Aktualisiert: 29.01.2021 - 16:52

Gartenkalender 2021 Gartenarbeit im Februar: Das steht jetzt an!

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Gartenarbeiten im Winter: Das sollten Sie jetzt tun!

Gartenarbeiten im Winter: Das sollten Sie jetzt tun!

Gärtnern macht riesig Spaß und ist ein toller Ausgleich, bedeutet jedoch selbst im Winter Arbeit. Im Video sehen Sie, welche Arbeiten in den Wintermonaten für Hobbygärtner anfallen.

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Der Garten erwacht: Im Februar können Sie in Ihrem eigen Grün bereits einiges für den Frühling vorbereiten. Was in diesem Monat zu tun ist, verraten wir Ihnen hier!

Im Februar erblüht der Garten wieder zum Leben. Je nach Wetterlage stehen unterschiedliche Tätigkeiten in Ihrem Garten an. Doch kann man bei Minustemperaturen und einem schneebedeckten Boden überhaupt etwas im Garten tun? Auf jeden Fall! Wir geben Ihnen einen Überblick, welche Gartenarbeiten im Februar anstehen.

Gartenarbeit im Februar: Hecken und Bäume schneiden

Wer seine Hecke stark beschneiden oder sogar roden will, muss das definitiv jetzt tun. Der Grund: Damit Vögel und andere Tiere in den Gehölzen nisten können, gibt es den so genannten Bestandsschutz. In Wohngebieten gilt dieser vom 1. März bis 30. September. Das Problem für Gartenbesitzer: Wer bei Minusgraden seine Hecke schneidet, gefährdet durch die offene Schnittstelle seine frostempfindliche Pflanze. Wer nur Form- und Pflegeschnitte durchführt, darf das weiterhin im Frühjahr und Sommer tun. Wir zeigen Ihnen wie man Hecken richtig schneidet und worauf Sie achten sollten!

Tipp: Brombeeren zurückschneiden. Wer sich im Sommer über viele saftige blaue Früchtchen freuen will, sollte seine Brombeerhecke im Februar zurückschneiden*. Der Rat des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde (BDG): Bereiten Sie die Sträucher dann auch gleich für den nächsten Rückschnitt im folgenden Jahr vor. D.h. schneiden Sie diejenigen Ruten bodennah zurück, die bereits getragen haben, und lassen Sie von den nicht verzweigten jungen Ruten vier bis sechs pro Pflanze stehen. Diese sind dann der Grundstock für das neue Brombeerjahr. Um hier den Überblick nicht zu verlieren, binden Sie die vier bis sechs Ruten waagerecht an ein Spalier*. Diese sind dann beim nächsten Schnitt an der Reihe.

Hummelnistkästen aufstellen

Ab Ende Februar suchen die ersten Hummelköniginnen einen Nistplatz, an dem sie ein neues Volk gründen können. Oft fehlen geeignete natürliche Plätze zum Nestbau – zum Beispiel Totholzhaufen, Steinspalten oder Erdlöcher. Doch Sie können den nützlichen Insekten helfen, indem Sie einen Hummelnistkasten im Garten aufstellen*. Für Bienen eignen sich sogenannte Insektenhotels*. Diese können Sie auch ganz einfach selber bauen: DIY-Insektenhotel – so einfach schenken Sie Insekten ein Zuhause. Über eine Wildblumenwiese freuen sich die fleißigen Insekten besonders: Wir zeigen, wie Sie diese anlegen und pflegen!

Das sollten Sie beim Nistkastenaufbau beachten:

  • Nicht in der prallen Sonne oder im tiefen Schatten aufstellen. Besser eignet sich ein geschützter, halbschattiger Standort mit regem Licht- und Schattenspiel.
  • Das Einflugloch sollte nicht der Hauptwetterseite zugewandt sein.
  • Da Hummeln ihre Ruhe mögen, sollte der Nistkasten abseits der Wege, Spiel- oder Nutzflächen stehen.
  • Um den Kasten kontrollieren zu können, muss der Standort gut zugänglich sein.

Unkraut frühzeitig entfernen

Auch im Februar erwachen bei milden Temperaturen schon die ersten Unkräuter. Legen Sie bereits jetzt los und befreien Sie den Garten mit Eimer und Unkrautstecher* davon. Der Grund: Wenn erste Unkräuter erblühen, können sie den Boden mit Millionen Samen befruchten. Das Ausmaß sehen Sie dann erst im Sommer. So sparen Sie sich im Zweifel schon jetzt viel Arbeit für den Sommer.

Schnee belastet Bäume und schadet dem Rasen

Das unstete Wetter im Februar macht auch dem Garten zu schaffen. Wenn Schnee liegt, räumen Sie ihn! Eigentlich als Schutz gedacht, kann viel Schnee zur echten Belastungsprobe für dünne Zweige werden. Wichtig ist das bei schlecht oder nicht geschnittenen Zweigen. Eine gut gewachsene Hecke dagegen kann mehrere hundert Gramm Schnee problemlos tragen. Schon gewusst: So vermeiden Sie Frostschäden bei Ihren Gartenpflanzen.

