17.07.2017

Die 7 besten Gartentipps So bleibt der Garten auch im Juli schön

Im Juli blüht und gedeiht alles. Doch die Hitze sorgt auch für viel Arbeit im Garten

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Im Juli blüht und gedeiht alles. Doch die Hitze sorgt auch für viel Arbeit im Garten

Im Juli sollten einige Gartenarbeiten erledigt werden, um das eigene grüne Paradies auf die folgenden Monaten vorzubereiten.

Der Sommer ist die schönste Zeit des Jahres. Die Sonne scheint, alles blüht und die lauen Nächte machen Lust auf lange Grillabende im Freien. Doch gerade in den heißen Sommermonaten benötigt der Garten viel Pflege, um die lange Trockenzeit zu überstehen. Dabei richtet sich die Pflege vor allen Dingen nach der Witterung. Haben wir einen kühlen und verregneten Juli, kann natürlich die Bewässerung etwas in den Hintergrund treten. Solch ein Wetter ist für Sonnenanbeter eher ärgerlich, lässt aber den Garten im wahrsten Sinne des Wortes aufblühen.

Rasen regelmäßig wässern

Bei längeren Trockenperioden müssen Sie unbedingt darauf achten, dass Ihr Rasen genügend Wasser bekommt. Denn dieser kann sehr schnell verbrennen und dadurch dauerhaft geschädigt werden. Lassen Sie den Rasensprenger bei Trockenheit alle vier bis fünf Tage für etwa eine Stunde laufen. Dabei gilt: Immer in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden wässern und lieber seltener, dafür viel als sehr oft und dafür wenig.

Beim Obst schon an die nächste Ernte denken

Im Juli und August sollten die Obstgehölze geschnitten werden. Bei jungen Bäumen werden vor allen Dingen Konkurrenztriebe sowie kranke Triebe entfernt, bei stark tragenden Bäumen wird nur ausgelichtet. Rote und weiße Johannisbeeren sowie Stachelbeeren erhalten jetzt ebenfalls einen Sommerschnitt bis kurz über den Ansatz.

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Auch die Himbeeren und Erdbeeren bedürfen jetzt noch einmal besonderer Pflege. Die Früchte sind abgeerntet und die Himbeerruten sollten bis zum Boden zurückgeschnitten werden. Wenn an manchen Ruten bereits alle Himbeeren abgeerntet wurden, dann müssen die Früchte auch an der Basis abgetragen werden. Das sorgt für eine kräftige Pflanze mit einem guten Ertrag im Folgejahr. Bei den Erdbeeren können Sie bereits an die nächste Ernte denken und neue Ableger pflanzen - möglichst an einer anderen Stelle des Gartens. Es ist wichtig, regelmäßig neue Pflanzen einzusetzen, da der Ertrag nach zwei bis drei Jahren rapide abnehmen kann.

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Siehe auch: Obst und Obstsalat

Efeu zurückschneiden und Dahlien abstützen

Der Efeu freut sich im Juli über einen neuen Schnitt. Kürzen Sie die neuen Triebe der wuchsfreudigen Kletterpflanze daher gern einmal öfter mit einer Garten- oder Heckenschere.

Dahlien sollten Sie noch vor der Blüte mit Pflanzenstützen stabilisieren. Bei vielen großblütigen Sorten kann es sonst passieren, dass die Blütenstile bei heftigen Sommergewittern mit starkem Regen unter dem Gewicht der Blüten abknicken.

Letzte Düngung der Rosen

Bis Mitte Juli nach der letzten Blüte werden die Rosen das letzte Mal gedüngt. Geschieht dies zu spät, sind die Triebe anfälliger. Soll es kein Rosendünger sein, wären Kompost, Hornspäne oder Pferdemist geeignete Alternativen. Ebenfalls wichtig: die Bewässerung. Bei Trockenheit gießen Sie am besten direkt am Boden, damit der Wurzelbereich gut durchnässt ist. Aber Achtung: Zu viel Wasser schadet den Wurzeln, sie können ertrinken.

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Blattläuse bekämpfen

Im Juli fühlen sich die Blattläuse sehr wohl – sind ihre natürlichen Feinde wie Florfliegenlarven, Marienkäfer und Schlupfwespen nicht vorhanden, werden sie zur wahren Plage. Die humanste Waffe gegen die kleinen Biester ist ein harter Wasserstrahl. Diese Methode empfiehlt sich bei befallenen Bäumen oder robusten Pflanzen, denen solche eine rabiate Tour nicht schadet.

Es gibt auch noch einige Hausmittel, wie Brennnesselsud, das Einsprühen der Blattläuse mit Rapsöl oder Schmierseife. Man kann auch sogenannte Fressfeinde wie Marienkäfer, Schwebfliegen oder Gallmücken extra züchten lassen und dann im Garten aussetzen. Allerdings sollte man dann aufpassen, vom Regen nicht in die Traufe zu kommen: Am Ende machen Sie Jagd auf Marienkäfer oder Mückenschwärme... Wenn nichts mehr hilft, müssen Sie zur Sprühdose greifen.

Gemüse ernten und säen

Die Radieschen sind geerntet, die Tomaten sind (je nach Wetterlage) ebenfalls reif. Tomaten bilden jedoch weiterhin Blüten und Früchte aus, so dass sie nicht vollständig abgeerntet werden sollten. Je früher die ersten Gurken geerntet werden, desto schneller entwickeln sich die nachfolgenden Triebe.

Auch der Kräutergarten will im Juli abgeerntet werden: Bohnenkraut, Beifuß und Majoran können bereits für den winterlichen Braten getrocknet werden.

Der Juli ist aber auch ein Monat des Anbaus. Für die Herbsternte sät man jetzt die Petersilie und Feldsalat, für Buschbohnen ist Mitte Juli sogar der letzte Termin. Damit sind Bohnen ideal als Nachfolger für Frühkartoffeln und Kohlrabi. Möhrensamen wollen jetzt ebenfalls unbedingt in die Erde.

>> Die zehn besten Kräuter für Ihren Balkon

Siehe auch: Gewürze, Petersilie, Feldsalat und Hülsenfrüchte

Gießen und genießen

Zu guter Letzt müssen Sie dafür sorgen, dass nicht nur die Pflanzen sondern auch Sie gut durch die heißen Tage kommen. Um einem Hitzschlag vorzubeugen, sollten Sie ebenfalls reichlich trinken und die Arbeiten auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen. Eines immer im Auge behalten: Ein Garten ist in erster Linie für die Erholung gedacht.

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