23.11.2016 - 09:33

SICH WOHLFÜHLEN MIT HOUZZ Welche Zimmerpflanzen sind für Hunde und Katzen giftig?

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Wir stellen Ihnen einige Pflanzen vor, auf die Sie besser verzichten sollten.

Foto: iStock/Aksenovko

Wir stellen Ihnen einige Pflanzen vor, auf die Sie besser verzichten sollten.

Tierhalter sollten sich informieren: was dürfen unsere Hunde und Katzen mit einer Vorliebe für Hauspflanzen wirklich anknabbern, was ist giftig?

Ihre Katze nagt die Zimmerpflanzen an und der Hund macht sich über die Blumenerde her? Ob wegen chemischem Dünger oder giftigen Blättern und Blüten – für unsere vierbeinigen Freunde kann manch eine Zimmerpflanze gefährlich werden. Wir stellen Ihnen einige Pflanzen vor, auf die Sie besser verzichten sollten – und andere, mit denen Sie für Ihre Haustiere auf Nummer sicher gehen.

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Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Interessiert sich ihr Haustier überhaupt für Zimmerpflanzen? Die sicherste Methode es herauszufinden ist, sich auf die Lauer zu legen und Ihren Mitbewohner eine Weile genauestens zu beobachten, ob und an welcher Pflanze er Interesse zeigt.


Grundsätzlich sollten Sie jedoch bei Haustieren die gleichen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen wie bei einem kleinen Kind: Düngemittel oder Blumenerde müssen außerhalb der Reichweite der Tiere gelagert werden. Auch die Gießkanne mit Dünger- und Wasserresten sollte an einem sicheren Ort verwahrt werden, damit sie nicht mit dem Wassernapf verwechselt wird.


Grundsätzlich sollten Sie auf künstlichen Dünger ohnehin möglichst verzichten – denn die Inhaltsstoffe gehen in die Blätter und Halme der Pflanzen über und können bei Ihrem Tier zu schweren Vergiftungen führen.

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Im Gegensatz zu Wildtieren fehlt Ihrem Haustier oft der natürliche Instinkt – es kann ungiftige von giftigen Pflanzen nicht unterscheiden.

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Informieren Sie sich vor dem Kauf einer Zimmerpflanze immer ganz gezielt nach der Giftigkeit für Ihr Haustier. Die Liste gefährlicher Zimmerpflanzen ist lang. Und was für eine Katze in Ordnung ist, kann mitunter einem Hund Probleme machen. Als ersten Einstieg ins Thema stellen wir Ihnen einige verbreitete Zimmerpflanzen vor, auf die Sie mit Haustieren verzichten sollten – und andere, bei denen Sie sich keine Sorgen müssen.

Welche Zimmerpflanzen sind giftig für Ihr Haustier – und welche nicht?

Giftige Zimmerpflanzen sollten Sie nur außerhalb der Reichweite Ihrer Tiere aufstellen – da dies nicht immer leicht einzugrenzen ist, sollten Sie im Zweifel besser ganz darauf verzichten.


Giftig: Sago- und Stechpalme

Zwar sind viele Palmen für die meisten Haustiere relativ ungefährlich, verzichten sollten Sie aber etwa auf die Sago- und Stechpalme. Sie können beide Magen-Darm-Symptome hervorrufen; die Sagopalme sogar schwere Leberschädigung! Die harten, scharfkantigen Blätter der Stechpalme können auch Schleimhäute verletzen und die Speiseröhre blockieren.

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Ungiftig: Zimmer-Kokospälmchen

Lytocaryum weddelianum sind hingegen völlig unbedenklich – und bringen tolles Tropen-Flair.


Giftig: Philodendren, Aronstabsgewächse, Ficus – wie Gummibaum, Monstera, Dieffenbachien

Das Knabbern an Philodendron- und Ficus-Arten kann zu Erbrechen, Durchfall und im schlimmsten Fall zu Nieren- und Leberschäden führen. Dieffenbachien (ein Aronstabsgewächs) sind sogar höchst giftig für Haustiere – schon bei Bisskontakt.


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Giftig: Tulpen, Lilien, Amaryllis, Azaleen, Alpenveilchen, Orchideen, Christrosen, Hyazinthen
Obwohl wunderschön, gehören nicht alle blühenden Topfpflanzen und Schnittblumen in den Katzen- oder Hunde-Haushalt. Tulpen, Lilien oder Pflanzen wie die um die Adventszeit so beliebte Amaryllis können etwa lebensbedrohliche Vergiftungserscheinungen auslösen!


