10.04.2017

Gefährlich,umweltschädlich... Plastik bis Tee: Diese Dinge sollten raus aus dem Haushalt

Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal Ihre Küche ausgemistet?

Foto: iStock/kazoka30

Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal Ihre Küche ausgemistet?

Umweltschädlich, gesundheitsgefährdend, sinnlos oder einfach viel zu teuer – einige Dinge sollten Sie unbedingt aus Ihrem Haushalt verbannen.

Die Küche ist für viele Familien der Lebensmittelpunkt. Hier trifft man sich, isst miteinander und bespricht die wichtigen Themen. Die Küche ist aber bei vielen auch ein Ort, an dem sich zahlreiche unnötige Dinge anhäufen, und diese sich im Laufe der Zeit immer weiter vermehren.

Wir sollten deshalb viel öfter darüber nachdenken, was wir alles im Haushalt nutzen und horten. bildderfrau.de zeigt zwölf Dinge, die jeder schnellstens aus dem Haushalt entfernen sollte.

1. Salat in Plastik

Immer mehr Menschen greifen im Supermarkt zu abgepacktem Salat. Der hat gleich zwei Nachteile: Der Salat kann gefährlich viele Keime enthalten, weil die Atmosphäre in der Plastiktüte ein hervorragender Nährboden für Schimmelpilze und Keime ist. Außerdem entsteht durch die Verpackung nur unnötiger Müll, der schlechte für die Umwelt ist.

Alternative: Kaufen Sie stattdessen Salat aus dem Bioladen oder vom Wochenmarkt. Diesen müssen Sie zwar noch waschen und schneiden aber der frische Salat ist einfach die gesündere und umweltfreundlichere Variante.

2. Einweg-Pfandflaschen

Einweg-Flaschen werden – anders als Mehrweg-Flaschen – nicht wieder befüllt, sondern nach einmaligem Verwenden geschreddert und recycelt. Beim Recycling nimmt aber die Qualität des Kunststoffs ab. Aus einer Einweg-Flasche wird darum in der Regel nicht wieder eine Einweg-Flasche, wie man meinen könnte. Recycelter Kunststoff muss meist mit neuem Kunststoff gemischt werden, um ein neues Produkt herzustellen – und der wird fast immer auf Basis von umweltschädlichem Erdöl hergestellt.

Alternative: Plastikflaschen sollte man prinzipiell so weit wie möglich meiden – sie sind sowohl für die Gesundheit als auch für die Umwelt bedenklich. Sogar das Umweltbundesamt (UBA) rät von Einweg-Flaschen ab und sagt, dass Wasser aus dem Hahn das umweltfreundlichste Getränk sei. Wer Wasser im Supermarkt kaufen möchte, der sollte am besten zu Glasflaschen aus der Region greifen.

>> Einweg oder Mehrweg: Streit um Getränkeverpackung

3. Küchenrolle

Der Umwelt zuliebe sollten wir auf Küchenrolle verzichten. Normalerweise benutzen wir ein Blatt einmal und dann werfen wir es weg. So entsteht jede Menge Müll.

Alternative: Nehmen Sie Lappen oder Tücher aus Baumwolle, die Sie waschen und wiederverwerten können. Wenn es unbedingt eine Küchenrolle sein muss, dann kaufen Sie eine mit FSC-Siegel oder eine Recycling-Küchenrolle.

4. Tee

Beim konventionellen Teeanbau kommen häufig giftige Pestizide zum Einsatz. Verschiedene Studien konnten dies nachweisen. Auch die Bedingungen für die Arbeiter sind meist sehr schlecht.

Alternative: Kaufen Sie Bio-Tee, der ist weniger mit Schadstoffen belastet. Tees aus fairem Handel garantieren außerdem faire Arbeitsbedingungen im Anbau.

5. Kaffeekapseln

Sie haben gleich mehrere Nachteile. Die Kapseln bestehen in den meisten Fällen aus Kunststoff, einige sogar aus Kunststoff mit Aluminium. In Deutschland werden pro Jahr etwa drei Milliarden Kaffeekapseln verbraucht – das sind rund 5000 Tonnen Müll. Zudem sind die Kapseln im Vergleich zu herkömmlichen Kaffee viel teuerer.

