16.09.2016

SICH WOHLFÜHLEN MIT HOUZZ Milben im Bett? Das können Sie dagegen tun

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Wie kann man Milbenbefall im Bett reduzieren?

Foto: Houzz/Moss Envy

Wie kann man Milbenbefall im Bett reduzieren?

Milben sind von mikroskopischer Größe. Ihr Kot aber löst bei Menschen oft Allergien aus. Befolgen Sie diese Tipps, um die Milbenplage zu meistern.

Zuallererst: Milben kommen in jedem Haushalt vor, egal wie sehr man sich um Sauberkeit bemüht. Sie wohnen in Betten, Sofas und Kissen. Man kann die mikroskopisch kleinen Spinnentiere gar nicht sehen, und doch wimmelt es von ihnen. Viele bemerken ihre Existenz nur an einer Hausstauballergie, die durch den Kot der Milben ausgelöst wird. Ganz loswerden können Sie Milben nicht, aber Sie können die Zahl der unsichtbaren Mitbewohner reduzieren, so dass sie nicht mehr beeinträchtigend wirken .

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Was sind Milben, und was haben sie mit Hausstaub zu tun?

Milben sind mikroskopisch kleine Spinnentiere mit acht Beinen. Sie kommen nahezu ausschließlich in menschlichen und tierischen Behausungen vor, da sie sich von abgefallenen Hautschuppen ernähren und es gerne feuchtwarm mögen. Sie siedeln sie sich besonders gerne in Betten an. Dort finden sie ideale Lebensbedingungen vor – Schweiß, Wärme und Schuppen.
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Gerade im Sommer erhöht sich ihre Zahl: bis zu 1,5 Millionen Milben tummeln sich dann in einem Bett. Es ist ihr Kot, der bei einigen Menschen eine Allergie auslösen kann. Er trocknet, zerfällt in kleinste Teilchen und gelangt so in die Luft. Wer unter einer Hausstauballergie leidet, der ist von ständigem Niesen, Juckreiz und einer verstopften Nase geplagt. Gerade morgens nach dem Aufstehen zeigen sich die Reaktionen am häufigsten.

Wie kann man Milbenbefall im Bett reduzieren?

Material: Matratzen und Bettwäsche aus Synthetik

Milben siedeln sich gerne in Daunen an. Deswegen sollte man möglichst Synthetikfüllungen verwenden. Hausstauballergiker sollten bei Matratzen auf Füllungen mit tierischem Eiweiß –wie Schafwolle, Kamelhaar oder Rosshaar – eher verzichten. Am besten geeignet ist für sie eine Matratze aus Latex oder Kaltschaum, die allergiegeprüft ist. Außerdem wird empfohlen, die Matratze alle 7 bis 8 Jahre zu auszutauschen.

Abschirmung: Encasings für Matratzen

Allergiker sollten ihre Matratze zusätzlich mit einer milbendichten Auflage umhüllen. Diese ist so feinmaschig gefertigt, dass Milben nicht durchkommen und sich nicht im Inneren der Matratze ansammeln können. Diese Schutzhüllen nennt man „Encasings“. Sie werden einfach über die vorhandene Matratze gestülpt; es gibt auch Encasings für Kissen und Decken.

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Solche Hüllen sind mitunter sehr teuer, werden jedoch bei nachgewiesener Allergie von den meisten Krankenkassen bezuschusst oder erstattet.

Tipp: Sprühen Sie Ihr Bett regelmäßig hauchfein mit einem Gemisch aus Wasser und Teebaumöl ein. Dies vertreibt Milben.

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Hitze: Waschen bei mindestens 60 Grad

Waschen Sie Ihre Bettwäsche, Kissenbezüge und Wolldecken regelmäßig bei 60 Grad (alle 1-2 Wochen). Besser sind – wenn möglich – 95 Grad, damit die Milben vollständig abgetötet werden. Auch Dekokissen und Couchbezüge sollten öfter mal abgenommen und gewaschen werden. Beim Kauf von Sofas und Sesseln ist es daher sinnvoll, auf abnehmbare Bezüge zu achten.

Die genannten Encasings sollten alle 6 bis 8 Wochen gewaschen werden; genau wie die Bettdecken und Kissen selbst. Nicht vergessen. Stofftiere waschen – gerade in ihren Falten und Fellen sammeln sich Milben gerne an.

Kälte: Stofftiere und Dekokissen einfrieren

So, wie Milben keine starke Hitze (über 60 Grad) mögen, so sterben sie auch bei starker Kälte ab. Stofftiere oder Dekokissen, die nicht bei hoher Temperatur gewaschen werden können, könnten Sie stattdessen regelmäßig über Nacht in der Kühltruhe einfrieren. Am besten wirksam sind Temperaturen unter minus 20 Grad. Allerdings tötet man so „nur“ die Milben, der allergieauslösende Kot verschwindet nur durchs Waschen.

Der Winter ist richtig hart? Dann könnten Sie die Gelegenheit ergreifen, und die Matratze für ein paar Stunden nach draußen in die trockene Kälte stellen (natürlich feuchtigkeitsgeschützt und zum Beispiel auf den Balkon).

Staubsaugen mit HEPA-Filter

Böden, Teppiche und Betten sollten regelmäßig abgesaugt werden. Ein Staubsauger mit HEPA-Filter (High EfficiencyParticulateArrestance-Filter) ist dabei besonders wirksam. Dies ist ein spezieller Schwebstofffilter gegen Kleinstpartikel und Milben.Viele Staubsauger lassen sich auch damit nachrüsten.


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Regelmäßig lüften

Hausstaub vertreibt man durch regelmäßiges Lüften. Besonders wirksam ist dabei das sogenannte Querlüften. So kann frische Luft durch das Zimmer ziehen und den Staub heraustransportieren. Gerade wenn Sie das Zimmer putzen, sollten die Fenster aufgerissen werden.

Betten nicht machen!

Zu guter Letzt noch ein Tipp, der viele überraschen mag: Machen Sie Ihre Betten nicht ordentlich! Unter der gleich nach dem Aufstehen schön gemachten Bettdecke staut sich die Wärme, was Ihnen die Milben danken. Besser ist es, die Decke lediglich zurückzuschlagen, so dass Feuchtigkeit, die sich über Nacht angesammelt hat, entweichen kann.

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