Aktualisiert: 25.03.2021 - 15:38

Mehr Platz und Zeit Ausmisten im Frühjahr – So gelingt es effektiv!

Von der Redaktion

Mit unseren Tipps werden Sie beim nächsten Ausmisten jetzt im Frühjahr noch effektiver vorgehen.

Foto: Getty Images/Susumu Yoshioka

Mit unseren Tipps werden Sie beim nächsten Ausmisten jetzt im Frühjahr noch effektiver vorgehen.

Verordnen Sie Ihrer Wohnung eine Diät, um mehr Ordnung, Freude und Energie in Ihr Heim zu bringen! Der Frühlingsstart eignet sich dafür perfekt.

Ausmisten, Loslassen, Wegwerfen: Nichts macht glücklicher, als sich von erdrückendem Ballast zu befreien. Und keine Sorge, Sie müssen nicht gleich renovieren – schon kleine Maßnahmen und eine Veränderung alter (schlechter) Gewohnheiten können große Wirkung entfalten. Wie das Ausmisten im Frühjahr am besten klappt, zeigen wir Ihnen hier. Viel Erfolg beim Detoxen!

So gelingt effektives Ausmisten – am besten im Frühjahr

Weniger Kram bedeutet auch weniger mentalen Ballast. Sie trennen sich nur schwer von Dingen? Dann müssen Sie ehrlich mit sich sein. Wie oft benutzen Sie die meisten Dinge, die in ihrer Wohnung liegen? Eine Faustregel könnte sein: Was in den letzten drei Monaten nicht benutzt wurde, kommt weg!

Außerdem kann es hilfreich sein, eine Freundin dazuzuholen. Die hat bestimmt einen anderen Blickwinkel auf Ihren Krempel und hilft Ihnen dabei, sich von altem zu lösen. In Begleitung macht das Entrümpeln bestimmt viel mehr Spaß als alleine.


1. Weniger Stressfaktoren

Fernseher, Smartphone, Tablets, Magazine, Bücher…rund um Ihr Bett werden sich eine Menge Unterhaltungsmedien und Ablenkungsmöglichkeiten finden, die in den Start Ihres geruhsamen Schlafes reingrätschen.


  • Verbannen Sie elektronische Geräte weitestgehend aus dem Schlafzimmer – der Wecker darf bleiben!
  • Lesen Sie abends ein paar Seiten oder schreiben Sie Tagebuch, statt auf den Bildschirm zu starren. Dessen blaues Licht verschiebt nämlich Ihren Schlaf-Wach-Rhythmus!
  • Stellen Sie Ihr Handy nachts auf Flugmodus.
  • Entscheiden Sie sich für ruhige, unaufgeregte Bettwäsche ohne starke Farben oder exzentrische Muster.
  • Reduzieren Sie Bilder, Fotos oder Poster im Schlafzimmer, so dass Sie auf ruhige Wände oder, noch besser, aus dem Fenster schauen.

Ja, Disziplin ist alles. Aber wenn der Raum zur Ruhe kommt, gelingt Ihnen das auch besser. Und Sie träumen garantiert weniger wirres Zeug.


2. Weniger Ablenkung

Früher, als es noch kein Internet und keine Fernseher gab, saßen die Menschen im Winter rund um das wärmende Feuer oder eine gemütliche Kerze zusammen, erzählten sich Geschichten oder lasen sich vor, viele haben musiziert und gesungen – sicher Tätigkeiten, die Sie sehr lange nicht ausgeübt haben, richtig? Sie müssen nicht gleich Ihre alte Gitarre aus dem Keller holen, aber versuchen Sie, kleine Rituale zu zelebrieren, sich Zeit fürs Wesentliche nehmen. Weniger Ablenkung, mehr bewusste Freizeitgestaltung!


  • Machen Sie es sich in einem Sessel, Schaukelstuhl oder auf dem Sofa bequem. Zünden Sie Kerzen oder, falls vorhanden, den Kamin an.
  • Lesen Sie mal wieder Ihr Lieblingsmärchen.
  • Schreiben Sie einen Brief an eine geliebte Person. Einen richtigen, von Hand.
  • Telefonieren Sie wieder einmal in Ruhe. In Zeiten von SMS und Emails sind stundenlange Festnetzgespräche leider auch viel zu selten.

