Aktualisiert: 06.07.2021 - 11:29

6 Tricks für die Reisezeit Bewässerungssysteme: So überstehen Ihre Pflanzen die Urlaubszeit

Von der Redaktion

Zimmerpflanzen müssen regelmäßig gegossen werden. Doch wer kümmert sich um den heimischen Dschungel, wenn man im Urlaub ist?

Foto: Getty Images/Dmitry Marchenko/EyeEm

Zimmerpflanzen müssen regelmäßig gegossen werden. Doch wer kümmert sich um den heimischen Dschungel, wenn man im Urlaub ist?

Um die Urlaubszeit in vollen Zügen genießen zu können, möchte man seine Schützlinge in guten Händen wissen. Gut, dass es clevere Tricks gibt, mit denen sich Ihre Pflanzen im Urlaub wie von selbst gießen.

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Da stellt sich jedes Jahr aufs Neue die gleiche Frage: Wer gießt im Urlaub meine Pflanzen? Damit es Ihren Pflanzen und Blumen auf Balkon, Terrasse oder im eigenen Garten an nichts fehlt, gibt es jetzt praktische Tipps, mit denen sich das lästige Problem ganz von selbst erledigt.

Pflanzen gießen im Urlaub: Sechs clevere Tricks

1. Bewässerung mit Garn

Für diese Methode nehmen Sie ein dickes Garn aus organischem Material. Schafswolle eignet sich in diesem Fall nicht so gut, da diese einen hohen Fettanteil hat und nur sehr wenig Wasser aufnimmt. Besser sind pflanzliche Fasern, etwa Hanf. Graben Sie ein Ende des Fadens in die Pflanzerde ein und hängen Sie das andere in einen mit Wasser befüllten Behälter. Wichtig ist, dass dieser etwa 30 Zentimeter höher, als die Pflanze steht. Dann kann das Gewächs über den Garn die Wassermenge herausziehen, die es benötigt. Fertig ist Ihre automatische Bewässerungsanlage!

2. Küchenrollen-Trick

Ähnlich wie die Bewässerung mit Garn, funktioniert auch der Küchenrollen-Trick. Alles was Sie dazu brauchen ist ein Gefäß mit Wasser und etwas Küchenrolle. Reißen Sie vier Blätter ab und falten Sie sie zu einer langen Bahn. Tauchen Sie das Papier kurz ins Wasser und legen Sie sie dann um Ihre Pflanzen herum auf die Erde. Das andere Ende der Küchenrolle kann dann in das Wassergefäß gehangen werden. Fertig!

3. Tropf aus einer Wasserflasche

Bohren Sie in den Deckel einer leeren 1,5-Liter-Kunststoffflasche ein kleines Loch. Füllen Sie die Flasche mit Wasser und stecken Sie sie kopfüber in die Blumenerde. Die Flüssigkeit kann nun – je nach Bedarf – aus dem kleinen Loch im Deckel herausfließen. Alternativ gibt es im Fachhandel auch Gewinde-Adapter (zum Beispiel Bewässerungs-Spikes) für Flaschen.

4. Tonkegel für gleichmäßige Bewässerung

Eine weitere praktische Lösung sind Tonkegel, welche Sie einfach in Ihre Blumentöpfe stecken können. Der Kegel ist über dünne Schläuche mit einem Wasserbehälter verbunden. Sobald die Erde austrocknet, fließt das Gießwasser automatisch wieder nach.

Alternativ gibt es auch mit Wasser gefüllte Glaskugeln, welche auf die Tonkegel gestellt werden. Die Funktionsweise ist hierbei diesselbe, wie bei der Wasserflaschen-Methode.

Für solche praktischen Gartenhelfer muss man nicht viel Geld ausgeben: Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie sich ein Bewässerungssystem aus Tontöpfen ganz einfach selber bauen.

5. Blähton als Wasserspeicher

Statt mit herkömmlicher Blumenerde, können Sie die Töpfe Ihrer Zimmerpflanzen auch ganz einfach mit Blähton befüllen. Das Substrat hat die Eigenschaft Wasser und Nährstoffe zu speichern – die Wurzeln nehmen sich also nur so viel, wie sie auch wirklich brauchen. Dadurch muss man weniger oft gießen und der Pflegeaufwand reduziert sich. Hier erfahren Sie, wie man Blähton richtig verwendet und was es mit der sogenannten Hydrokultur genau auf sich hat.

Wenn Sie Ihre Pflanzen nicht extra in Blähton umtopfen möchten, können Sie auf einfach eine große Plastikwanne oder Balkonkästen mit einer mindestens 5 cm hohen Schicht Pflanzengranulat befüllen. Stellen Sie darauf Pflanzentöpfe (ohne Übertopf) und füllen Sie die Wanne dann wieder solange mit Granulat auf, bis die Töpfe etwa zur Hälfte darin versinken. Bewässern Sie das Granulat anschließend gut – aber so, dass kein Wasser in der Wanne steht.

6. Wasserspeichernde Matten

Eine unkomplizierte Lösung, um Pflanzen im Urlaub automatisch zu gießen, sind Wasserspeichermatten aus Schaumstoff oder Vlies. Der einzige Nachteil ist, dass der Stoff an den Boden von Töpfen und Kübeln gehört – die Pflanzen müssen also zunächst umgetopft werden. Die Wasserspeichermatten saugen dann überschüssiges Gießwasser auf, speichern es und halten die Erde konstant feucht.

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Und wenn's doch zu spät war? Sie können vertrocknete Pflanzen manchmal noch retten. Schauen Sie ins Video:

Vertrocknete Pflanzen retten: Was ist zu tun?
Vertrocknete Pflanzen retten: Was ist zu tun?

Manche Pflanzen verzeihen es einem auch mal, wenn man sie für ein bis zwei Wochen etwas vernachlässigt. Dazu gehören zum Beispiel diese pflegeleichten Zimmerpflanzen:

Eher kein grüner Daumen vorhanden? Wer einen Flaschengarten anlegt, braucht sich nie wieder um das Gießen zu sorgen.

Wer weg fährt, stellt sich nicht nur die Frage, wie das Pflanzen-gießen im Urlaub klappen soll. Auch . Wir zeigen Ihnen Reiseveranstalter, bei denen Vierbeiner willkommen sind. Noch mehr praktische Haushaltstipps sowie hilfreiche Ratgeber rund um Garten und Balkon finden Sie auf unseren Themenseiten.

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