29.01.2018

5 Tipps für aromatisches Grün Kräutergarten anlegen: Bringen Sie Ihre Pflanzen zum Wachsen

Frisch duften und schmecken sie einfach am besten: Wie Sie ganz leicht einen eigenen Kräutergarten anlegen, erfahren Sie hier.

Foto: iStock/TommasoT

Frisch duften und schmecken sie einfach am besten: Wie Sie ganz leicht einen eigenen Kräutergarten anlegen, erfahren Sie hier.

Frische Kräuter schmecken doch am besten. Sie möchten daher Ihren eigenen Kräutergarten anlegen? Kein Problem. Mit unseren fünf Tipps zu Planung, Anbau und Pflege können Sie bald mit richtig leckeren, aromatischen Kräutern kochen.

Einen Kräutergarten anlegen – das ist fast schon eine Wissenschaft für sich. Kräutergärten können Sie nämlich auf viele verschiedene Arten gestalten. Damit Ihre duftenden Kräuter aber auch richtig gut gedeihen und Sie lange Freude daran haben, gibt es zumindest ein paar Tricks, die Ihnen beim Anlegen Ihres Gärtchens helfen. Denn Kräuterpflanzen haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse – und die gilt es zu beachten.

Kräutergarten anlegen leicht gemacht

Das Tolle ist: Kräuter benötigen nicht allzu viel Platz – und je nach Sorte gedeihen sie fast überall. Das heißt, auch wenn Sie keinen eigenen Garten haben, können Sie sich auch ein kleines Beet auf dem Balkon oder sogar in der Küche anlegen.

Punkt 1: Der richtige Standort

Achten sollten Sie auf Lichtverhältnisse und auf die nötige Wassermenge. Die meisten Kräuter benötigen Sonne, andere geben sich aber auch mit Halbschatten zufrieden. Ein Trick dabei: Sie können alle Fliegen mit einer Klappe schlagen, indem Sie ein paar Stauden oder kleine Bäumchen mit ins Beet holen. Die lockern auf und spenden lichtempfindlicheren Pflänzchen wie Dill, Estragon und Koriander (Halbschatten) oder Bärlauch, Brunnenkresse und Pfefferminze (Schatten) ein wenig Erholung von der Sonne.

Fragen Sie sich: Welche Kräuter möchten Sie anpflanzen? Dann schauen Sie nach, welche Kräuter zusammenpassen. Denn nicht jede Pflanze verträgt sich mit jedem grünen Nachbarn. Eine Faustregel besagt: Einjährige Pflanzen stehen zusammen, mehrjährige bleiben ebenso untereinander.

Punkt 2: Bodenbeschaffenheit – Staunässe vermeiden

In der bevorzugten Wassermenge unterscheiden sich die verschiedenen Kräuter auch. Es lohnt sich also, sich vorher ein wenig zu informieren und einen Plan zu schreiben. So benötigt Schnittlauch recht viel Wasser. Die Zitronenmelisse wiederum braucht nicht so viel.

Manche Kräuter brauchen nur wenig Wasser, andere müssen umso öfter gegossen werden. Staunässe, also stehendes Wasser in der Erde, mag aber keine der Pflanzen. Darauf sollten Sie vor allem achten, wenn Sie Ihren Kräutergarten in Kübeln anlegen. Kies oder Granulat unter der aufgelockerten Erde hilft dabei. Wenn Sie auf dem Balkon oder in der Küche Ihren Kräutergarten anlegen wollen, achten Sie darauf, dass ein Auslauf für überschüssiges Wasser im Kübel vorhanden ist. Am besten fangen Sie dieses auf und leiten es in die Regenrinne oder ähnliches um. So vermeiden Sie übrigens auch Streit mit den Nachbarn unter Ihnen. Die freuen sich nämlich eher selten über erdiges Wasser von oben.

Die meisten und gängigsten Kräuter, darunter Basilikum, Schnittlauch und auch die Petersilie, mögen Boden mit viel Humus. Rosmarin und Thymian wiederum gedeihen besser auf sandigen Böden. Der Trick: Mischen Sie der Erde für diese Kräuter ein wenig Sand bei.

Punkt 3: Die Beetform für die Kräuter der Wahl

Platz brauchen Sie nicht viel. Je nach Kräuterzahl reichen Pflanzkübel – oder zwei bis fünf Quadratmeter Boden. Den Wasserhaushalt können Sie am besten mit einem Hochbeet – zudem übrigens noch bequem fürs Ernten – oder auch mit einer Kräuterspirale, also einem spiralförmig in verschiedenen Höhen angelegten Beet, regulieren.

Bei der Auswahl der Kräuter hilft Ihnen unser Artikel "Welche Kräuter passen zusammen?", in dem wir Ihnen mehr über die Eigenarten einjähriger sowie mehrjähriger Kräuter zusammenfassen.

DIY Kräutergarten

Punkt 4: Zeitpunkt der Aussaat

Wenn Sie Ihre Kräuter selbst säen möchten, müssen Sie ein wenig früher planen und einen Blick auf den Kalender werfen. Auch beim Zeitpunkt der Aussaat können Sie sich an der Wuchsdauer Ihrer Kräuter orientieren. Einjährige Pflanzen säen Sie am besten im Frühling, in der Regel um Mai herum, weil dann meist kein Bodenfrost mehr aufkommt. Der beste Aussähzeitraum steht aber normalerweise auch auf der Samenpackung.

Mehrjährige Kräuter wiederum säen Sie am besten bereits im September. Pflanzen Sie dagegen bereits gezogene Sätzlinge oder Stauden, können Sie diese auch im Frühjahr zusammen mit dem gesamten Kräutergarten anlegen.

Rund zehn Zentimeter Abstand zwischen den Pflänzchen sollten Sie einplanen. Es lohnt sich übrigens, vorher einen Pflanzplan aufzumalen. Dann kann auch nichts schiefgehen.

Punkt 5: Die richtige Pflege

Mit dem Kräutergarten-Anlegen selbst ist es natürlich noch nicht getan. Auch auf die richtige Pflege ist zu achten, damit Ihre Pflänzchen gut gedeihen.

Gießen Sie Ihre Kräuter am besten vormittags, bevor die Sonne richtig aufs Beet scheint, oder Abends, wenn sie untergeht. Zu viel Wasser sollten Sie nicht aufs Beet schütten. Lediglich Petersilie, Kümmel oder Schnittlauch benötigen etwas mehr Wasser als der Rest.

Lockern Sie den Boden rund um die Pflanzen von Zeit zu Zeit gut auf, damit das Wasser beim Gießen gleichmäßig durchsickert. Achten Sie aber dabei darauf, keine Wurzeln zu beschädigen.

Auf chemischen Dünger sollten Sie bei Kräutern am besten verzichten, da dieser sich auf den Geschmack auswirken kann. Lieber auf Naturdünger zurückgreifen oder es ohne versuchen. Normalerweise gibt die Erde genügend Nährstoffe mit.

Mehr zum Thema Kräuter gesucht? Unsere Themenseite versorgt Sie mit weiteren Infos und Tipps.

Übrigens können Sie viele Ihrer selbst angebauten Kräuter auch für die Naturheilkunde nutzen. Mehr dazu auf der Themenseite.

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