Am besten funktioniert‘s, wenn Sie sich ein festes Ziel setzen: Zum Beispiel pro Woche einen Brief schreiben oder jeden Abend eine Kurzgeschichte lesen.



3. Weniger Produkte

Gehen Sie mal in Ihr Badezimmer. Sehen Sie sich um. Und dann schließen Sie die Augen und fragen sich:


  • Welche drei Kosmetikprodukte brauche ich wirklich ?
  • Welche drei kosten Unsummen, bringen mir aber nichts?
  • Welche drei Kosmetika stehen seit Monaten herum, wurden aber noch nie benutzt?
  • Welche sind abgelaufen oder eingetrocknet?
  • Machen Sie das gleiche für die Putzmittel: Brauchen Sie wirklich drei Bad- und fünf Küchenreiniger? In der Regel tut es eine Basisausstattung mit Neutralreiniger und Essig…

Und dann werfen Sie alle überflüssigen Produkte weg, oder verschenken sie, falls sie noch brauchbar sind – und erfreuen sich anschließend an einem übersichtlichen Badezimmer.


Versuchen Sie, künftig nur noch die Produkte zu kaufen, die sich bewährt haben, widerstehen Sie den Impulskäufen angesagter Kosmetika. Auch ihre Haut freut sich, wenn sie nicht ständig durch neue Inhaltsstoffe gereizt wird.


4. Weniger Möbelstücke

Wetten, dass in Ihrem Wohn- oder Esszimmer so einige Beistelltische, Kisten, Hocker, Kommoden oder andere kleine Möbelstücke stehen, die Sie eigentlich nicht brauchen und die nur bessere Fußfallen darstellen? Gehen Sie einmal durch Ihre Wohnung und stellen Sie sich folgende Fragen:


  • An welchen Möbeln hängen Sie wirklich?
  • Welche Möbel schleppen Sie seit drei Umzügen mit sich herum, obwohl Sie sie nicht mehr sehen können?
  • Was finden Sie wirklich nützlich und was steht nur in der Gegend herum?

Erraten: Die Balkonmöbel im Keller, die seit Jahren auf den nächsten Balkon warten, die drei hässlichen Klappstühle und die fünf platzraubenden Körbe mit Krimskrams sollten Sie jetzt über Kleinanzeigen verkaufen oder an Hilfsorganisationen spenden.


5. Weniger Dekoration

Kerzen, Vasen, Zeitschriftenständer, Topfpflanzen, Tischchen, Stehlampen, Poster, Bilder, Porzellanfiguren, Kunstobjekte … in Ihrer Wohnung tummeln sich garantiert unzählige Dinge, die Sie für Dekorationszwecke gekauft oder als Souvenirs im Urlaub ergattert haben. Sie müssen sich nicht gleich von allen trennen – aber da gibt es sicher einiges, was weg kann. Setzen Sie auf ausgewählte Stücke!


  • An welchen Gegenständen hängt eine persönlicher Erinnerung oder eine Geschichte?
  • Was hat einen besonderen Wert, war ein finanzielles Investment oder ist ein Sammlerstück?
  • Welche Wohnaccessoires haben Sie einmal geschenkt bekommen – und heben sie nur deshalb auf?
  • Was macht Ihre Wohnung wirklich wohnlicher – und was drückt eigentlich nicht Ihren Stil aus?


6. Weniger Wandschmuck

Gardinen, Vorhänge, Kunstdrucke, Poster, Bilderrahmen … es gibt Dutzende Möglichkeiten, die Wände zu verschönern. Manchmal geht das aber auch schief, die Fülle erdrückt, ist unausgewogen arrangiert oder die krasse, coole Wandfarbe macht Ihnen auf Dauer gar keine gute Laune. Keine Angst, wir plädieren nicht dafür, im Rohbau zu wohnen, doch sollte die Wandgestaltung immer einem Plan folgen.


Denken Sie daran: Eine freie Wand beruhigt jedes Interior, lässt es größer wirken und schafft ein wichtiges Gegengewicht zu den dekorativen Arrangements an anderer Stelle!

