29.07.2016

Stiftung Warentest Mikrowellen im Test: Gute Geräte kosten etwas mehr

Mikrowellen im Praxistest: Stiftung Warentest hat sich die Küchen-Allrounder einmal genauer angeschaut.

Foto: iStock

Mikrowellen im Praxistest: Stiftung Warentest hat sich die Küchen-Allrounder einmal genauer angeschaut.

Mikrowellen sind aus modernen Haushalten kaum noch wegzudenken. Längst geht es nicht mehr nur um das Aufwärmen von Speisen und Getränken.

Moderne Kombi-Mikrowellen garen, grillen und können in kleinen Haushalten sogar den Backofen ersetzen. Besonders kleinere Speisemengen lassen sich in einer Mikrowelle in deutlich kürzerer Zeit garen als beispielsweise in einem Topf auf dem Herd. Gerade Gemüse wird in der Mikrowelle innerhalb weniger Minuten bissfest gegart und es bleiben weit mehr Vitamine erhalten als beim längeren Köcheln im Wasser. Doch sind die Geräte wirklich so gut, wie sie versprechen?

17 Mikrowellen wurden getestet

Stiftung Warentest hat in seiner Augustausgabe von test.de insgesamt 17 Mikrowellen mit Grillfunktion genau unter die Lupe genommen. Elf der getesteten Geräte backen sogar - die drei besten von ihnen sehr gut. Viele Gerichte konnten schneller als mit einem Herd erhitzt werden.

Aber: Die Automatikprogramme brachten selten optimale Ergebnisse. Bei einigen Geräten waren die Test-Hühnchen zwar außen braun, aber innen noch nicht gar.

Das appetitlichste Hühnchen mit Automatik servierte Samsung: Die Mikrowelle verfügt über 35 voreingestellte Programme. Vier der fünf im Test eingesetzten Automatikprogramme führten immerhin zu guten Ergebnissen.

Die Testsieger sind entschieden teurer

Die drei Mikrowellen, die es ganz oben auf das Treppchen geschafft haben, sind relativ teuer: Bauknecht MW 78 SW schnitt am besten ab, kostet aber auch 315 Euro. Panasonic NN-DF385 liefert für 255 Euro dafür aber ausführliche Gartabellen und Rezepte mit. Samsung MC28H5015 bietet für 211 Euro die meisten Automatikprogramme, die im Test dann auch zu guten Ergebnissen führten. Die beste günstigste Mikrowelle findet man in der Micromaxx MD15501 für 109 Euro. Hier enttäuscht allerdings die Automatikfunktion, doch manuell gart sie immerhin einwandfrei.

Einige Geräte bieten Automatikprogramme für Kuchen. Doch auch hier ist der Verbraucher besser beraten, wenn er von Automatik auf manuell umschaltet, denn in zwei Fällen verbrannte der Teig. Am schnellsten garen Kuchen, wenn Mikrowellen mit Heißluft oder Grill kombiniert werden. Allerdings musste zweimal ein sehr heller und ungleichmäßig gebräunter Boden bemängelt werden. Gar ungenießbare Kuchen boten die MIkrowellen von Clatronic und Severin: Der Teig verbrannte an der Oberfläche, während er innen noch flüssig war.

Alle Mikrowellen bestanden den Sicherheitstest

Volle Kraft mussten alle Geräte für den abschließenden Sicherheitstest geben: Eine Kartoffel wurde dauerhaft mit voller Kraft erhitzt. Die Kartoffel begann innen zu glühen, brannte am Ende sogar lichterloh. Die Flammen griffen teilweise sogar auf die Mikrowellen über. In der Hitze zersprangen Glasteller, die Gummiringe schmolzen. Die Geräte waren damit defekt, aber es drangen weder Flammen noch nennenswerte Mikrowellen nach außen. Alle Geräte bestanden somit den Test: Sie sind sicher, selbst wenn jemand darin sein Essen vergessen sollte.

Fazit: Die Mikrowellen mit Zweifach-Kombi kosten im Schnitt weniger als die Geräte mit zusätzlicher Backfunktion. Sie eignen sich allerdings nur für Haushalte, die lediglich auftauen, erhitzen und grillen. Brötchen oder Kuchen backen sie nicht. Die Kombigeräte mit Automatikfunktion versprechen eine kinderleichte Handhabung, aber viele bestanden nur mit manueller Hilfe den Test.

Weitere Infos finden Sie in der August-Ausgabe der Zeitschrift "test" und unter test.de/mikrowelle.

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