31.01.2018

Mein eigener Kräutergarten Kräuterspirale anlegen und richtig bepflanzen: So geht’s!

Für jede Pflanze der perfekte Standort: Eine Kräuterspirale ist nützliches Beet und hübscher Blickfang zugleich.

Foto: imago/biky

Für jede Pflanze der perfekte Standort: Eine Kräuterspirale ist nützliches Beet und hübscher Blickfang zugleich.

Frische Kräuter aus dem Garten – und am besten viele davon? Mit einer Kräuterspirale werden Sie jeder Pflanze gerecht und bauen sich dazu auch noch einen Blickfänger auf. Hier gibt's die Anleitung.

Kräuter wachsen am besten, wenn sie richtig angepflanzt werden. Perfekt klappt das, wenn Sie Ihr Beet in Form einer Kräuterspirale anlegen – denn dann bekommt jede Pflanze den für sie passenden Platz mit Sonne, Schatten, Erde, Bewässerung und Pflanzennachbarn. Und so legen Sie sie an.

Die Kräuterspirale: Vorteile einer Beetform

Kräuterpflanzen sind unterschiedlich. Die einen benötigen viel Sonne, andere wiederum können nicht ohne reichlich Wasser. Eine Pflanze gedeiht auf sandigem Boden, die andere wächst am besten auf Humus. Und dann kommt es auch wieder auf die pflanzliche Gesellschaft an: Nicht jede Kräuterpflanze fühlt sich neben anderen wohl. Eine Beetform, die vielen Kräutern auf einmal gerecht wird, ist die Kräuterspirale oder Kräuterschnecke. Sie nimmt dazu noch nicht einmal viel Platz in Anspruch und lässt sich damit wunderbar auch in kleinen Gärten oder sogar auf der Terrasse oder dem Balkon anlegen. Und noch ein Vorteil: Sie kommen bei der Kräuterspirale bequem an alle Kräuter heran.

Schritt-für-Schritt-Anzeitung: So bauen Sie sich Ihre Kräuterspirale

Sie brauchen:

  • Einen großen Stock und mindestens zwei Meter Kordel
  • Einen Spaten
  • Steine als Abgrenzung (ebenso eignen sich auch Ziegel, langlebiges Holz, Gambionen oder Kunststoffelemente, die sich sogar zusammenstecken lassen)
  • Schotter und Kies, Pflanzerde, humusreiche Erde oder Kompost sowie Sand
  • Bottich (kleiner Teich zum Beispiel)

Nun benötigen Sie die richtige Stelle im Garten. Da die meisten Kräuter viel Sonne brauchen, sollten Sie sich ein etwa 2,5 Quadratmeter großes Stück heraussuchen. Tipp: Sie können auch ein wenig kleiner bauen als hier angegeben. Wenn Sie Ihre Kräuterspirale auf der Terrasse oder dem Balkon anlegen wollen, benötigen Sie eine geeignete Unterlage, um den Boden nicht zu ruinieren. Der Bau- und Gartenfachmarkt hilft Ihnen hier weiter.

  1. Nehmen Sie einen Stab, an dem Sie ein etwa 1,5 bis 2 Meter langes Seil befestigen. Wie mit einem Zirkel ziehen Sie nun einen Kreis, den Sie dann spiralförmig wie eine Schnecke aufteilen. Wichtig: Das äußere Ende der Kräuterschnecke sollte nach Süden zeigen.
  2. Mit den Steinen schichten Sie nun von der Mitte nach außen Lage für Lage die Steine auf. Dabei endet jede Lage etwa einen halben Meter vor Ende der darunterliegenden. In der Mitte sollte die Kräuterspirale eine Höhe von rund 80 Zentimetern erreichen. Tipp: Damit die Steinmauer stabil bleibt, sollten Sie sie gut versetzt und minimal nach innen gerichtet aufschichten.
  3. Schon während des Aufbaus können Sie mit dem Befüllen der Kräuterschnecke beginnen. Fangen Sie mit einer Schicht aus Kies oder Schotter an, dann folgt für die Mitte der Schnecke ein Gemisch aus magerer Erde, Kies und Sand. Nach außen hin mischen Sie mehr Humus-haltige Erde hinzu, bis Sie am äußeren Ende der Spirale nur nährstoffhaltige Pflanzenerde aufschichten. Damit alles sitzt, drücken Sie die Erde beim Befüllen mit einem Spaten immer wieder fest. Tipp: Wenn Sie auch Sumpfkräuter wie Brunnenkresse anbauen möchten, können Sie am äußeren Ende der Spirale eine Form eingraben, die mit Sand und Wasser gefüllt wird.

Kräuter in die Spirale pflanzen: Am besten aus dem Topf

Am besten warten Sie noch einen kräftigen Regen ab und schütten dann bei Bedarf noch etwas Erde nach. Die Kräuter können nun je nach Vorliebe der Pflanzen eingesetzt werden. Idealerweise ziehen Sie die Kräuter zuvor im Topf an oder kaufen sie bereits als Setzlinge.

Je mehr Nährstoffe eine Pflanze aus dem Boden braucht, desto weiter unten ordnen Sie sie an. Dabei lässt sich die mit Erde gefüllte Fläche in vier Zonen aufteilen. Mediterrane und Wärme liebende Pflanzen wie Oregano und Rosmarin sowie Salbei, Thymian, Majoran, Lorbeer und Lavendel stehen zentral oben in der mediterranen Zone. Hier bekommen sie genügend Sonne und bleiben trocken genug. Dill und Koriander stehen mittig im normalen Bereich, gefolgt von der Feuchtzone mit Petersilie, Schnittlauch, Zitronenmelisse, Kerbel, Basilikum und Bärlauch. Mit einem Extra-Becken für Brunnenkresse und Wasserminze können Sie die Kräuterspirale ganz unten im Nassbereich gut abschließen.

Lange Freude an frischen Kräutern

Dann kann es ans Anpflanzen gehen. Machen Sie sich am besten einen Plan. Dabei gilt es ein paar Dinge zu beachten. Welche Kräuter passen zusammen? Eine Faustregel dabei: Einjährige Kräuter stehen zusammen, ebenso wie mehrjährige. Die oben genannte Anordnung gibt Ihnen aber schon einen guten Überblick. Viel Spaß beim Kräutergarten anlegen!

Tipp: Thymian lässt sich wunderbar in die Steinzwischenräume setzen. Daher sollten Sie die Steine nicht miteinander vermörteln.

Beim Standort sollten Sie darauf achten, dass die Stelle an allen Seiten ein wenig windgeschützt ist. Im Zweifel lässt sich Rosmarin aber zum Beispiel auch im Haus überwintern. Setzen Sie ihn dazu gleich im ganzen Topf in die Kräuterspirale ein, so lässt er sich am Jahresende leichter ausgraben.

Tipps und Tricks sowie Infos über Kräuter hält unsere Themenseite für Sie bereit.

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