Ungiftig: Geranien, Fleißiges Lieschen, Primeln, Fuchsien, Hortensien
Viele klassische blühende Topfpflanzen sind als unbedenklich für Haustiere eingestuft – für Geranien und Co. wurden noch keine Vergiftungsfälle beschrieben.

Oft giftig: Farne
Farne gehören grundsätzlich ebenfalls zu den giftigen Zimmerpflanzen – hier kommt es allerdings auf die Sorte an. Wurmfarn ist etwa für Katzen hochgefährlich, Frauenhaarfarn nicht. Fragen Sie beim Kauf ganz konkret nach!


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Leicht giftig: Grünlilie
Die grün-weißen Halme der Grünlilie gelten zwar nicht als giftig, dennoch wird ein übermäßiger Genuss bei Ihrer Katze eine ausgeprägte Übelkeit hervorrufen.

Giftig: Elefantenfuß
Als verträglicher Mitbewohner nimmt der Elefantenfuß der zur Gattung der Beaucarnea gehört, es zwar nicht krumm, wenn Ihre Katze an seinen Blattspitzen knabbert. Nach Aufnahme größerer Mengen kommt es jedoch zu Erbrechen; bei regelmäßigem Verzehr zu chronischen Darmentzündungen.


Ungiftig: Australischer Flaschenbaum
Der in punkto Klumpfuß ähnlich aussehende Brachychiton rupestris, auch Glücks- oder Flaschenbaum, ist hingegen für Haustiere ungefährlich.

Ungiftig: Bromelien
Mit als Zierpflanzen verkauften Bromelien ( Bromeliaceae ) können Sie Ihren Wohnbereich bedenkenlos schmücken, von ihnen geht keine unmittelbare Vergiftungsgefahr für Hund oder Katze aus. Zwar enthalten die Bromelien-Blätter hautreizende Stoffe, Vergiftungsfälle wurden aber noch nicht dokumentiert. Als Futter dennoch nicht geeignet!

Ungiftig: Bambus
Ob kleine Bambuspflanze für das Wohnzimmer oder die größere Variante auf der Terrasse – was unter Pandabären als Delikatesse gilt, kann auch Ihr Hund oder die Katze ruhig mal kosten.

Giftig: Küchenkräuter
Ein Kräutergarten in der Küche kann für Hund und Katze eine Gefahr darstellen. Dazu zählen beispielsweise Bärlauch und Schnittlauch.

Ungiftig: Katzengras, Schnittlauch, Getreide
Die meisten Katzen – und auch viele Hunde – fressen Gras zur Förderung der Verdauung. Mit selbst gezüchtetem Katzengras können Sie sicher sein, dass auch der Verdauungstrakt Ihres Tieres frei von chemischen Düngemitteln bleibt. In einem speziellen Gefäß an einem sicher erreichbaren Ort gewöhnt sich Ihre Katze schnell daran, dass hier Naschen erlaubt ist, während andere Pflanzen verboten sind.


Ihrem Stubentiger schmeckt das Katzengras überhaupt nicht und nagt fleißig weiter an den anderen Topfpflanzen herum? Alternativ können Sie es mit Getreidearten wie Weizen oder Hafer versuchen, auch Schnittlauch oder keimendes Vogelfutter sind für Katzen gut verdaulich.

Im Notfall

Wenn Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen den Verdacht auf eine akute Vergiftung Ihres Tieres haben, sollten Sie schnell auf Spurensuche gehen und den Tierarzt aufsuchen.


Sehen Sie angeknabberte Pflanzenblätter oder Blüten? Fehlt Blumenerde oder liegen Reste davon auf dem Fußboden? Egal was die genaue Ursache sein mag: kennt der Tierarzt das Gift, kann er Ihrem Liebling besser und schneller wieder auf die Beine helfen.


Buchtipp : Ausführliche Informationen zu 240 Pflanzen finden Sie etwa im „Taschenatlas Pflanzen für Heimtiere. Gut oder giftig?” von Marlies Busch, erschienen im Eugen Ulmer Verlag


Linktipp : Das Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie der Universität Zürich hat eine Datenbank ins Netz gestellt, in der man die Toxizität und Vergiftungssymptome vieler Pflanzen recherchieren kann.

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Dieser Artikel ist bereits erschienen auf Houzz .

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