05.07.2017 - 12:09

9 Tipps für die Planung Ihrer Speisekammer

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Zu wenig Stauraum, schlechtes Licht, die Tür im Weg: Eine Speisekammer einzurichten ist nicht leicht – diese 9 Tipps helfen bei der Planung

Manche Probleme sind einem bei der Planung einer neuen Speisekammer noch gar nicht bewusst. Erst, wenn alles fertig ist, merkt man, dass die Eingangstür nach innen öffnet und an die Einlegeböden stößt; dass Regale nicht im richtigen Abstand positioniert und Fächer für die vorgesehenen Utensilien zu klein geraten sind; dass Haken für Schürzen und Geschirrtücher fehlen oder die Leuchten nicht klug angeordnet sind. Alles Fehler, die hätten verhindert werden können. Diese neun Fragen helfen Ihnen, Ihre Speisekammer perfekt zu planen – oder vielleicht mit der ein oder anderen Idee auch im Nachhinein zu optimieren.

1. In welche Richtung soll sich die Tür öffnen?
Häufig wird bei der Planung einer Speisekammer der Fehler gemacht, die Tür so einzubauen, dass sie im Weg ist.


Eine Tür, die nach innen öffnet, beansprucht in dem ohnehin meist kleinen Raum zusätzlichen Platz, und nimmt wichtigen Stauraum weg – hinter die geöffnete Tür passen allenfalls sehr schmale Regale. Ratsam sind solche Türen also nur bei großen Vorratskammern.
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Wenn Sie nur begrenzten Platz zur Verfügung haben, eignet sich am besten eine Schiebe- oder Falttür (hier im Barn-Door-Style ). Gut ist natürlich auch eine nach außen schwingende Tür – vorausgesetzt, vor der Speisekammer ist genügend Raum.

2. Ist die Beleuchtung ausreichend?
Ein weiterer typischer Fehler bei der Speisekammer-Planung ist schlechte oder gar keine Beleuchtung. In den meisten Fällen ist der Raum fensterlos – wenn es doch ein Fenster gibt, ist dieses oft sehr klein. Am besten eignet sich hier die Ausstattung mit mehreren, hochwertigen LED-Spots. In Bungalows könnte zusätzlich ein Oberlicht eingeplant werden. Achten Sie darauf, dass der Lichtschalter gut erreichbar, am besten direkt neben der Eingangstür, installiert wird.

3. Wie gelange ich an die oberen Regalfächer?
Wenn Sie Ihre Speisekammer mit wandhohen Regalen ausstatten wollen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie auch die oberen Fächer mit den seltener benutzten Dingen bequem erreichen können. Wenn der Raum groß genug ist, bietet sich dafür eine Leiter mit fest installierter Laufschiene an. Häufiger gebrauchte Utensilien wie Tabletts und Geschirr bewahren Sie am besten weiter unten auf.


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Für eine kleinere Speisekammer eignet sich am besten eine Trittleiter, die zusammengeklappt nur wenig Platz wegnimmt. Eine Alternative wäre ein zusammenklappbarer Plastikhocker – er kann bei Nichtbenutzung einfach an einen Haken gehängt werden.

Eine geniale Idee sind Regalböden aus Glas – so müssen Sie nicht immer erst auf die Leiter steigen, um zu wissen, was sich in den oberen Fächern befindet. Ein Blick nach oben genügt, und Sie sehen besser, was dort verstaut ist.

4. Wie kann ich die Regale so einrichten, dass häufig benutzte Dinge immer griffbereit sind?
Dinge, die Sie oft brauchen, sind am besten im Regal direkt gegenüber der Tür aufgehoben, so dass Sie sie gleich vor sich haben, wenn Sie die Speisekammer betreten.


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Damit Sie alles gut überblicken können, sollten die Regale nicht zu tief sein. Größere Dinge platzieren Sie am besten in der hinteren, kleinere in der vorderen Reihe. Sperrige Geräte und größeres Geschirr bewahren Sie praktischerweise weiter unten in tieferen Fächern oder Schubladen auf.

