04.02.2019

Gartenkalender 2019 Gartenarbeit im Februar: Das steht jetzt an!

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Im Winter ruht die Gartenarbeit? Weit gefehlt. Im Februar stehen vor allem die Hecken und Immergrünen im Fokus.

Foto: iStock (3) Collage BILD der FRAU

Im Winter ruht die Gartenarbeit? Weit gefehlt. Im Februar stehen vor allem die Hecken und Immergrünen im Fokus.

Gärtnern macht Spaß, ist aber auch viel Arbeit. Wer reich ernten und Freude an seinen Pflanzen haben möchte, hat das ganze Jahr über zu tun.

Was in diesem Monat zu tun ist, verraten wir Ihnen hier! Das sind die Gartenarbeiten im Februar.

Gartenarbeit im Februar: Hecken und Bäume schneiden

Wer seine Hecke stark beschneiden oder sogar roden will, muss das definitiv jetzt tun. Der Grund: Damit Vögel und andere Tiere in den Gehölzen nisten können, gibt es den so genannten Bestandsschutz. In Wohngebieten gilt dieser vom 1. März bis 30. September.

Das Problem für Gartenbesitzer: Wer bei Minusgraden seine Hecke schneidet, gefährdet durch die offene Schnittstelle seine frostempfindliche Pflanze. Wer nur Form- und Pflegeschnitte durchführt, darf das weiterhin im Frühjahr und Sommer tun. Ende Februar ist es empfehlenswert Nistkästen für Vögel aufzuhängen. Meisen und Stare z.B. brühten bereits ab März.

  • Tipp: Brombeeren zurückschneiden. Wer sich im Sommer über viele saftige blaue Früchtchen freuen will, sollte seine Brombeerhecke im Februar zurückschneiden. Der Tipp des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde (BDG): Bereiten Sie die Sträucher dann auch gleich für den nächsten Rückschnitt im folgenden Jahr vor. D.h. schneiden Sie diejenigen Ruten bodennah zurück, die bereits getragen haben, und lassen Sie von den nicht verzweigten jungen Ruten vier bis sechs pro Pflanze stehen. Diese sind dann der Grundstock für das neue Brombeerjahr. Um hier den Überblick nicht zu verlieren, binden Sie die vier bis sechs Ruten waagerecht an ein Spalier. Diese sind dann beim nächsten Schnitt an der Reihe.

Gartenarbeit im Februar: Unkraut frühzeitig entfernen

Auch im Februar erwachen bei milden Temperaturen schon die ersten Unkräuter. Legen Sie bereits jetzt los und befreien Sie den Garten mit Eimer und Messer davon. Der Grund: Wenn erste Unkräuter erblühen, können sie den Boden mit Millionen Samen befruchten. Das Ausmaß sehen Sie dann erst im Sommer. So sparen Sie sich im Zweifel schon jetzt viel Arbeit für den Sommer.

Schnee belastet Bäume und schadet dem Rasen

Das unstete Wetter im Februar macht auch dem Garten zu schaffen. Wenn Schnee liegt, räumen Sie ihn! Eigentlich als Schutz gedacht, kann viel Schnee zur echten Belastungsprobe für dünne Zweige werden. Wichtig ist das bei schlecht oder nicht geschnittenen Zweigen. Eine gut gewachsene Hecke dagegen kann mehrere hundert Gramm Schnee problemlos tragen.

  • Tipp: Bitte nicht betreten! Wenn auf Ihrem Rasen Schnee liegt, sollte er nicht mehr betreten werden, da dieser sich durch den Druck verdichtet und das Auftauen unnötig verlängert. Wichtig: Verzichten Sie trotz Eis und Schnee auf Streusalz, da empfindliche Pflanzen absterben können. Bessere ist es, die Wege durch den Garten mit Sand und Splitt zu bestreuen.

Obstbäume vor Temperaturschwankungen schützen

Rissen in der Rinde von Obstbäumen, die durch die gar nicht so seltenen Temperaturschwankungen im Februar entstehen können, sollten Sie vorbeugen. Das geht hervorragend mit Kalkanstrichen. Eisschichten auf den Blättern sind kein Problem, da die Schicht die Blätter schützt, ähnlich einer dicken, warmen Daunendecke.

Verblühte Topfpflanzen gehören jetzt in den Garten

Die ausgedienten und verblühten Winterblüher - wie die Christrose – dürfen jetzt nach draußen. Setzen Sie sie in einen Topf mit kalkreicher Erde. Alternativ kann man auch ein Stück Tafelkriede in den Boden geben.

  • Tipp: Kübelpflanzen umtopfen. Auch andere Kübelpflanzen wie Geranien sollten jetzt zurückgeschnitten und umgetopft werden. Praktisch: Sie bilden neue Triebe, die als Stecklinge zum Einsatz kommen.

Immergrüne - trotz Kälte regelmäßig gießen

Buchsbaum, Rhododendron und Co. haben auch im Winter Durst. Bei Temperaturen über null Grad müssen die Immergrünen gut gewässert werden, da über die Blätter permanent Wasser verdunstet. Vor allem Pflanzen, die an Orten stehen, an denen der Regen sie nicht erreicht, benötigen eine Extraportion Wasser.

  • Tipp: Wenn trotz Frost die Sonne stark scheint, sollte sogar für einen Sonnenschutz gesorgt sein. Der Grund: Die Blätter können auftauen, sind aber nicht in der Lage, Wasser aus dem gefrorenen Boden aufzunehmen. Damit Sie nicht vertrocknen, können Sie z.B. ein Bettlaken über die Krone legen.

Gartengeräte überholen und Töpfe reinigen

Vor dem Großeinsatz im Frühjahr, sollten Gartenbesitzer ihr Equipment wie Rasenmäher, Heckenschere und Spaten auf Vordermann bringen. Sie freuen sich darauf entrostet, geschliffen, geputzt und bei Bedarf gefettet zu werden.

Zur Wiederverwendung vorgesehene Blumentöpfe oder -container müssen gereinigt werden, denn Pilzsporen oder Bakterien überleben in Tontöpfen viele Monate. Wenn angegriffene oder kranke Pflanzen vorher darin standen, reicht eine Reinigung mit Wasser und Bürste nicht mehr aus, sie müssen vor einer Neubepflanzung ausgekocht und im Zweifel entsorgt werden.

Die Pflanze des Monats: Die Zaubernuss blüht jetzt

Wer glaubt, dass im Winter nichts wächst, irrt gewaltig. Eine traumhafter Anblick beschert die Zaubernuss, mit ihren gelb bis rötlich-braunen Blättern. Die Zaubernuss besticht durch seine ungewöhnliche Wuchsform, phantastische Herbstfarbe und einen tollen Duft. Wichtig zu wissen: Diese Pflanze macht sich ordentlich breit und benötigt im Garten viel Platz, mindestens drei bis vier Meter. Der Boden sollte säuerlich sein, und sie mag Laubmulch und Kompost.

Frost ist für viele Pflanzen ein Problem, Kahlfrost ist für diese Pflanzen am gefährlichsten.

Und das können Sie nach der Kältewelle für die Pflanzen im Garten tun.

Weitere hilfreiche Tipps finden Sie auf unserer Themenseite Garten und Balkon.

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