19.02.2019

Achtung, Krabbelalarm! "Falsche Witwe": Giftspinne ist in Deutschland auf dem Vormarsch

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Dürfen wir vorstellen? Die "falsche Witwe". Diese Giftspinne breitet sich zur Zeit in Deutschland aus.

Foto: Stock-ID:841615988 / Steve_Hardiman

Dürfen wir vorstellen? Die "falsche Witwe". Diese Giftspinne breitet sich zur Zeit in Deutschland aus.

Krabbeltierchen-Alarm! Wieder breitet sich eine Giftspinnen-Art rasant aus. Dieses Mal ist es die "falsche Witwe".

Sie mögen Grünpflanzen, besonders Kakteen? Diese langbeinigen Minikrabbler auch! Deshalb sollten Sie lieber zweimal hingucken, welche Mitreisenden Sie mit dem Blumentopf vom Gärtner mit nach Hause bringen. Denn es gibt eine Spinnenart, die sich über den Pflanzenhandel in vielen Ländern der Welt ausgebreitet hat, so auch bei uns. Die "falsche Witwe" ist aktuell auf dem Vormarsch. Warum das trotzdem kein Grund zur Panik ist, erfahren Sie hier.

Die "falsche Witwe" ist auf dem Vormarsch – gefährlich oder nicht?

Die "falsche Witwe" (Steatoda nobilis) ähnelt der hochgiftigen "schwarzen Witwe" stark. Das ist auch der Grund, warum viele Menschen panisch werden. Dazu gibt es aber keinen Grund, denn der achtbeinige Krabbler gehört zwar zu den Giftspinnen, und sein Biss ist sehr schmerzhaft, wirklich gefährlich ist die "falsche Witwe" für den Menschen aber nicht. Im Gegensatz zum Biss der "schwarzen Witwe" kann ihr Biss für uns nicht lebensbedrohlich sein.

Die "falsche Witwe" ist zwar mit der "schwarzen Witwe" eng verwandt, allerdings ist sie deutlich kleiner und in der Regel dunkelbraun bis ganz schwarz bis auf ein helles Querband auf dem Hinterleib.

Giftspinne verbreitet sich über Pflanzenhandel

Die weit verbreitete Annahme, dass sich die "falsche Witwe" in Bananenkisten verstecke, um sich in unseren Gefilden auszubreiten, stimmt nach Meinung deutscher und britischer Wissenschaftler nicht. Vielmehr verbreite sie sich mit dem Pflanzenhandel, vor allem verstecke sie sich in Kakteen.

Heimisch ist die "falsche Witwe" ursprünglich auf der portugiesischen Insel Madeira und auf den Kanarischen Inseln. In den letzten 100 Jahren habe sie ihren Lebensraum aber sehr vergrößert, so die Forscher. In Deutschland konnten bisher zwei Populationen der "falsche Witwe" ausgemacht werden, sie hätten sich in Gartencentern niedergelassen, da dort ein ähnliches Klima herrsche wie in ihrer Heimat.

Nicht nur die "falsche Witwe" breitet sich hierzulande rasant aus, neben den

Stinkwanzen wurde in Deutschland auch die gefährliche Riesen-Zecke gesichtet. Viele Menschen haben zwar Ängste vor Spinnen, so genannte Arachnophobien, zur Panikmache besteht aber bei der "falschen Witwe" kein Grund.

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