorgezogene Pflanzen.

Vergessen Sie auch nicht, Ihre Blumen und Rosen zu Düngen. Gerade während ihrer prachtvollen Blütezeit brauchen sie besonders viele Nährstoffe und Energie. Am besten eignet sich bei Rosen spezieller Rosendünger*. Andere Blumen kommen mit normalen Pflanzenstärkungsmittel ebenso gut aus.

Das Kräuterbeet wartet auf Sie!

Wer es bisher nicht getan hat, hat im Juni die letzte Chance, ein Kräuterbeet anzulegen. Ausgesät werden können jetzt noch Majoran*, Basilikum* und Petersilie*. Aber auch schnellwachsende Kräuter wie Dill, Kerbel, Bohnenkraut, Pimpinelle, Borretsch oder Rauke können jetzt noch ins Beet gesät werden. Hier erfahren Sie, welche Kräuter gut zusammen passen.

Tipp: Bei bereits sprießenden Kräutern wie Rosmarin, Salbei und Lavendel können Sie die Triebspitzen entfernen, das sorgt für dichteres Wachstum.

Bei Ihnen wachsen bereits Kräuter und fangen bald auch an zu blühen? Salbei, Thymian oder Pfefferminze sollten Sie jetzt noch vor der Blüte ernten und zum Trocknen aufbewahren. So behalten sie ihr wunderbares Aroma.

Die Spargel-Saison hat ein Ende

Eigener Spargel ist schon was feines. Doch auch die Spargelsaison hat irgendwann ein Ende. Als Stichtag wird bei der Spargelernte der Johannistag (24. Juni) angesehen. An dem Tag sollten Sie Ihren Spargel das letzte Mal ernten. Lassen Sie ihn daraufhin in Ruhe und selbständig weiter wachsen. So wird er Sie nächstes Jahr wieder erfreuen.

Und wieder der Rasen

Ob vertikutieren oder düngen: Zugegeben, der Rasen ist gefühlt jeden Monat ein Thema. Im Juni geht es aber "nur" um das Kürzen, damit das Grün weiterhin üppig wächst. Kürzen Sie es auf 4 bis 5 cm. Tipp: Das sogenannten "Mulchmähen" lässt das gemähte Grün auf dem Rasen zurück. Ideal, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten und den Rasen auf natürliche Weise zu düngen. Wer möchte, kann damit auch Beete mulchen. Rasen düngen: So geht es richtig und ohne Chemie!

Bitte schneiden!

Buchsbaum*, Lorbeer* und Zypresse* sollten von Juni bis August mindestens einmal in Form geschnitten werden. Idealer Zeitpunkt dafür ist Ende Juni, denn dann haben die Immergrünen die größte Wuchszeit hinter sich. WICHTIG: In dieser Zeit ist nur Formschnitt erlaubt, um brütende Vögel nicht zu stören oder zu verletzen.

Die Pflanze des Monats Juni

Die Gartenrosen* blühen von Mai bis September. Die Königin der Pflanzen liebt sonnige bis halbschattige Standorte. Günstig ist auch ein Platz, an dem ein leichtes Lüftchen weht, damit das Regenwasser auf den Blättern gut trocknen kann. Bleibt die Rose feucht, wird sie anfällig für Schimmel und Krankheiten. Wenn Sie selbst wässern, sollten Sie aus diesem Grund darauf achten, nur das Wurzelwerk zu gießen. Im Frühjahr und Sommer müssen die Rosen zurückgeschnitten werden.

Gartenarbeit im Juni bedeutet vor allem, leckeres Obst ernten zu können. So gesund sind Aprikose, Pfirsich & Co: ein Hoch auf das Steinobst. Hier erfahren Sie alles über heimisches Obst & Gemüse im Juni. Lesen Sie mal, was Sie damit alles machen können. Essig selber machen: So einfach geht's!

Schauen Sie sich im Video an, welche Gartenarbeiten jeden Sommer auf Sie zukommen.

Gartenarbeiten im Sommer
Gartenarbeiten im Sommer

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