  • Welche Farben tun Ihnen gut und verleihen Ihnen Kraft?
  • Woran werden Sie sich niemals satt sehen – und von welchen Wänden haben Sie immer schon geträumt?
  • Was passt zu Ihren Möbeln und Textilien? Wie sieht ihr eigentliches Lieblings-Farbschema aus? Folgen Sie ihm konsequent!


7. Weniger Küchen-Krimskrams

Ja, ja, die liebe Küche. Hier bewahren Sie vermutlich mit Abstand die meisten Dinge auf und ohne Frage brauchen Sie vieles davon. Aber eben nicht alles. Vor allem muss nicht alles auf der Arbeitsplatte herumstehen und für ein unruhiges Chaos sorgen und dabei auch noch einstauben, oder?

  • Welche Küchengeräte und Utensilien brauchen Sie jeden Tag?
  • Welche saisonalen oder speziellen Küchenutensilien sehen zwar schick aus, benötigen Sie jedoch nur einmal im Jahr?
  • Welche Tassen, welches Besteck, welche elektronischen Geräte, welche exotischen Gewürze…etc. nehmen nur Platz weg, werden jedoch nie benutzt?


8. Weniger Kleidung

Vor allem beim Kleiderschrank fällt es vielen schwer, loszulassen. So geht es, ohne, dass Sie das Frühjahrs-Ausmisten danach groß bereuen werden:

  • Welche Kleidung haben Sie in der vergangenen und vorletzten Winter-/Sommersaison nicht getragen und werden es auch in der kommenden nicht tun?
  • Welche Schuhe sind unbequem und sorgen jedes Mal für Blasen oder Druckstellen?
  • Welche Accessoires, Taschen, Mützen, Gürtel, etc. können Sie beim besten Willen nie richtig gut kombinieren?
  • Welche Kleidungsstücke haben noch die Preisschilder an sich und warten vergeblich auf ihren ersten Einsatz?
  • Welche Kleider müssten geflickt und repariert werden?

Und dann nichts wie auf zur Kleiderspende, einen Flohmarkt organisieren oder zum Kleidertausch mit Freundinnen laden. Falls Sie sich von manchen Stücken nicht trennen können, sie aber auch nicht anziehen: Packen Sie sie in eine Kiste und stellen diese in den Keller oder auf den Schrank. Schreiben Sie das Datum darauf. Wenn Sie ein halbes Jahr später nie in dieser Kiste gekramt haben – bringen Sie sie zur Altkleidersammlung. Ungeöffnet.



9. Weniger Sammelwut

Sie könnten ganz sicher jede Woche neue Bücher, Schallplatten, Magazine oder DVDs kaufen, doch wohin mit diesen ganzen Sachen? Zwar gelten Bücher für manche Menschen durchaus als Einrichtungsgegenstände, doch bei einer extremen Literaturleidenschaft werden Ihre Regale bald überquellen.

  • Welche Bücher haben Sie zwar gekauft, werden Sie aber wohl niemals wirklich lesen?
  • Welche Bücher haben Sie nur als Notlektüre im Bahnhofskiosk gekauft?
  • Welche Filme oder Bücher fanden Sie zwar gut, könnten sie aber auch verkaufen, da Sie sie kein zweites Mal schauen oder lesen werden?
  • Über welche DVDs oder Bücher würden sich Freunde, Verwandte oder Arbeitskollegen freuen?
Stellen Sie eine Verschenkkiste im Hausflur auf; verkaufen Sie die besten Exemplare über Online-Plattformen. Oder starten Sie einen Lesezirkel im Freundeskreis, bei dem Sie Bücher unterinander tauschen!


Und ja, zur Belohnung für den ganzen Platz in Ihrer gedetoxten Wohnung dürfen Sie sich ein neues Buch oder einen Film kaufen. Genießen Sie es und seien Sie vor allem stolz auf sich. Wir sind es auch!
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Nicht nur Einrichtung und Deko sind wichtig für die richtige Atmosphäre in der Wohnung. Auch die Fenster spielen eine wichtige Rolle! Für mehr Harmonie: Darauf sollten Sie bei der Fenstergestaltung achten!

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