Viele machen auch den Fehler, die Speisekammer mit gleichförmigen, wandhohen Regalen auszustatten. Dabei sind voneinander getrennte Regalteile durchaus praktisch: Das untere Regal auf Hüfthöhe darf ruhig etwas tiefer sein, damit darin größere Dinge wie Rührgerät, Standmixer, Toaster oder Mikrowelle Platz haben. Außerdem kann es so auch gleich als zusätzliche Arbeitsfläche dienen.

5. Wie kann ich mit wenig Geld einen schönen Look kreieren?
Eine begehbare Speisekammer muss nicht total schick sein, schließlich befindet sie sich ja hinter einer Tür und ist nicht ständig zu sehen. Regale und Schränke sollten aus robusten Materialien sein; schön ist es, wenn sie dennoch optisch zur Küche passen.


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Regale aus Massivholz oder pulverbeschichtete Metallregale sehen natürlich toll aus, günstiger sind allerdings Elemente aus Verbundhölzern. Hier ist Sperrholz die hochwertigste und preisgünstigste Variante: Es ist extrem stabil und sieht im unbehandelten oder hell gebeizten Zustand auch noch richtig modern aus.

Besonders schick sind Sperrholz-Elemente, wenn bis auf die Kanten alle Oberflächen schwarz, weiß oder farbig laminiert sind. Das verleiht dem Raum einen wunderbaren skandinavischen oder japanischen Look.

6. Passt die Lage der Speisekammer zu den täglichen Arbeitsabläufen in der Küche?
Die Speisekammer sollte nicht nur ausreichend beleuchtet, sondern auch so konzipiert sein, dass die benötigten Zutaten und Utensilien beim Kochen immer schnell erreichbar sind. Wenn Sie bei jedem Gang Zeit verlieren, artet das Kochen schnell in Hektik aus. Achten Sie also darauf, dass die Speisekammer nicht zu weit von der Küche und dem Arbeitsbereich in ihr entfernt ist.
Und denken Sie bei der Planung auch an das Befüllen der Speisekammer: wenn Sie gerade aus dem Supermarkt kommen, sind Sie sicher froh, wenn Sie Ihre Einkäufe auf einer Bank oder einem Tisch davor abstellen und sie von dort aus der Reihe nach einordnen können.

7. Wie kann ich besondere Einbauten und Vorrichtungen in meiner Speisekammer integrieren?
Einige Einbauten für die begehbare Speisekammer lassen sich nur realisieren, wenn sie vorher sorgfältig geplant wurden. Dazu zählen so nützliche Dinge wie ausziehbare Körbe für Gemüse, Gewürz- und Weinregale oder schmale Fächer für hochkant aufbewahrte Teller und Platten. Überlegen Sie also ganz genau, was Sie in der Vorratskammer unterbringen wollen – und lassen Sie sich von einem Experten in punkto optimaler Aufbewahrung unterstützten.

8. Wie lässt sich freie Wandfläche effektiv nutzen, ohne den Raum zu überladen?
Für dringend benötigten Stauraum eignet sich bekanntlich jeder Quadratzentimeter im Haus, erst recht eine freie Wand in der Speisekammer. In jedem Fall ist es ratsam, sie für einige wenige und vor allem flache Dinge zu nutzen. Besonders gut eignen sich hier Haken zum Aufhängen von Schürzen und anderen Utensilien – oder ein großer Familienkalender, in dem bevorstehende Termine und wichtige Informationen für alle sichtbar vermerkt werden. Eine schöne Alternative dazu: Streichen Sie einen Teil der Wand mit Tafelfarbe, auf der nach Lust und Laune geschrieben werden kann – zum Beispiel die Einkaufsliste!

9. Welche größeren Gegenstände sollen in der Speisekammer untergebracht werden?
Eine Speisekammer eignet sich nicht nur für die Lagerung von Lebensmitteln, sondern auch als Aufbewahrungsort für diverse Küchengeräte, Kochutensilien, Pfannen und Töpfe, ja: manchmal sogar den Staubsauger. So verstopfen sie nicht wertvollen Stauraum in der Küche und sind außerdem gleich viel schneller griffbereit, da nicht erst lange in Schubladen gekramt werden muss. Für sperrige Utensilien eignen sich besonders hohe Fächer, die alle gleich groß sind.


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Dieser Artikel ist bereits erschienen auf Houzz .

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