22.10.2018

Frieren erlaubt Wäsche trocknen im Winter: Laken & Co. richtig aufhängen

Auch wenn's draußen knackig kalt ist: Wäsche trocknen im Winter können Sie ruhig draußen – solange es nicht gerade schneit oder regnet. Aber auch für die Wohnung gibt's ein paar Tipps.

Foto: iStock/PetarPaunchev

Auch wenn's draußen knackig kalt ist: Wäsche trocknen im Winter können Sie ruhig draußen – solange es nicht gerade schneit oder regnet. Aber auch für die Wohnung gibt's ein paar Tipps.

Im Sommer meist kein Problem, stehen vor allem Leute ohne Wäschetrockner im Winter vor einem kleinen Problem. Und was, wenn dann auch noch kein Garten oder Balkon vorhanden ist? Wie Sie Wäsche im Winter am besten in welcher Umgebung trocknen.

Frisch Gewaschenes raus aus der Trommel und rein in den Trockner – nicht jeder kann diesen Luxus ausleben. Oder will es vielleicht auch gar nicht. Im Sommer lässt sich Wäsche ja viel besser an der frischen Luft trocknen. Das schont Umwelt und Geldbeutel und fühlt sich irgendwie besser an. Aber was, wenns draußen nass und kalt wird? Wäsche trocknen im Winter kann vor allem für Menschen mit wenig Platz in Haus oder Wohnung eine echte Herausforderung sein. Was also tun?

Wäsche trocknen im Winter am besten draußen

Wer draußen eine Stellmöglichkeit für einen Wäscheständer hat, der kann – und sollte laut Expertenmeinung – seine Wäsche auch im Winter problemlos draußen trocknen. Natürlich dauert die Prozedur nun länger als im Sommer. Wenn’s draußen heiß und sonnig ist, reichen meist schon wenige Stunden aus und der Stoff ist trocken.

Dennoch: Schon unsere Großeltern haben die Wäsche auch nach draußen gehangen, wenn es richtig knackig kalt ist. Scheint die Sonne? Umso besser! Es muss nur trocken sein. Bei Schnee und Regen gibt’s natürlich keine Chance.

Liegen die Temperaturen um den Nullpunkt, kommt es zwar vor, dass die nasse Wäsche an der Leine gefriert. Aber auch das Eis trocknet sozusagen. Nach und nach verflüchtigt es sich. Unterstützend wirkt hier auch der Wind – und der macht die Wäsche nicht nur schneller trocken, sondern immer auch etwas weicher. Denn die sogenannte "Trockenstarre", die vor allem bei Handtüchern schnell eintritt, kann so gar nicht erst entstehen. Der Wind fungiert zudem als eine Art natürliches Bügeleisen.

In der Wohnung für Luftzirkulation sorgen

In kleinen Mietwohnungen sieht das Ganze schon etwas problematischer aus. Wer einen Waschkeller oder einen Trockenraum auf dem Speicher hat, kann dort seine Wäsche aufhängen. Ein nicht stinkender, relativ warmer Heizungskeller bietet sich gut an. Aber wer in einem großen Wohnkomplex wohnt, dem stehen solche zusätzlichen Räume nicht immer zur Verfügung.

Viele Mieter fragen sich daher, ob es denn dann auch erlaubt ist, die Wäsche in der Wohnung aufzuhängen. Schließlich ist das unter vielen Vermietern ungern gesehen, könnte die Feuchtigkeit bei schlechtem Lüften doch zu Schimmelbildung führen. Aber manchmal gibt es eben keine Alternative.

In der Wohnung hingegen trocknen Sie die Wäsche am besten im Bad, denn Bäder sind in Haus und Wohnung am ehesten auf Feuchtigkeit ausgelegt. Optimal ist natürlich ein Bad mit Fenster – oder eben mit eingeschalteter Lüftung.

Für kleine Bäder gibt es mittlerweile platzsparende Wäscheständer-Typen, die sich über Badewanne oder Dusche anbringen lassen. Sollten Sie aus Platzgründen Ihren Wäscheständer in Wohnräumen aufstellen müssen, achten Sie auf gute Luftzirkulation.

Achten Sie in solchen Fällen darauf, dass der Raum, in dem Sie die Wäsche trocknen, nicht zu feucht ist und vor allem gut gelüftet werden kann. Denn Raumluft kann nur eine bestimmte Menge an Feuchtigkeit aufnehmen. Spätestens merken Sie das an beschlagenen Fenstern. Also beim Wäsche trocknen im Winter immer schön lüften, auch wenn es dann zwischendurch mal kalt wird. Richtiges Lüften im Winter ist aber sowieso immer eine gute Idee.

Achten Sie aber dennoch darauf, dass es nicht zu kalt wird, denn kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen und abtransportieren als warme.

Wäsche richtig aufhängen: Je glatter, desto schneller trocken

Auch das richtige Aufhängen der Wäsche beeinflusst den Trockenvorgang, und zwar massiv.

  • Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Wäsche möglichst glatt und gerade aufhängen. Denn zwischen Falten kann sich Feuchtigkeit stauen.
  • Nutzen Sie Wäscheklammern. So hat die Wäsche mehr Oberfläche und doppelt liegender Stoff wird vermieden.
  • Wer zudem vorher schon ordnet, kann schneller trocknen – Socken und Unterwäsche bekommen mehr Luft, wenn sie nicht zwischen Pullovern und Hosen hängen – und auch schneller abhängen. Denn so haben Sie alles Passende bereits beisammen.

Wäsche trocknen im Winter ist möglich – bedarf aber meist etwas mehr Zeit und gerade in Wohnungen auch ein wenig Spiel mit der Heizung. Richtig heizen muss da auch beachtet werden. Schließlich will man auch nicht unnötig die Heizung hochschrauben, sondern am besten auch noch Heizkosten sparen.

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