07.07.2016

Sich wohlfühlen mit Houzz 9 Sagenhafte Tipps für Ihr Badezimmer mit Dachschräge

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Jede Dachschräge kann schön aussehen!

Foto: Houzz/Innenarchitektur-Rathke

Jede Dachschräge kann schön aussehen!

Auch unterm Dach ist Platz fürs Duschen und Baden – wenn die Badeinrichtung klug platziert wird. Diese 9 Tipps helfen bei der Planung...

Ganz gleich, welche Größe ein Bad unter der Dachschräge hat, der Spielraum für die Gestaltung ist begrenzt. Denn Dachschrägen geben per se ein striktes Raumkonzept vor. Über die Positionierung von Waschbecken, Dusche, Wanne und Toilette sollte man sich daher vor dem Umbau gründlich Gedanken machen – damit aus dem Bad unterm Dach eine Wohlfühloase wird. Diese 9 Tipps helfen bei der Planung.

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1. Waschbecken mit Platz nach oben

Mit gebeugtem Oberkörper und gesenktem Kopf lässt es sich nicht gut gurgeln. Am besten ist es also, wenn Sie das Waschbecken an einer Wand mit viel Kopffreiheit platzieren. Als Faustregel kann man die „Zwei-Meter-Linie” anwenden: bei zwei Meter Höhe kann sich der Durchschnittsmensch noch ganz gut bewegen. Mehr ist besser – und je nach Körpergröße sogar nötig.

Auch eine nachträglich eingebaute Trennwand (halb- oder raumhoch), die frei im Bad steht und durch die die Wasserleitungen laufen, bietet Platz fürs Waschbecken mit Kopffreiheit. Auf der anderen Seite ließe sich etwa auch die Dusche platzieren oder die Toilette verstecken. Eine solche Installationswand kann man auch gleich mit Nischen oder bündigen Schränken und Regalen versehen und für die Aufbewahrung von Kosmetikartikeln nutzen.

2. Bodengleiche Dusche

Platz nach oben ist unter der Dachschräge kostbar. Gerade bei der Sanierung von Altbauten stoßen Bauherren und Architekten durch die Gegebenheiten schnell an Grenzen. Um den knappen Raum nach oben voll auszunutzen, hat Innenarchitektin Ute Günther eine bodengleiche Dusche gewählt und so entscheidende Zentimeter für die Kopffreiheit gewonnen.Voraussetzung für diese Lösung ist, jedoch dass die Bodenverhältnisse und besonders der vorhandene Anschluss für den Duschablauf den Einbau zulassen.

3. Dusche an die höchste Wand

Lässt sich die Idee mit der bodengleichen Dusche nicht verwirklichen, gibt es dennoch eine Lösung: Die Dusche passt am besten unter den First, zumindest aber an die höchste Wand im Raum. Ideal wäre eine Höhe von 220 Zentimetern ab Wannenboden, damit man auch bequem die Haare waschen kann.

Auch hier kann (wie beim Waschbecken) wieder eine Installationswand nützlich sein, die dem Raum eine gerade Wandfläche schenkt.Tipp: Achten Sie drauf, dass die Duschtür nicht in Richtung Schräge öffnet – Macken in der Decke sind sonst vorprogrammiert.

4. Badewanne unter die Dachschräge

Während die Platzwahl für die Dusche anspruchsvoll ist, gestaltet sie sich bei der Badewanne recht einfach. Sie kann fast überall hingestellt werden. Nutzen Sie diesen Vorteil und rücken die Badewanne parallel unter die Dachschräge – jedenfalls wenn sie nur zum Baden da ist: im Liegen reicht die Höhe aus …Das Bad, das Innenarchitektur Rathke in einem Dachloft in München gestaltet hat, wird durch die Wanne unterm Dachfenster zur Wohlfühloase. Und nicht nur bei strahlendem Sonnenschein lässt es sich dort herrlich entspannen. Stellen Sie sich vor, wie Regen oder Schnee auf das Fenster fällt und Sie selbst im warmen Wasser sitzend dem Schauspiel zuschauen können.

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Innenarchitektin Eva Lorey hat bei einer Altbausanierung so geplant, dass hinter der Badewanne unter der Dachschräge gleich noch Stauraum entsteht. Hier finden Badeutensilien, aber auch Handtücher ihren Platz. Der passende Abstand ist von der Dachneigung abhängig – je steiler die Schräge, desto näher kann die Wanne an den Kniestock. Ist die Dachneigung flacher, besser mehr Ablagefläche hinter der Wanne einplanen.

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5. Badewanne an der Giebelwand

Auch der Platz an der Giebelwand eignet sich als Stellplatz für die Badewanne – auch für eine, in der man sowohl baden als auch duschen will.Von beiden Dachschrägen eingerahmt, wird der Platz optimal genutzt, man fühlt sich in der Nische wunderbar eingekuschelt – und kann in der Mitte dennoch bequem stehen.

Sind beide Schrägen mit Dachflächenfenstern versehen, wird dieser Badeplatz zu einer sonnendurchfluteten Oase. Mit Aussicht auf die Sterne beim abendlichen Wellness-Bad.

6. Toilette unter die Schräge

Auch die Toilette muss nicht unbedingt die höchste Stelle im Raum belegen – ist der Kniestock entsprechend hoch, kann sie sogar dorthin ziehen. Auch hier ist die Dachneigung für den Komfort entscheidend. Die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) rät zu einer Höhe von 130 Zentimetern an der Hinterkante, zu 175 Zentimetern Höhe vor dem WC. Ob ein paar Zentimeter hin oder her – das ist letztlich auch hier von der Größe der Benutzer abhängig.

7. Spiegel für mehr Weite

Spiegel gehören in jedes Bad. Kleine Räume wirken durch sie zudem größer. Ein Effekt, auf den Sie unter der Dachschräge nicht verzichten sollten. Warum also nicht gleich die ganze Wand über dem Waschbecken verspiegeln? Jeder Glaser kann ihnen Spiegel exakt nach Maß an die Dachneigung anpassen.

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8. Sichtbare Dachbalken machen es gemütlich

Gerade bei alten Dachstühlen sind Holzbalken wahre Schmuckstücke für den Wohnraum; das gilt auch für das Bad. Stören Sie sich also nicht daran, wenn diese nach der Öffnung des Giebelgeschosses kreuz und quer verlaufen. Immerhin hat man so auch jede Menge Luftraum gewonnen!

Besonders schön kommen die Dachsparren hinter dieser Badewanne zur Geltung. Fast scheint es, als haben die Architekten noch ein paar Dachsparren zusätzlich eingefügt, um optisch noch mehr Gemütlichkeit in den Raum zu bringen.

9. Ausreichende Beleuchtung

Fenster sind die beste Lichtquelle für jeden Raum – zumindest tagsüber. Ideal also auch für ein Bad im Dachgeschoss. Da lohnt es sich dann auch, einen großen Teil der Dachhaut durch Atelier- oder Dachflächenfenster zu ersetzen – zumal Sie sich dort oben keine Gedanken über Sichtschutz machen müssen.

Wenn es draußen dunkel ist, hilft zur Beleuchtung nur künstliches Licht. OTM Designs & Remodeling haben in einem ihrer Projekte einen ganzen Dachraum voller Leuchten gehängt. Auch bei kleineren Bädern kann es eine Idee sein, mehr Leuchten als die eine an der Decke und die andere überm Spiegel aufzuhängen.

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