10.05.2010

Dann doch lieber ein Kaffeeautomat

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Filterkaffee war gestern, der moderne Kaffeeautomat zaubert Kaffeegenuss auf Knopfdruck. Ganz egal, ob Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato?

Der Kaffeeautomat (oder Kaffeevollautomat) ist natürlich eng mit den genannten Systemen verwandt. Das Prinzip ist immer dasselbe, gemahlene Kaffeebohnen werden mit Wasser zu einem köstlichen Kaffee verbrüht. Daher kann dem Hersteller einer Filterkaffeemaschine auch keiner untersagen, diese Kaffeeautomat zu nennen. Gemeinhin stellt man sich unter einem Kaffeeautomat etwas anderes vor als eine Filterkaffeemaschine, auch etwas anderes als eine eiserne Espressomaschine für den Herd, Nespresso oder Senseo …


Ein Kaffeeautomat muss mehr können, und es ist verblüffend, was ein Kaffeeautomat heute so kann. Dass der Kaffeeautomat seinen Kaffee unmittelbar vor dem Brühvorgang selbst mahlt, ist schon fast selbstverständlich. Kaffeeexperten wissen, dass optimaler Kaffeegenuss vom Druck abhängt, mit dem das heiße Wasser durch den gepressten Kaffee jagt: mehr druckt bedeutet mehr Aroma und bessere Bekömmlichkeit, weil weniger Koffein in die Tasse kommt. Daher werben viele Hersteller, die einen Kaffeeautomat im Angebot haben, genau damit: mit dem Pumpendruck, der Einstellbarkeit von bar usw. Lange war der nächste Luxus, den ein Kaffeeautomat unbedingt mit an Bord haben musste, eine Milchschaum-Düse. Der Pumpendruck konnte auf eine Luftdüse umgeleitet werden, mit der die Milch geschäumt und erhitzt werden konnte.


Das ist zwar der Klassiker, kann aber ziemlich viel Dreck machen. Ein moderner Kaffeeautomat hat heute seine eigene Milch on Board, das wiederum ist äußerst unterschiedlich gelöst. Da das mit einem hohen Reinigungsaufwand verbunden ist, schäumt ein Kaffeeautomat oft Trockenmilch auf, nur die absolute Luxusklasse leistet sich richtige Milchpumpen. Ein dritter, sehr populärer Weg ist der der Cappuccino-Düse: eine Cappuccino-Düse lässt sich für die Milchschaum-Düse am Kaffeeautomat nachrüsten, sie saugt die Milch aus einem Behälter an und gibt warme Milch oder Milchschaum ab.


Und damit sind wir bei dem, was ein Kaffeeautomat können und allen anderen Geräten voraus haben muss: ein Kaffeeautomat, der in einem Büro aufgestellt ist, hat andere Anforderungen zu bewältigen als ein Kaffeeautomat in einer Privatküche. Die Kaffeeautomat-Hersteller geben meist an, wie viele Kaffees ihr Kaffeeautomat in einer bestimmten Zeit brühen kann. Nicht angegeben wird, wie schnell der Kaffeeautomat von einem Programm (Cappuccino) auf ein anderes (Espresso) umstellen kann. Wer heute Kaffee im Café trinkt, der schätzt den Service und hat meist ein Faible für eine bestimmte Kaffeespezialität entwickelt. Ein Kaffeeautomat sollte also die gängigen Spezialitäten selbständig und hochwertig kochen können, ohne dass der Kaffeegenießer allzu großen Aufwand damit hat. Lösungen gibt es viele, wer diese Bedingungen allerdings erfüllt haben möchte, muss mit mehren hundert Euro Investition rechnen.


Bei aller Technik, der Programmierung und Programmierbarkeit, der Vielfalt und Exklusivität, kommt es am Ende auch beim Kaffeeautomat auf den Geschmack des Kaffees an. Wer bereit ist, in einen Kaffeeautomat zu investieren, der sollte sich nicht nehmen lassen, vorher einmal zu probieren und folgende Fragen zu beantworten: Welche Kaffeebohne passt zum Kaffeeautomat? Welche Mahlstärke ist für meinen Lieblingskaffee aus meinem Kaffeeautomat optimal? Wie funktioniert die Garantiegewährung beim Hersteller vom Kaffeeautomat?



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