30.04.2019

Gartenkalender 2019 Gartenarbeit im Mai: Das steht jetzt an

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Nach den Eisheiligen im Wonnemonat kommen viele frostempfindliche Pflanzen in den Garten. Das sind die Gartenarbeiten im Mai.

Foto: iStock (3) Collage BILD der FRAU

Nach den Eisheiligen im Wonnemonat kommen viele frostempfindliche Pflanzen in den Garten. Das sind die Gartenarbeiten im Mai.

Gärtnern macht riesig Spaß, ist aber auch viel Arbeit. Wer reich ernten und Freude an seinen Pflanzen haben möchte, hat das ganze Jahr über zu tun.

Der Wonnemonat Mai verspricht nicht nur besonders sonnige Tage, sondern auch eine tolle erste Ernte. Die Arbeit vor dem Vergnügen? Düngen, pflanzen, schneiden und ausreichend gießen. Gärtner haben also wieder alle Hände voll zu tun. Das sind die Gartenarbeiten im Mai.

Gartenarbeit im Mai: Frostschutz und die Eisheiligen

Im Mai achten Hobbygärtner vor allem auf die Eisheiligen. In diesem Jahr werden sich die kalten Tage wohl aber verspäten. Sinken die Temperaturen in der Nacht zu stark, können bereits im Garten befindliche Pflanzen und ihre zarten Stängel mit einem Vlies geschützt werden.

Folgende Pflanzen vertragen keinen Frost und möchten mit dem Nachdraußen-Gehen bitte bis nach den Eisheiligen warten. Neben Bougainvillea und Oleander gehören auch Dahlien und Geranien sowie Gemüse wie Zucchini, Bohnen, Gurken, Salat und Sellerie dazu. Keine Frostkälte mögen ebenso Kräuter wie das Basilikum und die Strauchfrucht Tomate.

Wer auf Nummer sicher gehen will, warten mit dem "in den Garten setzen" noch bis Mitte/Ende Mai. Erst nach der so genannten "Kalten Sophie", der letzten der Eisheiligen, sagt der Volksmund, seien der Umzug und das Setzen der Pflanzen unbedenklich.

Regelmäßiges Gießen nicht vergessen!

Da frische Gehölze und junges Gemüse im Beet keine tiefen Wurzeln haben und sich so nicht aus tieferen Erdschichten selbst versorgen können, ist ausreichende und regelmäßige Wasserzufuhr jetzt besonders wichtig! Außerdem ist im Mai mit besonders heißen Tagen zu rechnen.

Gut versorgt in die Saison starten: Düngen im Mai

Sie möchten den Sommer auf einem satten grünen Rasen genießen? Dann heißt es im Mai etwas Arbeit in die Pflege der größten Gartenfläche zu investieren. Für dichteres Grün kürzen Sie den Rasen etwas und sorgen mit organischem Dünger für eine nachhaltige Düngung.

Über eine Extraportion Nährstoffe freuen sich auch die anderen Gartenpflanzen. Setzen Sie auch hier auf organischen statt mineralischen Dünger, und profitieren Sie neben dem ökologischen Aspekt auch von einer natürlichen Depotwirkung des Düngers.

Mehr nützliche Informationen zum Thema "Rasen düngen" finden Sie hier.

  • Tipp 1: Geben Sie Ihrer verblühten Blumenzwiebel mit Dünger eine zweite Chance, erneut auszutreiben und Nährstoffe für den Winter einzulagern.

Frischer Schnitt für Sträucher und Hecken

Buchsbäume, Forsythien, Goldregen, Hibiskus und Flieder vertragen auch im Mai einen neuen Schnitt. ABER beachten Sie: Wer zwischen März und Oktober seine Sträucher und Hecken in Form bringen möchte, darf zum Schutz brütender Vögel nur so genannte Formschnitte durchführen. Gehen Sie umsichtig vor und achten Sie darauf, die Vögel nicht zu stören oder Nester zu beschädigen.

Wer Kirschlorbeer, Eibe oder Sommerflieder als Sichtschutz in seinem Garten pflanzen möchte, kann das jetzt tun. Nutzen Sie aber nur Containerpflanzen, deren bereits vorhandener Wurzelballen dafür sorgt, dass die Pflanzen gut anwachsen können.

Gartenarbeit im Mai: Gemüse pikieren

Damit sich bereit ausgesäte Pflänzchen nicht gegenseitig Nährstoffe und Licht stehlen, können Sie diese im Mai pikieren, also ausdünnen. Lockern Sie die Böden außerdem mit Hacke oder Kralle auf, damit sich die Feuchtigkeit länger im Beet hält. Um das Pflegeprogramm zu komplettieren, geben Sie zusätzlich Kompost als Dünger ins Beet.

Gemüse pflanzen und aussäen

Jetzt ist Zeit für die Anfangs erwähnten frostempfindlichen Pflanzen: Sähen Sie nach den Eisheiligen Zucchini, Tomaten und Salate aus. Auch Mangold darf jetzt in die Erde. Rosenkohl sollte zur Sicherheit erst Ende Mai gepflanzt werden.

  • Tipp: Setzen Sie auf Misch- anstatt Monokulturen. Das sieht nicht nur hübscher aus, es ist auch ökologischer. Zu Gurke, Zucchini und Tomate können Sie Ringelblumen, Kapuzinerkresse und Tagetes pflanzen. Karotten harmonieren mit Zwiebeln. Und Lauch verträgt sich hervorragend mit Kohl.

Apropos Tomaten: Der Mai ist perfekt, um diese leckeren Früchtchen zu entgeizen. D.h. Sie entfernen die Seitentriebe, und verstärken so Wachstum und Ernte.

Blattläuse im Mai auf dem Vormarsch

Vor allem Rosen werden von den kleinen Plagegeistern heim gesucht. Bei geringerem Befall mit Blattläusen können Sie diese einfach von den Blättern und Knospen wischen, Vögel und andere Insekten helfen beim Rest.

Bei stärkerem Befall helfen Hausmittel oder umweltfreundliche Produkte. Der Klassiker ist Kern- oder Schmierseife. Auch selbstgemachte Brennnesseljauche sowie Wermut- oder Oreganotee halten die Tierchen fern.

Gut zu wissen: Vor allem nach einem milden Winter ist Vorsorge besonders wichtig, damit sich die Blattläuse nicht zu sehr ausbreiten.

  • Tipp: Sorgen Sie dafür, dass großblühende Pflanzen wie z.B. die Pfingstrose abgestützt werden. Vor allem wenn diese nicht windgeschützt stehen, könnten die Zweige unter der Last der traumhaft großen Blüten zusammenbrechen.

Die Pflanze des Monats Mai

Zauberglöckchen (Petunia Karneval) sind nicht nur hübsch anzusehen und gehören zu den bekanntesten Sommerblühern, sie sind auch sehr pflegeleicht, und benötigen neben viel Sonne nur wenig Wasser. Ihre Blütezeit ist von Mai bis Oktober.

Gartenarbeit im Mai: Das steht jetzt an. Lesen Sie hier, wann Ihre Zimmerpflanzen in die Sommerfrische dürfen. und welche Giftpflanzen im Garten gefährlich sind.

Wer mehr wissen will, findet spannenden Artikel auf unserer Themenseite Garten und Balkon.

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