31.10.2018

Experte erklärt Schutz vor Einbrechern: Diesen Alltagsfehler sollten Sie unbedingt vermeiden

Wie lassen sich die eigenen vier Wände am besten vor Einbrechern schützen? Ein Experte gibt Tipps und sagt, welchen Alltagsfehler Sie unbedingt vermeiden sollten.

Foto: iStock/martin-dm

Wie lassen sich die eigenen vier Wände am besten vor Einbrechern schützen? Ein Experte gibt Tipps und sagt, welchen Alltagsfehler Sie unbedingt vermeiden sollten.

Mit der dunklen Jahreszeit kommt es wieder vermehrt zu Einbrüchen in Häuser und Wohnungen. Das Erschreckende dabei, durch einfache Fehler wird es den Langfingern häufig sehr leicht gemacht in die Gebäude einzudringen. Ein Experte erklärt, welchen Alltagsfehler Sie unbedingt vermeiden sollten.

Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Meist brauchen die Diebe wenige Minuten, aber der Schock begleitet die Opfer häufig ein Leben lang. Die meisten Einbrüche verzeichnen Polizeireviere in Deutschland zwischen Oktober und März. Viele von diesen Straftaten wären vermeidbar gewesen – wenn die Besitzer oder Bewohner richtig gehandelt hätten. Die Beamten und Experten raten zur Vorsicht und geben Tipps zum Schutz vor Einbrechern.

Dieser Fehler lockt Einbrecher an

Die Initiative "Nicht bei mir" will Bürgern helfen, sich besser vor Einbrüchen zu schützen. Dr. Helmut Rieche, Vorsitzender der Initiative, sagt gegenüber BILD der FRAU: "Die meisten Einbrüche erfolgen über leicht erreichbare Fenster sowie Wohnungs- und Fenstertüren. Einzeln stehende Häuser am Siedlungsrand und Wohnungen in der obersten Etage sind außerdem besonders gefährdet, weil der Durchgangsverkehr dort geringer ist."

Häufig machen es die Besitzer den Gaunern durch unüberlegtes Handeln leicht, ins Haus oder in die Wohnung zu kommen. Rieche: "Es gibt viele Angewohnheiten, die einen Einbruch erleichtern. Wenn niemand im Haus ist, sollten stets alle Fenster sowie die Balkon- oder Terrassentür verschlossen sein. Zweifaches Abschließen sichert die Wohnungstür auch bei kurzer Abwesenheit."

Der richtige Einbruchschutz

Beim Thema Einbruchschutz können viele Faktoren eine Rolle spielen. "Wichtig ist vor allem, dass man die angeschaffte Sicherheitstechnik immer in Kombination mit dem richtigen, eigenen Verhalten kombiniert. Verstärkte Schlösser oder abschließbare Fenster nutzen nichts, wenn ich diese nicht abschließe, sobald ich das Haus verlasse", so Rieche.

Mit einfachen Handgriffen kann der Schutz gegen Einbrecher erhöht werden. BILD der FRAU hat hier einige Tipps von "Nicht bei mir" zusammengefasst:

  • Signalisieren Sie Anwesenheit! Ob bei längerer oder nur kurzer Abwesenheit: Wohnungen oder Häuser sollten grundsätzlich den Eindruck erwecken, dass jemand zu Hause ist. Lassen Sie Rollläden, Lampen und Radio über eine Zeitschaltuhr an- und ausschalten.
  • Angekippte Fenster und Terrassentüren sind nahezu eine Einladung für Diebe und sollten deshalb geschlossen werden. Auch aus versicherungstechnischen Gründen: Sind die Fenster gekippt, kann dies als offenes Fenster gelten und die Hausratversicherung die Regulierung des Schadens verweigern.

  • Auch bei der Wohnungstür gilt: Nicht nur ins Schloss fallen lassen, sondern zusätzlich absperren.

  • Bei längerer Abwesenheit, im Urlaub oder im Falle eines Krankenhausaufenthaltes, auf jeden Fall den Nachbarn Bescheid sagen und für die regelmäßige Leerung des Briefkastens sorgen. Quillt dieser vor Prospekten, Briefen und Pakete über, kann die Immobilie schnell ins Visier der Einbrecher geraten.

  • Von einer zu dichten Bepflanzung an Fenstern und Hauswänden ist abzuraten, da diese einen optimalen Sichtschutz für Einbrecher bietet.

  • Ebenso sollten möglichst alle Gegenstände, die als Einstiegshilfe oder Einbruchswerkzeug dienen könnten, aus dem Garten oder Hof weggeräumt und sicher verwahrt werden.

Fast die Hälfte aller Einbrüche geschieht tagsüber

Übrigens: Einbrecher kommen nicht nur, wenn Sie nicht zu Hause sind. In mehr als 41 Prozent der Fälle geschehen Einbrüche tagsüber. Und nicht selten sind die Besitzer oder Mieter dabei sogar anwesend. In so einem Fall rät Rieche: "Sollten Sie einen Einbruch bemerken, während Sie sich selbst in der Wohnung befinden, ist unbedingt von unüberlegten "Heldentaten" abzuraten. In jedem Fall sollte unverzüglich die Polizei alarmiert werden, da dann die Chance besteht, dass der oder die Täter auf frischer Tat ertappt werden können."

So können Sie sich vor Einbrechern schützen

Laut einer aktuellen Umfrage haben mehr als die Hälfte der Deutschen Angst vor Einbrechern.

So können Sie sich vor Einbrechern schützen

Beschreibung anzeigen

Wertvolle Gegenstände nicht im Haus aufbewahren

Den perfekten Schutz vor Einbrechern gibt es nicht. "Jedes Gebäude bedarf einer individuellen Lösung, die immer mit Sicherheitsexperten vor Ort abgestimmt werden sollte. Nur so können Eigenheiten und Gefährdungspotential erkannt und bestmögliche Schutzmaßnahmen gemeinsam erarbeitet werden", so Rieche. Und besonders wertvolle Gegenstände sollte erst gar nicht zu Hause aufbewahrt werden. Ein Schließfach in der Bank bietet stattdessen mehr Sicherheit.

Weitere Tipps gegen Einbrüche und mehr Informationen über die Initiative "Nicht bei mir" gibt's auf der Website www.nicht-bei-mir.de

Lesen Sie hier nützliche Haushaltstipps.

Seite