Alternative: Wenn Sie bereits eine Kapselmaschine haben, dann nutzen Sie wiederverwendbare Kapseln, das spart Geld und ist umweltschonender. Am besten ist es natürlich, ganz auf diese Art der Kaffeezubereitung zu verzichten und stattdessen einen traditionellen Filterkaffee zu genießen.

6. Nahrungs-Ergänzungsmittel

Wer keinen diagnostizierten Mangel hat, sollte keine Nahrungsergänzungsmittel, wie zum Beispiel Vitaminpräparate oder Mineralstoffe, zu sich nehmen. Häufig ist die Wirksamkeit der Präparate nicht nachgewiesen und manche Produkte sind laut Öko-Test sogar schädlich. Ein weiterer Nachteil: Die Mittel sind meist nicht gerade günstig.

Alternative: Ernähren Sie sich ausgewogen und gesund. Dann bekommt Ihr Körper alle wichtigen Stoffe, die er braucht.

>> Wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungsmittel?

7. Frischhaltefolie

Einmal benutzt und schon wandert die Frischhaltefolie in den Müll, deshalb ist auch sie schlecht für die Umwelt.

Alternative: Nutzen Sie wiederverwendbare Verpackungen, zum Beispiel Brotdosen, Vorratsboxen oder Schraubgläser.

8. Nicht saisonales Obst und Gemüse

Fast das ganze Jahr gibt es im Supermarkt Erdbeeren, Heidelbeeren oder auch Brokkoli. Damit das möglich ist, muss die Ware häufig einen sehr weiten Weg zurücklegen. Das ist nicht nur schlecht für die Umwelt sondern das Obst und Gemüse verliert durch die lange Transportzeit natürlich auch wichtige Vitamine und Inhaltsstoffe.

Alternative: Kaufen Sie saisonale Produkte. Diese sind umweltfreundlicher und gesünder.

9. Billigfleisch

Gerade bei Fleisch für wenig Geld leiden häufig die Tiere. Sie leben unter grausamen Bedingungen in Massentierhaltung. Außerdem werden sie mit Antibiotika behandelt und mit Gentech-Soja gefüttert. Billigfleisch ist zwar gut für den Geldbeutel - aber nicht gut für Sie und die Tiere. Das Fleisch hat meist eine geringe Qualität und die Tiere haben einfach kein schönes Leben.

Alternative: Wem das Tierwohl am Herzen liegt, der sollte hochwertiges Fleisch aus artgerechter Bio-Tierhaltung kaufen. Das ist zwar ein bisschen teurer, aber von der Qualität und vom Geschmack besser.

10. Aggressive Reinigungsmittel

Warum verschwinden hartnäckige Flecken durch spezielle Reinigungsmittel? Die Antwort ist ganz leicht: Aggressive Inhaltsstoffe machen das möglich. Viele Reinigungsmittel enthalten erdölbasierte Tenside. Zudem sind die synthetischen Duft-, Bleich- und Konservierungsstoffe weder für die Gesundheit noch für die Umwelt empfehlenswert.

Alternative: Greifen Sie zu Öko-Alternativen oder noch besser: Nehmen Sie natürliche Hausmittel zum Putzen. Die sind umweltfreundlicher, besser für die Gesundheit und verursachen weniger Müll.

>> Tipps zum Putzen: "Kraftvolle" Reiniger meiden

11. Abgelaufene Lebensmittel

Entsorgen Sie abgelaufene Lebensmittel sofort. Wenn diese anfangen zu schimmeln, können schnell auch andere Lebensmittel vom Schimmel befallen werden.

Alternative: Kaufen Sie immer nur so viel, wie Sie wirklich brauchen. Checken Sie regelmäßig Ihren Kühlschrank und Ihre Vorratsschränke und entsorgen Sie alles, was abgelaufen ist.

>> Was das Mindesthaltbarkeitsdatum wirklich bedeutet

12. Reste von Takeaway

Wer häufiger Essen bestellt oder es mit nach Hause nimmt, kennt das Problem: Neben dem eigentlichen Essen kommen zum Beispiel Strohhalme, Tütchen mit Tomatensoße oder Zucker und Servietten in die Tüte. Manchmal werden die Utensilien aufbewahrt für später, manchmal landen sie direkt im Müll.

Alternative: Beim nächsten „Take away“ besser direkt ankündigen, dass man auf das ganze Zubehör gerne verzichtet. Das schont die Umwelt nämlich wirklich.

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