Tipp: Bitte nicht betreten! Wenn auf Ihrem Rasen Schnee liegt, sollte er nicht mehr betreten werden, da dieser sich durch den Druck verdichtet und das Auftauen unnötig verlängert. Wichtig: Verzichten Sie trotz Eis und Schnee auf Streusalz, da empfindliche Pflanzen absterben können. Bessere ist es, die Wege durch den Garten mit Sand und Splitt zu bestreuen.

Den Rasen und Blumenzwiebeln düngen

Verschwindet Ende Februar der Schnee auf dem Gras, können Sie bereits anfangen, dieses zu düngen. Mit diesen Tipps erhalten Sie im Frühling einen gesunden und grünen Rasen. Sommerblühende Blumenzwiebeln wie Lilien, die an milden Tagen im Februar gesetzt werden können, freuen sich ebenfalls über etwas Dünger. Natürlicher Kompost ist die ideale Rasen- und Blumenpflege. Wenn sich die ersten Triebe im Boden zeigen, streuen Sie ein wenig Kompost um die jungen Pflanzen und lockern Sie den Boden mit der Harke. Aber nicht alle Pflanzen mögen den Naturdünger: Diese Pflanzen sollten Sie nicht mit Kompost düngen!

Auf den Kompost kommt es an: Wer sein Kompost selbst anlegt, sollte ihn gut sieben, um grobe Teile zu entfernen. Dadurch fällt die gleichmäßige Düngung leichter. So gelingt es: Zum Sieben verwendet man am besten ein großflächiges Durchwurf-Sieb* mit einer Maschenweite von mindestens 15 Millimeter und wirft den Kompost mit einem Spaten hindurch. Die groben Bestandteile rutschen an der schrägen Fläche ab und werden später beim Aufsetzen eines neuen Komposthaufens wieder mit untergemischt.

Gartengeräte überholen und Pflanztöpfe reinigen

Vor dem Großeinsatz im Frühjahr, sollten Gartenbesitzer ihr Equipment wie Rasenmäher, Heckenschere und Spaten auf Vordermann bringen. Sie freuen sich darauf, entrostet, geschliffen, geputzt und bei Bedarf gefettet zu werden.

Zur Wiederverwendung vorgesehene Blumentöpfe oder -container müssen gereinigt werden, denn Pilzsporen oder Bakterien überleben in Tontöpfen viele Monate. Wenn angegriffene oder kranke Pflanzen vorher darin standen, reicht eine Reinigung mit Wasser und Bürste nicht mehr aus, sie müssen vor einer Neubepflanzung ausgekocht und im Zweifel entsorgt werden.

Bäume vor Temperaturschwankungen schützen

Der Februar bringt häufig schon intensiven Sonnenschein bei winterlichen Temperaturen. Die Nordseiten der Baumstämme bleiben dann häufig auch tagsüber gefroren, während sich die Südseiten erwärmen. Diese Temperaturunterschiede können zum Aufreißen der Stämme (Frostrisse) führen. Sie können die Bäume vor Frost schützen, indem Sie den Stämmen einen Kalkanstrich verpassen*. Sind Frostrisse bereits aufgetreten, sollten Sie diese glatt und sauber ausschneiden und mit Wundverschlussmitteln* versorgen.

Verblühte Topfpflanzen gehören jetzt in den Garten

Die ausgedienten und verblühten Winterblüher – wie die Christrose – dürfen jetzt nach draußen. Setzen Sie sie in einen Topf mit kalkreicher Erde. Alternativ kann man auch ein Stück Tafelkreide in den Boden geben Auch andere Kübelpflanzen wie Geranien sollten jetzt zurückgeschnitten und umgetopft werden. Praktisch: Sie bilden neue Triebe, die als Stecklinge zum Einsatz kommen.

Immergrüne – trotz Kälte regelmäßig gießen

Buchsbaum, Rhododendron und Co. haben auch im Winter Durst. Bei Temperaturen über null Grad müssen die Immergrünen gut gewässert werden, da über die Blätter permanent Wasser verdunstet. Vor allem Pflanzen, die an Orten stehen, an denen der Regen sie nicht erreicht, benötigen eine Extraportion Wasser.

Tipp: Wenn trotz Frost die Sonne stark scheint, sollte sogar für einen Sonnenschutz gesorgt sein. Der Grund: Die Blätter können auftauen, sind aber nicht in der Lage, Wasser aus dem gefrorenen Boden aufzunehmen. Damit Sie nicht vertrocknen, können Sie z.B. ein Bettlaken über die Krone legen.

Die Pflanze des Monats: Die Zaubernuss blüht jetzt

Wer glaubt, dass im Winter nichts wächst, irrt gewaltig. Einen traumhaften Anblick beschert die Zaubernuss*, mit ihren gelb bis rötlich-braunen Blättern. Die Zaubernuss besticht durch seine ungewöhnliche Wuchsform, phantastische Herbstfarbe und einen tollen Duft.

Wichtig zu wissen: Diese Pflanze macht sich ordentlich breit und benötigt im Garten viel Platz, mindestens drei bis vier Meter. Der Boden sollte säuerlich sein, und sie mag Laubmulch und Kompost.

Weitere hilfreiche Tipps finden Sie auf unserer Themenseite Garten und Balkon und unserer Videoplaylist "Die Gartenarbeiten nach den Jahreszeiten" :

Die Gartenarbeiten nach den Jahreszeiten
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