09.09.2019

Gartenkalender Anleitung zum Kompostieren: So geht es ganz einfach!

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Toller Dünger, auf ökologische Art erzeugt: So einfach können Sie kompostieren – eine Anleitung!

Foto: Shutterstock/JurateBuiviene

Toller Dünger, auf ökologische Art erzeugt: So einfach können Sie kompostieren – eine Anleitung!

Kompost ist ideal, um die Gartenerde mit wertvollen Mineralien anzureichern. Und Sie entsorgen außerdem auf ganz natürliche Art ihre organischen Lebensmittel. So kompostieren Sie richtig!

Kompostieren ist nicht nur besonders praktisch, um die eigenen, organischen Abfälle zu entsorgen, sondern auch, um ganz kostenlos den besten Humus für den eigenen Garten zu erzeugen. So kompostieren Sie richtig: eine Anleitung.

Anleitung zum Kompostieren: der richtige Platz

Humus ist ideal, um die Qualität des Bodens zu optimieren. Die Abfälle wurden vorher von Milliarden Kleinstlebewesen aufbereitet und sorgen für Mineralstoffe satt. Zunächst sollten Sie den richtigen Platz für den Kompost wählen. Dieser sollte gut zugänglich und gegen Sonne und Regen halbwegs geschützt sein. Wer nicht soviel Platz hat, sollte auf Behälter zurückgreifen.

Geschlossen oder offen? In geschlossenen Behältern ist das sich zersetzende Material zwar vollständig versteckt und stört das Auge nicht, allerdings ist die Kompostierung dann etwas schwieriger zu lenken.

Ideal ist ein offener Kompostbehälter, der eventuell von Bäumen geschützt stehen kann. Das Kompostmaterial sollte nicht zu schnell austrocknen und bis auf den Kern gut durchlüftet sein. Bewährt hat sich hier eine Trapezform mit einem Höhen- und Breitenmaß von 1,50 m.

  • Tipp: Frische Abfälle kann man bis zum Aufschichten auf den Kompost auf einem separaten Sammelplatz zwischenlagern.

Kompost: Vorbehandlung

Die Faustregel: Je feiner das Material, desto rascher kann es rotten. Zerkleinern Sie größere Pflanzenteile also auf 5 bis 10 cm Länge. Holz müssen Sie häckseln, damit es verrottet.

  • Tipp: Heben Sie einige Äste auf, denn große Holzteile sind eine perfekte Unterlage, damit der Kompostkern von unten belüftet wird.

Die Mischung macht's: Wer überwiegend Stroh zu kompostieren hat, kann Mist oder andere stickstoffhaltige Stoffe zugeben, damit die einseite Materialzusammensetzung ausgeglichen wird.

Setzen Sie den Kompost mindestens einmal im Jahr mit Schaufel oder Spaten um, idealerweise wenn er nach einigen Wochen auf ein Drittel geschrumpft ist, so gelangen die inneren Schichten nach außen und die äußeren nach innen. Die Durchmischung der Materialien fördert die Schnelligkeit der Verrottung und sorgt für eine bessere Verteilung der Nährstoffe.

  • Tipp: Damit die Verrottung auch im Winter vorangeht, sollten Sie den Kompost gegen Frost abdecken.

Kompost richtig anlegen, so geht's

Legen sie den Kompost schichtweise an, dabei ist die erste Lage ca. 30 cm hoch. Sie sollte kleingeschnittene Gartenabfälle, Rasenschnitt, Zweige etc. enthalten. Die zweite Schicht ist 5 bis 10 cm hoch und besteht aus Gartenerde, damit der Kompost "geimpft" wird, ihm also alle notwendigen Informationen und Mikroorganismen zugeführt werden.

  • Tipp: Damit die Kleinstlebewesen genügend Sauerstoff bekommen, ist es sinnvoll, dieser Schicht kleingeschnittenes Astwerk beizumengen.

Kompost schließen

Wenn der Kompost eine Höhe von ca. 1,20 erreicht hat, sollte er "geschlossen" werden, damit Insekten von dort keine Fäulnisbakterien mitnehmen und auf die Nutzpflanzen aufbringen können. Zum Schließen eignet sich Rasenschnitt. Eine schöne Alternative sind Gurken- oder Kürbisspflanzen, die Sie mit etwas Gartenerde verankern. Die großen Blätter decken den Kompost ab.

Wichtig: Bei Trockenheit sollte der Komposthaufen regelmäßig gegossen werden.

Wann kann der Kompost geerntet werden?

Bei idealen Bedingungen kann der Kompost bereits nach wenigen Monaten geerntet werden. Das Material dieses sogenannten Nähr- oder Rohkomposts ist in diesem Stadium noch stark belebt und gibt viele Nährstoffe frei. Nach sechs bis neun Monaten sind die Nährstoffe dagegen stabiler gebunden. Ein solcher Reifkompost eignet sich vor allem zur Strukturverbesserung des Bodens.

  • Tipp: Werfen Sie den Humus durch ein Wurfgitter, grobe Reste kommen auf einen neuen Kompost.

Achtung: Viel hilft NICHT viel!

Übertreiben Sie es nicht mit dem Ausbringen des Kompostes. Ein Überdüngen überfrachtet die Böden mit Phosphor und Kalium.

  • Tipp: Bringen Sie den Kompost jährlich maximal 1 cm hoch allen Gartenbereichen aus.

Quelle: u.a. "Was mache ich wann im Garten?" Robert Sulzberger, KOSMOS Verlag

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